Kooperation mit Ryanair

Nach Lufthansa will auch Ryanair nachhaltigen Treibstoff von OMV beziehen. Die Absichtserklärung bezieht sich auf einen Zeitraum von acht Jahren. Kommt es so weit, könnte Ryanair rund 400.000 Tonnen CO2 sparen.

Nachhaltiger Treibstoff: Weiterer SAF-Kunde für OMV


Der österreichische Energiekonzern OMV und die Fluggesellschaft Ryanair haben am Mittwoch eine Absichtserklärung zur Lieferung von nachhaltigem Flugtreibstoff (SAF) an Ryanair-Flughäfen in Österreich, Deutschland und Rumänien unterzeichnet. Die Absichtserklärung sieht eine Laufzeit von acht Jahren vor, beginnend ab dem kommenden Jahr. Ryanair würde somit bis zu 160.000 Tonnen SAF von OMV beziehen. Das würde einer Reduktion von insgesamt über 400.000 Tonnen CO2 entsprechen, was etwa 25.000 Flügen von Ryanair auf der Strecke Dublin – Wien gleichkäme, wie die Fluggesellschaft vorrechnet.

Ryanair hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 12,5 Prozent SAF zu verwenden. Das SAF, das OMV in Schwechat produziert und nun auch an Ryanair liefern will, stammt aus einem Co-Processing-Verfahren, für das unterem Altspeiseöl verwendet wird. Für die Verarbeitung der biogenen Rohstoffe gemeinsam mit Erdöl nutzt OMV eine sogenannte Hydrieranlage. Darin wird dem Ölgemisch Wasserstoff zugesetzt, wodurch unerwünschte Bestandteile wie Sauerstoff und andere Verunreinigungen entfernt werden sollen.

Übrig bleibt ein reiner Kohlenwasserstoff, der sehr hochwertig und chemisch gesehen fossilem Dieselkraftstoff sehr ähnlich sein soll. Im Vergleich zu herkömmlichem Flugzeugtreibstoff spare SAF über den gesamten Lebenszyklus etwa 80 Prozent Treibhausgase ein. OMV plant nun eine Großanlage, die jährlich bis zu 160.000 Tonnen biogene Rohstoffe verarbeiten kann.

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