Kunststoffharze

Der Chemiekonzern Dow kommt mit zwei neuen Kunststoffharzen auf den Markt: Das Besondere: Sie bestehen aus Post-Consumer-Kunststoffabfällen – in einem Fall sogar zu 100 Prozent.

Neue Kunststoffharze: Aus Kunststoffabfällen werden Schrumpffolien


Kunststoffabfälle aus Haushalten als Rohstoffquelle für Schrumpffolien? Damit tat sich die Kunststoffindustrie wegen der teilweise starken Verunreinigung bisher schwer. Der Chemiekonzern Dow hat nun eine Recyclinglösung gefunden.

Dow hat zwei neue Typen von Kunststoffharzen mit Recyclinganteilen entwickelt, die für Non-Food-Verpackungen zugelassen sind: Das eine besteht demnach vollständig aus recycelten Post-Consumer-Kunststoffabfällen, das andere ist eine Qualität mit bis zu 85 Prozent Recyclinganteil. Beide Harze vermarktet der Chemiekonzern unter dem Markennamen „Revoloop“. Beide Typen sollen zudem recyclingfähig sein.

Bei der Entwicklung der neuen Kunststoffharze hat Dow mit der RKW-Gruppe, einem der führenden Hersteller von Schrumpffolien in Europa, zusammengearbeitet. „Diese Zusammenarbeit bringt eine brandneue Sammelschrumpffolie auf den Markt“, so Konrad Noniewicz, Director R&D & Application Engineering bei der RKW Group. Das Endprodukt sei eine Sammelschrumpffolie, die den hohen Anforderungen der Markenartikler entspreche.

Auf der Plastics Recycling Show am 19. und 20. Juni in Amsterdam stellt Dow die neuen Kunststoffharze vor. Der Chemiekonzern hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 jährlich drei Millionen Tonnen kreislauffähige und erneuerbare Lösungen auf den Markt zu bringen.

320°/re

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