Wiederaufbereitung

Die Firma Encory, ein Joint Venture von BMW und Interzero, plant eine europaweite Logistikplattform für die Rückführung und Wiederaufbereitung von Automobilkomponenten. Dabei sollen zwei Partner helfen. Im Frühjahr soll es losgehen.

Encory plant europaweite Plattform für gebrauchte Autoteile


Zusammen mit den beiden Partnern Kühne Logistics University (KLU) und dem Netzwerk Circularity will die Firma Encory eine europaweite Logistikplattform für die Rückführung und Wiederaufbereitung von Automobilkomponenten aufbauen. Im Vordergrund steht die Wiederaufbereitung von Altteilen konventioneller Verbrennerfahrzeuge, aber auch Elektrofahrzeuge sollen berücksichtigt werden. Auf diese Weise sollen die Kosten für Ersatzteile sowie der CO2-Verbrauch gedrosselt werden.

Das Projekt trägt den Namen „Ce:VersA“. Wie es heißt, wollen die drei Partner eine europäische Allianz zum Aufbau einer „Rückwärtslogistik in der Aftersales-Logistik zwischen Automobilherstellern (OEMs), Komponentenherstellern (OESs) und Logistikunternehmen“ aufbauen. „Unsere Vision ist es, die Circular Economy in der Automobilbranche zu standardisieren“, erklärt Marko Rehmböck, Geschäftsführer bei Encory. „Wenn alle Prozessbeteiligten eine einheitliche Plattform nutzen, kann die kosten- und CO2-effiziente Supply Chain schon bald Realität werden.“

Für das Frühjahr planen die drei Partner Kick-off Workshops mit Vertretern aus Wissenschaft und Politik, um den Aufbau der Plattform zu verwirklichen. Das Joint Venture Encory wurde 2016 von BMW und Interzero (damals noch Interseroh) gegründet. Sitz der Firma ist in München.

320°/re

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