Recyclingfähigkeit

Der eine produziert Klebstoffe und Beschichtungen, der andere weiß, wie man recyclingfähige Produkte herstellt: Henkel und cyclos-HTP werden künftig kooperieren. Sie wollen gemeinsam recyclingfähige Verpackungen entwickeln.

Henkel und cyclos-HTP schließen strategische Partnerschaft


Wie Henkel mitteilt, zielt die strategische Partnerschaft darauf ab, die Recycling-Expertise von cyclos-HTP für die Herstellung von Klebstoffen und Beschichtungen zu nutzen. „Die Zusammenarbeit ermöglicht beiden Unternehmen, die Entwicklung von nachhaltigen Verpackungs- und Konsumgüterlösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette so zugänglich und einfach wie möglich zu gestalten“, heißt es in einer Mitteilung.

cyclos-HTP gilt als eines der führenden europäischen Institute für die Prüfung und Zertifizierung von Recyclingfähigkeit. Laut Mitteilung will das Institut auch weiterhin als neutrale Prüf- und Zertifizierungsstelle agieren. Durch die Partnerschaft mit Henkel werde man die Dienstleistungen einer breiteren Kundenbasis anbieten können.

Henkel selbst verspricht sich von der Partnerschaft den Zugang zu internen Testverfahren und Zertifizierungen sowie eine gemeinsame materialwissenschaftliche Forschung und Entwicklung. „Diese wichtige Partnerschaft mit CHI legt den Grundstein für unsere Vision eines 360°-Kompetenzzentrums für Verpackungen und Konsumgüter“, erklärt Csaba Szendrei, Corporate Senior Vice President und globaler Leiter von Henkels Division für Verpackungs- und Konsumgüterklebstoffe. „Darüber hinaus ermöglicht sie uns und unseren Kunden, Entwicklungszyklen zu beschleunigen und die Bewertung der Recyclingfähigkeit noch früher in den Designprozess zu integrieren.“

Die Recyclingfähigkeit müsse im Designprozess frühzeitig berücksichtigt werden, damit am Ende des Lebenszyklus einer Verpackung ein hochwertiger Sekundärrohstoff entstehen könne, betont Joachim Christiani, Geschäftsführer von cyclos-HTP. „Unsere strategische und langfristige Partnerschaft mit Henkel ist ein wichtiger Meilenstein, um dies entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu realisieren.“


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