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Inflation und Energiekrise lassen die Wagniskapitalgeber vorsichtiger werden. Das bekommt jetzt auch der E-Scooter-Anbieter Tier zu spüren.

E-Scooter-Anbieter Tier baut Arbeitsplätze ab


Der Berliner E-Scooter-Anbieter Tier will Kosten sparen und streicht rund 180 Arbeitsplätze, den Großteil davon in der deutschen Hauptstadt. Angesichts des immer schwierigeren finanziellen Umfelds für Tech-Start-ups werde das Unternehmen seine kostspielige

Wachstums- und Expansionsstrategie der vergangenen Jahre beenden, schrieb Tier-Chef Lawrence Leuschner in einem unternehmenseigenen Blog an die Beschäftigten. Fortan stehe die Profitabilität des Dienstes im Fokus. Im kommenden Jahr will Tier mit seinen Angeboten Geld verdienen.

Mit den 180 Stellen fallen eigenen Angaben zufolge rund 16 Prozent aller Arbeitsplätze weg. Insgesamt seien Stellen in 20 Ländern betroffen, hieß es. Zudem wolle Tier Projekte beenden, die zu viel kosteten und dem Ziel der Profitabilität im Wege stünden.

Hintergrund ist vor allem die zunehmende Zurückhaltung von Investoren bei Tech- und Dienstleistungs-Start-ups. Die Dienste profitierten während der Corona-Krise häufig von hoher Nachfrage, an Geldgebern gab es keinen Mangel. Das hat sich mit der starken Inflation und der Energiekrise im Kontext des Kriegs in der Ukraine geändert.

320°/dpa

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