Biomasseheizkraftwerk

An seinem Standort in Singen am Bodensee hat der Pharmakonzern Takeda ein Biomasseheizkraftwerk in Betrieb genommen. Befeuert wird die Anlage mit Altholz. Perspektivisch soll auch Strom erzeugt werden.

Pharmakonzern Takeda heizt mit Altholz


Der Pharmakonzern Takeda hat am Dienstag in Singen am Bodensee ein neues Biomasseheizkraftwerk offiziell in Betrieb genommen. Mit einer Investitionssumme von 14,5 Millionen Euro soll die Anlage künftig 80 Prozent der bisherigen Gasversorgung am Standort ersetzen.

Dazu verarbeitet ein 8-Megawatt-Dampfkessel täglich bis zu 40 Tonnen Altholz aus der Region. Dadurch sollen jährlich 7.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. Wie das Unternehmen mitteilt, würde dies den CO2-Ausstoß um bis zu 80 Prozent reduzieren. „Mit dem neuen Heizwerk stärken wir unsere Resilienz, reduzieren Emissionen und leisten einen Beitrag zur globalen Klimastrategie unseres Unternehmens“, sagt Ingeborg R. Borgheim, Sprecherin der Geschäftsführung von Takeda in Deutschland.

Perspektivisch ist die Anlage auch für die Integration einer Dampfturbine vorbereitet, mit der neben Wärme auch Strom erzeugt werden kann. Damit strebt der Konzern eine weitgehende Unabhängigkeit von externen Energielieferungen und Preisschwankungen an.

Takeda hat seinen Hauptsitz in Japan. Der Konzern gehört zu den zehn größten Pharmaunternehmen weltweit und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 in der gesamten Wertschöpfungskette netto null Treibhausgasemissionen zu erreichen. In Deutschland beschäftigt Takeda mehr als 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das neue Biomasseheizkraftwerk soll dazu beitragen, den hohen Energiebedarf am Standort Singen nachhaltig zu decken. Das Bundeswirtschaftsministerium hat das Projekt mit Fördermitteln unterstützt.

320°/re

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