Persönliche Gründe

Klaus Wohnig, Vorstandschef des Kunststoffrecyclers APK, hat sein Amt niedergelegt. Seine Aufgaben wird vorübergehend Susanne Küppers übernehmen. Sie wird zum 1. Dezember einen neuen Vorstandskollegen bekommen.

Wohnig tritt als APK-Chef zurück


In einer Mitteilung von APK heißt es, Klaus Wohnig habe sein Amt als CEO aus persönlichen Gründen niedergelegt. „Ich bedaure zutiefst, dass es für mich derzeit keine Handlungsalternative gibt, aber das Unternehmen braucht in der aktuellen spannenden Phase der Expansion einen Vorstand, der dem Unternehmen mit seinem gesamten Fokus und voller Energie zur Verfügung stehen kann“, wird Wohnig zitiert. „Ich übergebe ein Unternehmen, das dafür sehr gut vorbereitet ist, und mit Susanne Küppers und Dr. Robert Marx an ein künftiges sehr kompetentes Führungsduo, das die Ziele des Unternehmens erfolgreich umsetzen wird.“

Marx kommt vom Chemieunternehmen Clariant und wird im Vorstand künftig die Bereiche R&D, Produktion und Projektentwicklung verantworten. Susanne Küppers, bisher CFO und Vorstandsmitglied wird kommissarisch unter anderem die Bereiche Corporate Development, Business Development und Vertrieb von Wohnig übernehmen. Wer künftig CEO sein wird, bleibt offen.

Neuer CTO bei APK: Robert Marx (Foto: APK)

„Wir schätzen Klaus Wohnigs Beitrag in den letzten zehn Jahren bei APK, der enorm wichtig war, um APK dahin zu entwickeln, wo das Unternehmen heute ist: reif für den Durchbruch in der Circular Economy für Polyolefine“, erklärt Casper Frijns, Vorsitzender des Aufsichtsrats. „Wir danken Herrn Wohnig für seine erfolgreiche Arbeit und unsere vertrauensvolle Kooperation und wünschen ihm für seine persönliche und berufliche Zukunft alles Gute.”

APK wurde 2008 mit dem Ziel gegründet, Kunststoffrezyklate mit größtmöglichem Reinheitsgrad aus Kunststoffabfällen zu gewinnen. Dafür hat das Unternehmen eine Recyclingtechnologie entwickelt, die mechanische und lösungsmittelbasierte Schritte kombiniert. Derzeit beschäftigt APK etwa 200 Arbeitnehmer in der Produktionsanlage am Standort Merseburg (Sachsen-Anhalt) und verfügt über eine jährliche Recyclingkapazität von bis zu 20.000 Tonnen. Die APK-Kunststoffrezyklate werden unter den Namen Mersalen und Mersamid vermarktet.

320°/re

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