Beteiligung

Neue Eigentümerstruktur beim Maschinenhersteller Doppstadt: Der bisherige Alleingesellschafter Ferdinand Doppstadt hat die Hälfte seiner Anteile an einen Finanzinvestor verkauft. Damit soll das Wachstum beschleunigt werden.

Doppstadt verkauft Hälfte der Anteile an Finanzinvestor


Mit dem Anteilsverkauf will Doppstadt nach eigenen Angaben das organische Wachstum beschleunigen und an der Konsolidierung des Marktes teilnehmen. „Daher geht Doppstadt eine gleichberechtigte Partnerschaft mit dem finanzstarken, privaten Investor Custos Vermögensverwaltungs GmbH ein“, teilt der Hersteller von Recyclingmaschinen mit. Beide Partner seien zu 50 Prozent am Unternehmen Doppstadt beteiligt.

Hinter der Custos Vermögensverwaltung mit Sitz in Graz steht das Ehepaar Leitner. Wolfgang Leitner zählt laut Doppstadt zu den „erfolgreichsten Unternehmern Österreichs“. Mit der von ihm und seiner Frau Cattina Leitner geführten Vermögensgesellschaft werde die Doppstadt-Gruppe ihr strategisches Wachstum in den nächsten Jahren vorantreiben.

„Mit dem ausgewählten Partner fiel meine Entscheidung nicht auf das wirtschaftlich attraktivste Angebot, sondern auf den Partner mit den größten unternehmerischen Überschneidungen“, erklärt Ferdinand Doppstadt. Zudem sei die Custos Vermögensverwaltungs GmbH ein familiär geführtes Unternehmen, das sich mit einer langfristigen, eher konservativ ausgerichteten Wachstumsstrategie, wie Doppstadt sie verfolge, identifiziere.

Ferdinand Doppstadt (Foto: Doppstadt)

Doppstadt ist einer der weltweit führenden Hersteller von Aufbereitungstechnik. Das Unternehmen mit Standorten in Velbert (Nordrhein-Westfalen), Calbe (Sachsen-Anhalt) und Wilsdruff  (Sachsen)fertigt unter anderem Anlagen und Zerkleinerungs-, Sieb- und Separationstechnik für die Aufbereitung von Materialien wie Altholz, Haus-, Gewerbe- und Industriemüll sowie Biomüll, Erdaushub und Grünschnitt und anderen Abfallfraktionen.

320°/re

Mehr zum Thema
Tesla-Fabrik arbeitet ohne funktionierende Brandmeldeanlage
Brand bei Süd-Rec – vermutlich wieder ein Akku
TotalEnergies steigt ins Batterierecycling ein
Weltweit erstes Carbonhaus in Dresden
Beschäftigte in Ver- und Entsorgungsbranche klagen über hohe Belastung
Kunststoffrecycling: Mechanisch, chemisch und jetzt auch physikalisch
Pilze und Klärschlamm bringen Deponien zum Blühen
Schmalere Müllfahrzeuge für Berlin
Eine Laufschuh-Sohle aus CO2-Emissionen
Wie Rotorblätter am besten recycelt werden können
Aus CFK-Resten wird neues Ausgangsmaterial
Regierung plant Fachkräftestrategie