Für Elektroautos

Die Autoindustrie macht Druck: Während die Zahl der Neuzulassungen an Elektrofahrzeugen zunimmt, hinkt der Ausbau von öffentlichen Ladepunkten hinterher. Der Ausbau gehe viel zu langsam.

VDA: Zahl der Ladepunkte wächst weiterhin zu langsam


Der Ausbau von öffentlichen Ladepunkten hängt nach Verbandsangaben der wachsenden Zahl an Elektroautos in Deutschland weiter hinterher. Zum Stichtag 1. Mai kamen im Schnitt 22 E-Autos auf eine Ladesäule, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitag mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es demnach noch 17 Fahrzeuge pro Ladepunkt und Anfang Oktober 2021 waren es 21. Die zugrundeliegenden Daten stammen von der Bundesnetzagentur, die diese in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

„Das Ziel der Bundesregierung von 15 Millionen Elektrofahrzeugen bis 2030 hat die Notwendigkeit eines ambitionierten Ausbaus der Ladeinfrastruktur weiter erhöht“, teilte VDA-Präsidentin Hildegard Müller der Zeitschrift mit. „Trotzdem geht der Ausbau viel zu langsam voran.“

Zwischen Mai 2021 und Mai 2022 sind laut VDA im Schnitt rund 57.000 Elektroautos pro Monat neu zugelassen worden. Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte stieg im selben Zeitraum insgesamt um lediglich etwa 1.300 pro Monat. Dem Verband zufolge brauche es aber 2.000 neue Ladepunkte pro Woche, um das Ziel von einer Million bis 2030 zu erreichen.

Zwar hat sich der Statistik zufolge in den meisten Landkreisen und kreisfreien Städten die Zahl der öffentlichen Ladepunkte erhöht. In mehr als der Hälfte aller knapp 10.800 Gemeinden in Deutschland gebe es aber, Stand 1. Mai, keinen einzigen öffentlichen Ladepunkt.

320°/dpa

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