Pilotanlage

Die geplante Pilotanlage zum Batterierecycling bei Mercedes-Benz wird vom Bund mit 16,6 Millionen Euro gefördert. Die Fördermittel fließen an ein Konsortium. In der neuen Anlage soll ein mechanisch-hydrometallurgisches Verfahren entwickelt werden.

Bund fördert Batterierecycling von Mercedes


Das Bundeswirtschaftsministerium fördert mit 16,66 Millionen Euro die Entwicklung eines ganzheitlichen Recyclingansatzes für Lithium-Ionen-Batterien. Der Bescheid für das Projekt „LiBinfinity“ geht an ein Konsortium um die Licular GmbH, teilt das Ministerium mit. Projektpartner sind die Mercedes-Benz AG, die Daimler Truck AG, die Primobius GmbH, die SMS group GmbH, die Technische Universität Clausthal, das Karlsruhe Institute of Technology (KIT) und die Technische Universität Berlin. Die Förderung ist Teil der Fördermaßnahme zum „Batterie-Ökosystem“ des Wirtschaftsministeriums.

Im Rahmen des Projekts wird am Mercedes-Benz-Standort Kuppenheim eine Pilotanlage errichtet, in der ein mechanisch-hydrometallurgisches Verfahren zum Einsatz kommen soll. Das Verfahren soll vollständig auf energieintensive Prozessschritte verzichten und eine Jahreskapazität von 2.500 Tonnen haben. Die zurückgewonnenen Materialien werden nach Angaben von Mercedes in die Produktion von mehr als 50.000 Batteriemodulen für neue EQ Modelle einfließen.

Im ersten Schritt soll dazu bis 2023 eine Anlage zur mechanischen Zerlegung entstehen. Im zweiten Schritt sollen die Anlagen zur hydrometallurgischen Aufbereitung der Batteriematerialien in Betrieb gehen. Auf Basis der Erkenntnisse der Pilotanlage ist dann mittel- bis langfristig eine Skalierung der Produktionsvolumina geplant.

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert insgesamt knapp 40 Forschungsverbünde mit rund 200 Teilvorhaben. Dafür stehen Mittel in Höhe von 150 Millionen Euro zur Verfügung. Schwerpunkte der Fördermaßnahmen sind unter anderem das Batterierecycling, die digitalisierte Batterieproduktion sowie die Anwendung neuer Batteriezelltechniken.

320°/re

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