Neue Kunststoffflasche

Borealis hat eine neue Kunststoff-Mehrwegflasche entwickelt, die vollständig aus Abfall - und Reststoffströmen hergestellt wird. Die Verarbeitung erfolgt mithilfe einer Schaumstofflösung, die ebenfalls mit Recyclingvorteilen punkten kann.

Mehrwegflasche aus Abfall- und Reststoffmaterial


Die neue Kunststoffflasche von Borealis basiert auf einem Material des unternehmenseigenen Bornewables-Polyolefinportfolios. Diese Materialien werden aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt, die zu 100 Prozent aus Abfall- und Reststoffströmen, wie zum Beispiel aus gebrauchtem Speiseöl, stammen. Die Flasche, die im Oktober am Borealis-Stand auf der Messe K 2022 vorgestellt wird, ist wiederverwendbar und vollständig recycelbar. Sie weist laut Borealis einen deutlich geringeren CO2-Fußabdruck auf, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen besteht und mittels Schäumverfahren hergestellt wird.

Borealis hat die Mehrwegflasche gemeinsam mit der Firma Trexel, einem Experten für geschäumte Spritzguss- und Blasformteile, entwickelt. Trexels MuCell-Technologie sorge dafür, dass die neu entwickelte Mehrwegflasche über viele Lebenszyklen hinweg eine konstante Materialperformance aufweise, erklärt Borealis. Zudem benötigten weiterverarbeitende Unternehmen durch die Nutzung der MuCell-Technologie weniger Energie im Produktionsprozess.

Wie Trexel erklärt, könnten die geschäumten MuCell-Teile ohne Treibmittelrückstände recycelt und somit dem Polymerstrom wieder zugeführt werden. Die Flasche helfe somit dabei, den Kunststoffkreislauf durch recyclingorientiertes Design, die Verwendung erneuerbarer Rohstoffe und eine gute Haltbarkeit zu schließen.

Neue Mehrweg-Kunststoffflasche: Zu 100 Prozent aus Abfall- und Reststoffmaterial (Foto: Borealis)

„Wiederverwendung und Recycling sind Kernkomponenten des integrierten Kreislaufmodells, das mit unserer EverMinds-Plattform im Einklang steht“, erklärt Peter Voortmans, Borealis Global Commercial Director Consumer Products. EverMinds ist eine Plattform von Borealis, die Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette vernetzen will, um den Übergang zur Kreislaufwirtschaft der Kunststoffe zu beschleunigen. „Dieses Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Borealis mit Partnern aus der Industrie zusammenarbeitet, um das globale Kunststoffabfallproblem zu lösen und unseren Kunden gleichzeitig einen echten Mehrwert zu liefern“, so Voortmans.

320°/re

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