Zahlen für 2022
Das Wachstum des Recyclingkonzerns Remondis hält an. Im vergangenen Jahr legte der Konzernumsatz um zehn Prozent zu. Grund waren unter anderem höhere Preise.
Remondis verbucht kräftiges Umsatzwachstum
Deutschlands größtes Recyclingunternehmen Remondis hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Wie der Konzern auf dpa-Anfrage mitteilte, kletterten die Erlöse gegenüber 2021 um zehn Prozent auf 12,6 Milliarden Euro. Damit hat sich der Umsatz in den vergangenen sechs Jahren mehr als verdoppelt.
Remondis bleibt damit mit großem Abstand das umsatzstärkste Recyclingunternehmen in Deutschland. Auf Platz zwei folgt die Firma PreZero aus Neckarsulm, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,9 Milliarden Euro erzielte und wie die Discounterkette Lidl zur Schwarz-Gruppe gehört.
Als Grund für den Umsatzanstieg nennt Remondis unter anderem höhere Preise. Den Gewinn veröffentlicht der Konzern nicht. Die Zahl der Beschäftigten stieg im vergangenen Jahr um rund 1.000 auf 41.000.
Remondis blickt nach eigenen Angaben zuversichtlich in die Zukunft und hofft dabei auf Rückendeckung durch den Gesetzgeber, um den Einsatz von recycelten Materialien in der Industrie zu erhöhen. „Die deutsche Industrie deckt ihren Rohstoffbedarf derzeit nur zu 14 Prozent aus recycelten Materialien“, sagt Remondis-Sprecher Michael Schneider. Dieser Anteil sollte schrittweise auf 30 Prozent erhöht werden.
Auch den Staat sieht Remondis-Sprecher Schneider in der Pflicht. „Das Beschaffungsvolumen der öffentlichen Hand ist riesig, aber der Recyclinganteil spielt bei den Einkäufen kaum eine Rolle.“










