Grüner Punkt

Ein halbes Jahr nach der Übernahme des Grünen Punkts durch Circular Resources übernimmt deren Chef auch das Ruder bei DSD. Der bisherige CEO, Michael Wiener, wechselt in den Beirat.

Auguste übernimmt DSD-Chefposten


Laurent Auguste, bislang CEO von Circular Resources, wird zum 1. Januar 2023 auch die Führung des Grünen Punkts übernehmen. Der bisherige CEO Michael Wiener wird in den Beirat des Grünen Punkts wechseln. Circular Resources hatte im August dieses Jahres den Grünen Punkt vollständig übernommen. Jetzt zeigt sich der Eigentümerwechsel auch an der Spitze des Grünen Punkts.

Der bisherige CEO von Circular Resources und neue CEO vom Grünen Punkt, Laurent Auguste, beschreibt Circular Resources als ein „Team von Investoren, Entrepreneurs und Individuen“. Gegründet wurde es von Carlos Monreal, der auch das chemische Recyclingunternehmen Plastic Energy gegründet hat. An Monreals Seite stehen die beiden deutschen Geschäftsleute Ralf Huep und Karl-Georg Altenburg, die über ihren Investmentfonds CirCap in Circular Resources investieren wollten. Huep ist inzwischen Beiratsvorsitzender des Grünen Punkts.

Laurent Auguste (links) und Michael Wiener (Foto: DSD – Duales System Holding)

Michael Wiener kam 2006 als Vertriebsleiter zum Grünen Punkt und stieg 2015 zum CEO auf. „Ich sehe mit großer Dankbarkeit auf die vielen Jahre beim Grünen Punkt zurück und auch mit Stolz darauf, was wir hier als Geschäftsführung gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgebaut haben“, sagt Wiener. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und darauf, im Beirat mit neuer Funktion die Zukunft des Kunststoffrecyclings mitzugestalten. Und ich freue mich besonders darauf, weiter mit Carlos, Ralf und Laurent zu arbeiten und mit ihnen gemeinsam unsere Visionen eines ganzheitlichen Kunststoffrecyclings Wirklichkeit werden zu lassen.“

Nach der Übernahme durch Circular Resources hatte der Grüne Punkt angekündigt, weiter in das mechanische Recycling zu investieren. Außerdem sollte das Portfolio um das chemische Recycling erweitert werden. Hintergrund dürfte unter anderem die Verbindung von Circular Resources-Eigentümer Carlos Monreal zu Plastic Energy sein. Plastic Energy hatte 2020 angekündigt, bis zum Jahr 2030 weltweit mindestens 50 Anlagen für das chemische Recycling in Betrieb zu nehmen. Dafür hat der Recycler mehrere Partnerschaften geschlossen, unter anderem mit dem Mineralölkonzern TotalEnergies und dem Kunststoffhersteller Ineos.

320°/re

Mehr zum Thema
Mauerstein aus Ziegelmehl und Bauschutt
Pyrum und Polyfuels planen vier Pyrolyseanlagen
Die Finnen sind am nachhaltigsten
Glasrecycling in Disney World
Wasserstoff aus Siedlungsabfall: EU fördert RWE-Projekt
US-Plastikrecycler PureCycle will Fuß auf EU-Markt setzen
Prognose für 2030: Aufkommen an Altbatterien in Europa wird sich mehr als verachtfachen
Normungsroadmap Circular Economy ist fertig
Chemisches Recycling: Welche Branchen das größte Interesse zeigen
Bottle-to-Bottle Recycling: RCS vervierfacht Kapazitäten