Kunststoffabfälle
Mit der Newcycling-Technologie von APK können offenbar nicht nur Mehrschichtfolien, sondern auch Post-Consumer-Abfälle recycelt werden. Dies hätten Versuche im industriellen Maßstab gezeigt. APK plant nun Rezyklate für den Bereich Personal Care.
APK-Technologie auch für Post-Consumer-Abfälle
Nach dem Recycling von Abfällen aus der Produktion von Mehrschichtfolien will der Kunststoffrecycler APK nun auch Post-Consumer-Abfälle aufbereiten. Dazu setzt APK die firmeneigene Newcycling-Technologie ein, die mechanische Voraufbereitungsschritte mit lösemittelbasierten Reinigungs- und Trennverfahren kombiniert. Ziel ist die Herstellung von sortenreinen Rezyklaten mit hoher Qualität.
„Wir konnten den Labormaßstab um das 200-fache erhöhen und sind damit bei einem industriellen Maßstab angelangt “, erläutert Robert Marx, APK-Technikvorstand, die Versuche mit Post-Consumer-Abfällen. Das resultierende LDPE-Rezyklat könne für sensible Anwendungen wie Verpackungen im Personal Care-Bereich verwendet werden.
Die Versuche wurden in der Pilotanlage des Tochterunternehmens APK Newcycling Competence Center GmbH (APK NCC) durchgeführt. Dabei sei auch die Qualität der Rezyklate hinsichtlich Entfärbung und Ausbeute verbessert worden. „Wir haben gezeigt, dass Rezyklate aus unseren Kampagnen für Personal Care Anwendungen, insbesondere für cosmetic rinse-off Anwendungen, verwendet werden können“, sagt Hagen Hanel, Leiter Technologie und Wissenschaft bei APK NCC. Externe Toxikologen hätten dies bestätigt.
APK befindet sich seit Ende Mai in einem vorläufigen Eigenverwaltungsverfahren, um die drohende Zahlungsunfähigkeit abzuwenden und das Unternehmen zu sanieren. In einem solchen Verfahren bleibt die Geschäftsführung handlungs- und weisungsbefugt. Der Geschäftsbetrieb wird aufrechterhalten, die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter werden für drei Monate von der Bundesagentur für Arbeit übernommen.
Hintergrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind laut APK unterschiedliche Interessen der bisherigen Investoren an der Entwicklung des Unternehmens. Deshalb sei über einen längeren Zeitraum keine Einigung über wichtige Finanzierungsschritte erzielt worden.







