Finanzielle Förderung

Reparieren lohnt sich – zumindest in Thüringen. Dort hat die Landesregierung den sogenannten Reparaturbonus verlängert. Mit Erfolg, wie aktuelle Zahlen zeigen.

Thüringer Reparaturprogramm bleibt begehrt


Drei Monate nach der Wiederauflage des Thüringer Reparaturbonus für Elektrogeräte ist die Verbrauchernachfrage nach dem Zuschuss hoch. Nach Angaben des Umweltministeriums vom Samstag haben bislang 5.675 Menschen den Bonus beantragt. Mit dem finanziellen Anreiz soll vermieden werden, dass defekte, aber noch reparaturfähige Elektrogeräte im Müll landen. Entscheiden sich Verbraucher für die Reparatur, können sie vom Land bis zur Hälfte der Kosten erstattet bekommen – höchstens jedoch 100 Euro im Jahr.

Das Gros der Anträge beziehe sich auf Küchengeräte wie Herde, Kühlschränke sowie Computer, Laptops, Handys und Fernsehgeräte. Allein für die Reparatur von Handys gingen dem Ministerium zufolge 1.761 Anträge ein. 706 Anträge betrafen Waschmaschinen, in 551 Fällen gehe es um Kaffeemaschinen.

Täglich gingen zwischen 50 und 100 Anträge bei der für die Abwicklung zuständigen Thüringer Verbraucherzentrale ein, erklärt das Ministerium. Auffällig sei, dass rund jede dritte der eingereichten Rechnungen mehr als 200 Euro umfasse und hier die höchste Fördersumme von 100 Euro ausgezahlt werde.

Auch für Repair-Cafés

Der Bonus kann für Reparaturen in Fachgeschäften, aber auch in sogenannten Repair-Cafés genutzt werden. Letzteres war bei 32 Anträgen der Fall. Mehr als jeder zweite Antragsstellende wählte für die Reparatur ein lokales Fachgeschäft.

Das Programm war bereits 2021 gestartet, der Fördertopf war bereits nach vier Monaten leer. Ende Mai wurde es neu aufgelegt. Anträge können weiterhin gestellt werden. Den Angaben zufolge ist das Fördergeld noch nicht aufgebraucht.


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320°/dpa

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