Rücknahmelösung
Das Rücknahmesystem WEEE Europe hat sich in Pronexa umbenannt. Damit reagiert das Unternehmen auf die Erweiterung seines Portfolios. Neben Verpackungen sollen künftig noch weitere Stoffströme hinzukommen.
Aus WEEE Europe wird Pronexa
Was 2014 als Joint Venture von 19 führenden Producer Responsibility Organisationen (PROs) unter dem Namen WEEE Europe AG startete, firmiert seit kurzem unter dem neuen Namen Pronexa. Das Rebranding sei Ausdruck einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens, teilt das Compliance-Beratungsunternehmen mit.
Hintergrund ist die Reform der „Packaging and Packaging Waste Regulation“ (PPWR). „Für produzierende Unternehmen bedeutet das eine tiefgreifende Umstellung der Produktionsprozesse mit Zielvorgaben zu Ökodesign und Verwendung von recyceltem Material sowie weitreichenden Informationspflichten“, sagt CEO Christian Ludwig. Geplant sei, neben Verpackungen künftig noch weitere Materialströme in das Portfolio aufzunehmen.

Bisher betreibt Pronexa ein Entsorgungsnetz mit 100.000 Sammelstellen in 30 Ländern. Auf diese Weise würden jährlich 2,5 Millionen Tonnen Elektroschrott gesammelt und recycelt – das entspricht mehr als die Hälfte des gesamten europäischen Aufkommens.
Der neue Firmenname soll die erweiterte Ausrichtung widerspiegeln: „Pro“ für die Producer Responsibility Organisationen und „nexa“ für das vernetzte Bündnis der Organisationen. „Wir bündeln die lokale Kompetenz und schaffen übergreifende Lösungen“, so Ludwig.
„Die höchste Hürde für Unternehmen ist die praktische Umsetzung gesetzlicher Regularien, insbesondere, weil diese je nach Land stark variieren“, sagt Christian Ludwig, der vor der Gründung von Pronexa mehrere Jahre bei Osram im Bereich WEEE tätig war. So verlangten manche Länder die Mengenmeldungen in Kilogramm, andere in Stückzahlen. Einige würden Registrierungsnummern für WEEE und Batterien oder den Ausweis von Entsorgungsgebühren auf der Rechnung vorschreiben, während Letzteres in anderen Ländern unter Strafe stehe. Diese Unterschiede seien auch bei der Überführung der PPWR-Reform in die jeweiligen Landesgesetze zu erwarten.








