Remondis in Singen

Remondis hat sich am Bodensee neu aufgestellt: Die Niederlassung ist von Radolfzell nach Singen umgezogen. Am neuen Standort gibt es jetzt auch eine Biogasanlage.

Neue Niederlassung und neue Bioabfallbehandlungsanlage


Der Umzug ist vollzogen, am Freitag war feierliche Eröffnung des Standortes: Remondis Süd ist mit der Niederlassung am Bodensee jetzt in Singen ansässig. Dort schlägt das Unternehmen mit 65 Mitarbeitern rund 60.000 Tonnen Abfall aus Haushalten und Gewerbebetrieben um.

Der neue Standort hat unter anderem eine modernisierte Kompostierungsanlage, die um eine neue Biogasanlage ergänzt wurde. In der Vergärungsanlage können rund 50.000 Tonnen Bioabfall pro Jahr aus den regionalen Haushalten verarbeitet werden. Das dort erzeugte Biogas wird in zwei großen Blockheizkraftwerken verstromt, womit den Angaben zufolge rund ein Drittel der Haushalte in Singen mit Strom versorgt werden können. Aus dem Gärstoff entsteht zudem Flüssigdünger und Kompost für die regionale Landwirtschaft.

v.l.: Norbert Rethmann, Ehrenaufsichtsratsvorsitzender der Rethmann-Gruppe, Andre Baumann, Staatssekretär im Umweltministerium Baden-Württemberg, Harald Nops, Dezernent des Landkreises Konstanz, und Eckhard Vogt, Geschäftsführer von Reterra Hegau-Bodensee (Foto: Frank Müller)

Neben der Vergärungsanlage gibt es eine Tunnelkompostierungsanlage für Bioabfälle. Dort können laut Remondis weitere 35.000 Tonnen Bioabfall pro Jahr behandelt werden. In einem dritten Bereich werden rund 15.000 Tonnen Grünabfall pro Jahr kompostiert. Betreiber der Bioabfallbehandlungsanlage ist die Reterra Hegau-Bodensee GmbH. Insgesamt können am Standort bis zu 87.500 Tonnen organischer Abfälle pro Jahr behandelt werden.

320°/re

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