Neue Anlage

Der Metallkonzern Aurubis investiert in eine neue Anlage zur Probenpräparation. Die neue Anlage soll die Analyse von Recyclingmaterialien von fünf Tagen auf einen verkürzen.

Aurubis automatisiert Probenpräparation


Wer aus komplexen Abfallströmen wertvolle Metalle zurückgewinnen will, muss zunächst wissen, was in den angelieferten Materialien steckt. Der Kupferproduzent und -recycler Aurubis hat dafür an seinem Hamburger Standort eine neue vollautomatisierte Probenpräparationsanlage in Betrieb genommen.

Die neue Einheit kann bis zu 20.000 Proben pro Jahr verarbeiten und verdoppelt damit die bisherige Kapazität der Probenaufbereitung im Hamburger Werk. Die Maschine entnimmt und zermahlt Materialproben vollautomatisch, um dann den Wert von angeliefertem Elektronikschrott oder metallhaltigen Schlacken zu bestimmen.

Durch ihre modulare Bauweise könne die neue Anlage ein breites Spektrum an Materialien verarbeiten, das in dieser Kombination als weltweit einzigartig sei, erklärt Aurubis. Neben Elektronikschrott und Schlacken bereitet die Maschine auch Proben von Katalysatoren, Schlämmen, Konzentraten sowie Anodenschlämmen vollautomatisch für die Analyse vor.

Weniger menschliche Fehler

„Der entscheidende Fortschritt manifestiert sich in der Zeitersparnis“, betont der Metallkonzern. „Benötigte die Probenpräparation bislang bis zu fünf Tage, so reduziert die neue Anlage diesen Zeitraum auf nur noch einen Tag.“

Zudem wurde die Anlage wurde in einem geschlossenen System konzipiert, das mit modernen Filter- und Absauganlagen ausgestattet ist. Dies soll zu einer Verbesserung des Arbeits- und Umweltschutzes am Standort führen. Zugleich soll die Automatisierung mittels Authentifizierungssystemen die Prozesssicherheit erhöhen, da menschliche Fehlerquellen minimiert und Kontaminationen der Proben ausgeschlossen werden.

Die neue Anlage ist Teil einer umfassenden Strategie zur weiteren Automatisierung und Modernisierung der Probenahmeprozesse. Künftig sollen weitere Standorte mit entsprechenden Anlagen ausgestattet werden.

320°/re

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