Umfrage

Bis 2030 sollen in Deutschland 15 Millionen E-Autos über die Straßen rollen. Davon ist man hierzulande weit entfernt. Auch deshalb, weil Stromer nicht attraktiv genug sind: Nur wenige Verbraucher wollen sich für ein Elektroauto entscheiden.

Interesse an Elektroautos bleibt mäßig


Der Umstieg auf Elektroautos wird einer Verbraucherumfrage zufolge von steigenden Kosten und fehlender Infrastruktur gebremst. Trotz wachsender Modellauswahl würden nur 16 Prozent der Befragten beim nächsten Autokauf einen reinen Stromer nehmen, teilt die Unternehmensberatung Deloitte mit. Das ist nur marginal mehr als Ende 2021, als 15 Prozent der Befragten sich für ein E-Auto entscheiden wollten.

Wie Deloitte deutlich macht, sind niedrigere Betriebskosten und staatliche Kaufprämien die wesentlichen Argumente für den Kauf eines E-Autos. „Nun schießen die Stromkosten in die Höhe, während die Förderung sukzessive zurückgefahren wird und 2025 sogar ausläuft“, gibt Branchenexperte Harald Proff zu bedenken. „Das wird dazu führen, dass künftig weniger Elektroautos verkauft werden.“

Deloitte befragte im Herbst 2022 rund 26.000 Verbraucher in 24 Ländern, darunter 1.506 in Deutschland. Als wichtigstes Argument für den Kauf eines E-Autos geben die deutschen Verbraucher niedrigere Treibstoffkosten an, gefolgt von Sorgen wegen des Klimawandels und Förderprogrammen durch die Regierung. Als größte Bedenken führen sie die Reichweite an: Mit 57 Prozent wird sie am häufigsten genannt, gefolgt von einer fehlenden öffentlichen Ladeinfrastruktur (47 Prozent), der Ladezeit und der nicht vorhandenen Lademöglichkeit im eigenen Zuhause (je 45 Prozent).

Ein Viertel der Befragten erwartet der Erhebung zufolge mindestens 500 Kilometer Reichweite, ein weiteres Drittel mindestens 600 Kilometer. Wäre klimafreundlicher Kraftstoff (E-Fuel) in größeren Stil verfügbar, würde die Hälfte jener, die am Kauf eines Elektroautos interessiert, lieber einen Verbrenner kaufen.


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Wie die Umfrage ebenfalls zeigt, würden 75 Prozent der in Deutschland Befragten ihr E-Auto am häufigsten zu Hause laden. Dieser Wunsch sei im Vergleich zum Vorjahr (70 Prozent) gestiegen, obwohl Lademöglichkeiten gerade in dicht besiedelten Städten fehlten.

In China sei die Akzeptanz für reine Stromer größer. Dort kauften 27 Prozent ein E-Auto. Wichtigstes Kaufargument dort sei das Fahrerlebnis.

320°/dpa

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