Reifensortiment
Die Fahrradreifen von Schwalbe werden umweltfreundlicher. Ab sofort wird ein großer Teil des Sortiments aus recyceltem Ruß hergestellt. Die Altreifen stammen unter anderem aus dem Schwalbe-Recycling-System.
Schwalbe setzt in großem Stil auf recycelten Ruß
Ein Jahr nach der Einführung des „Green Marathon“, des weltweit ersten Reifens, der teilweise aus Altreifen hergestellt wird, stellt der Fahrradreifenhersteller Schwalbe sein Sortiment um. Ab sofort werden 70 Prozent der Schwalbe-Reifen mit recyceltem Ruß (rCB) produziert. Das Recyclingmaterial ersetzt den bisher verwendeten fossilen Industrieruß vollständig und reduziert den CO₂-Ausstoß um 80 Prozent. Der recycelte Ruß stammt von der Firma Pyrum Innovations, die ein Pyrolyseverfahren für Altreifen einsetzt, um Pyrolyseöl, recycelten Ruß und Gas zu erzeugen.
„Das ist ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg der ökologischen Verantwortung“, erklärt Felix Jahn, Leiter der Abteilung Corporate Social Responsibility (CSR) bei Schwalbe. Durch intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit sei es gelungen, auf rCB umzustellen, ohne Kompromisse bei Qualität und Performance der Reifen eingehen zu müssen. „Das ist immer unsere oberste Prämisse beim Einsatz von recycelten Materialien“, betont Jahn.
Der Einsatz von rCB erstreckt sich nun auch auf Schwalbes High-End-Reifen für Rennräder, Gravel- und Mountainbikes sowie City- und Lastenräder. Ausgenommen sind lediglich Reifen mit der Gummimischung ADDIX Ultra Soft und die Modelle der Active Line. Hier sei der Einsatz von rCB derzeit noch nicht ohne Qualitätseinbußen möglich, werde aber weiter erforscht.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher bleiben Design, Anwendung und Preis der Reifen unverändert. Ein Teil der Altreifen für die Pyrolyse in Pyrum stammt aus dem Schwalbe Recycling System, einem Rücknahmesystem, das Schwalbe 2021 im Fachhandel eingeführt hat. Bisher beteiligen sich rund 1.800 Fachhändler. Bis Ende April dieses Jahres seien somit 940.000 Reifen recycelt worden.





