Verpackungen

Polysecure und die Hochschule Pforzheim arbeiten an „Sort4Circle“, einer neuen Sortiertechnologie. Sie soll das Recycling von Verpackungen optimieren. In Freiburg entsteht dafür eine Pilotanlage.

Neue Sortiertechnologie mit „Sort4Circle“


Die Hochschule Pforzheim und das Technologieunternehmen Polysecure aus Freiburg arbeiten gemeinsam an der neuen Sortiertechnologie „Sort4Circle“, die das Recycling von Kunststoffen und anderen Materialien verbessern soll.

Wie beide Partner mitteilen, unterscheidet sich die Sort4Circle-Technologie grundlegend von bestehenden Verfahren, die vor allem auf Verpackungskunststoffe und die Aufkonzentration von wenigen Werkstoffgruppen abzielten. „Sort4Circle hingegen ermöglicht erstmals eine schnelle und präzise Identifikation einzelner Verpackungen und deren direkte Zuordnung zu sehr reinen und damit gut verwertbaren Materialgruppen.“

Dazu wurde ein neuartiges Detektormodul entwickelt, das mittels Nahinfrarottechnik und fluoreszierenden Markersubstanzen gleichzeitig Verpackungskennzeichen wie Farbe und Bild jedes Objekts sowie die Werkstoffe erfasst. Damit wird der Ansatz des von Polysecure patentierten Tracer-Based-Sorting (TBS) verfolgt, das fluoreszierende Zusätze nutzt, um die Identifikation von Objekten unabhängig von ihrer Beschaffenheit zu gewährleisten.

Polysecure wird die Pilotanlage entwickeln und in Freiburg errichten. Die Hochschule Pforzheim generiert in diesem Rahmen wirtschaftliche, technische und ökologische Daten für die Kreislaufführung der Kunststoffströme.

Darüber hinaus führt das Projektkonsortium eine deutschlandweite Erfassungs- und Sortierstudie durch, um die Qualität und Quantität der anfallenden Kunststoffabfälle zu analysieren und grundlegende Auslegungsdaten für die Weiterentwicklung des Sort4Circle-Verfahrens zu generieren. Das Land Baden-Württemberg fördert das Projekt mit insgesamt 1,5 Millionen Euro.

320°/re

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