3A Composites

Verbundwerkstoffe mit Aluminium werden oft für Fassaden und Displayaufsteller verwendet. Einen organisierten Wertstoffkreislauf gibt es hierfür in Europa nicht. Der Hersteller 3a Composites macht jetzt den Anfang - zusammen mit der Firma Pekutherm.

Kreislaufwirtschaft für Aluminium-Verbundmaterialien


Das Angebot zur Rücknahme von 3A Composites-Aluminiumverbundplatten wird zunächst in Deutschland starten und soll künftig auf weitere europäische Länder ausgeweitet werden. Für die Sammlung der Wertstoffe arbeitet die Firma mit dem Recyclingunternehmen Pekutherm zusammen, das den Verarbeitern die sogenannte Ecobox zur Verfügung stellt, in der Rest- und Altmaterial gesammelt werden kann. Pekutherm holt die Boxen dann ab.

3A Composites ist nach eigenen Angaben der erste Hersteller von Aluminiumverbundplatten in Europa, der einen solchen Wertstoffkreislauf anbietet. „Mit diesem Wertstoffkreislauf setzen wir die Verpflichtung zum Schutz der Umwelt konsequent um und tragen dazu bei, die Kreislaufwirtschaft maßgeblich voranzutreiben“, sagt Moritz Pieper, verantwortlich für Circular Economy bei 3A Composites Europe.

Pekutherm ist ein Spezialist für Kunststoffrecycling, der vor allem PMMA (Acrylglas), Polycarbonat (PC) sammelt und aufbereitet. Aktuell hat das Unternehmen rund 7.000 spezielle Sammelcontainer für hochwertige technische Kunststoffe bei Verarbeitern von Acrylglas, Messe- und Ladenbaubetrieben und weiteren Wirtschaftszweigen im Umlauf.


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„Verbundwerkstoffe mit Aluminium sind leicht und werden für Fassaden, in der Display- und Werbebranche bis zu Verkehrsbeschilderung genutzt“, sagt Heiko Pfister, Geschäftsführer von Pekutherm. Die Firma hat schon im vergangenen Jahr Alu-Verbundwerkstoffe gesammelt. „Damit konnten wir bereits die Recycling-Quote hochwertiger Kunststoffe signifikant erhöhen und in 2022 über 200 Tonnen DIBOND-Verbundmaterial sammeln und recyceln. Unser Ziel ist eine Erhöhung auf 1.000 Tonnen, was dann einer CO2-Ersparnis von 5.000 Tonnen entsprechen wird“, so Pfister.

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