Hohe Energiepreise

Eine Umfrage des Wirtschaftsverbands DIHK zeigt, wie angespannt die Situation in der Autoindustrie ist. Die Geschäftserwartungen sind eingebrochen. Bei den Zulieferern ist die Finanzlage besonders dramatisch.

„Die Lage unserer Wirtschaft ist dramatisch“


Die hohen Energiepreise belasten Unternehmen in Deutschland immer mehr. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sprach am Dienstag von einer dramatischen Lage. In der deutschen Schlüsselbranche Automobilindustrie haben laut einer DIHK-Umfrage bereits 16 Prozent der Hersteller ihre Produktion verringert. 17 Prozent wollen ihre Produktion verlagern.

Das geht aus einer Sonderauswertung zur Automobilwirtschaft aus einer DIHK-Konjunkturumfrage hervor, über die zuerst das «Handelsblatt» berichtet hatte. Die Automobilindustrie stehe symptomatisch für Entwicklungen in der Gesamtwirtschaft, teilte der DIHK mit. Die Gesamtergebnisse der Konjunkturumfrage sollen an diesem Mittwoch vorgestellt werden.

In einem Schreiben von DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben an die Spitzen der Industrie- und Handelskammern heißt es: „Bei uns leuchten zudem die Lampen auf Rot, weil wir sehen, in welcher Geschwindigkeit sich die Finanzierungssituation in den Unternehmen verschlechtert.“ Mit Blick auf die Bundesregierung heißt es: „Die Lage unserer Wirtschaft ist dramatisch – konsequentes Krisenmanagement und schnelleres Agieren sind jetzt unbedingt notwendig.“


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Der Sonderauswertung zufolge rauschen die Geschäftserwartungen in der Automobilindustrie in den Keller. Nur zehn Prozent gehen von besseren Geschäften in den nächsten zwölf Monaten aus. Die Hälfte habe negative Geschäftserwartungen. 95 Prozent der Firmen sehen die hohen Rohstoff- und Energiepreise als größtes Geschäftsrisiko an. Zwei von fünf Kraftfahrzeugbauern sprechen demnach von einer problematischen Finanzlage, bei den Zulieferern sind es sogar fast die Hälfte.

320°/dpa

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