Verpackungen
Greenwashing bei Verpackungen wird bald deutlich schwieriger werden. Ab 2026 müssen Nachhaltigkeitssiegel durch unabhängige Prüfungen belegt werden können. Dafür gibt es nun ein neues Angebot.
Neues Siegel für Recyclingfähigkeit
Was bisher als Marketing-Behauptung ohne solide Grundlage durchging, muss künftig nachweisbar sein: Ab 2026 dürfen Nachhaltigkeitssiegel nur noch auf Basis einer unabhängigen Zertifizierung vergeben werden. Die drei Branchenexperten flustix, RecycleMe und TÜV Süd bieten dafür ein neues System zur Bewertung, Zertifizierung und rechtskonformen Kennzeichnung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen an.
Die Kooperation umfasst drei Schritte: RecycleMe bewertet die Recyclingfähigkeit einer Verpackung anhand eines digitalen Modells. Dieses berücksichtigt Materialdaten, produktspezifische Faktoren und regionale Verwertungsrealitäten.
Anschließend führt TÜV SÜD eine Konformitätsbewertung durch und bestätigt mit Ausstellung eines Zertifikats die Einhaltung des Mindeststandards für die Bemessung der Recyclingfähigkeit von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen gemäß § 21 Abs. 3 Verpackungsgesetz, der DIN EN 13430:2004 sowie der ISO 15270:2008. Zusätzlich werden im Prüfprozess bereits absehbare Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) hinsichtlich der Recyclingfähigkeit antizipiert.
Nach erfolgreicher Zertifizierung vergibt flustix Im letzten Schritt das Siegel „flustix Recyclable“. Das Siegel erfülle die Anforderungen der Green Claims Richtlinie und der Empowering Consumers for Green Transition Richtlinie, betont Malte Biss, Geschäftsführer von flustix.







