Recyclingmetalle
Remex baut seine Präsenz in Asien aus. In Singapur betreibt die Gruppe bereits eine Aufbereitungsanlage für Hausmüllverbrennungsasche. Nun folgt eine Beteiligung an einem Metallrecycler.
Metallrecycling: Remex übernimmt NEO Hardware in Singapur
Die Düsseldorfer Remex-Gruppe baut ihre Aktivitäten in Asien weiter aus. Über ihre Tochtergesellschaft Remex Minerals Singapore hat das Unternehmen 51 Prozent der Anteile an dem singapurischen Metallrecyclingunternehmen NEO Hardware übernommen. Der Kauf, der rückwirkend zum 1. November 2023 wirtschaftlich wirksam wird, hat ein Investitionsvolumen im zweistelligen Millionenbereich.
Remex ist seit fast zehn Jahren in Singapur aktiv und betreibt dort eine Aufbereitungsanlage für Hausmüllverbrennungsasche der fünf Müllverbrennungsanlagen des Stadtstaates. Aus der Asche werden unter anderem Asche Eisen- und Nichteisenmetalle zurückgewonnen.
„Mit der Investition in NEO erweitern wir unser Service-Portfolio in Singapur entlang der vorhandenen Wertschöpfungskette“, erklärt Michael Stoll, Geschäftsführer der REMEX GmbH. Ziel sei es, das Geschäft in der Region weiter zu diversifizieren, beispielsweise durch die Entsorgung und das Recycling zusätzlicher Abfallarten. Bereits 2021 investierte Remex in eine zusätzliche Metallaufbereitungsanlage in Tuas, einer Industrieregion in Singapur.
Zwei Standorte
NEO verarbeitet und handelt rund 140.000 Tonnen Metalle pro Jahr. Das Unternehmen betreibt zwei Standorte im Zentrum und im Westen von Singapur. Etwa die Hälfte der gehandelten Mengen wird exportiert, vor allem nach Indien, Indonesien und Malaysia.
Mit der Übernahme wird auch die Geschäftsführung von NEO neu strukturiert. Neo Jia Le, ein Mitglied der Gründerfamilie, wird weiterhin in der Geschäftsführung tätig sein bleiben. Zusätzlich hat Remex Xindi Wang zum Geschäftsführer ernannt. Wang, ein in Deutschland ausgebildeter Materialwissenschaftler und langjähriger Mitarbeiter von Remex, war bisher für das Büro des Unternehmens in Shenzhen, China, verantwortlich.


