Neue Anlage
Die Mercedes-Tochter Accumotive will am Standort Kamenz ein neues „Battery ReUse Center“ eröffnen. Dort sollen gebrauchte Mercedes-Akkus aufbereitet und dann als Ersatzteile genutzt werden. Seit Neuestem wird im Kamenz auch eine neue Batteriegeneration gefertigt.
Mercedes will gebrauchte Batterien für Ersatzteile nutzen
In nur zehn Minuten soll Strom für 325 Kilometer fließen. Mit diesem Versprechen schickt Mercedes-Benz die neue Batteriegeneration für den vollelektrischen CLA ins Rennen. Die neue Batterie soll den CLA auf eine Reichweite von bis zu 792 Kilometern bringen.
Möglich macht dies eine neue Generation von Antriebsbatterien, deren Serienproduktion die Mercedes-Tochter Accumotive am sächsischen Standort Kamenz gestartet hat. Die fertigen Systeme versorgen von dort aus das Werk in Rastatt, wo der CLA vom Band läuft.
Ab dem kommenden Jahr will Accumotive auch gebrauchte Batterien aufbereiten, um sie dann als Ersatzteile nutzen zu können. Geplant ist ein sogenanntes „Battery ReUse Center Europe“, das Reparaturlösungen für frühere Mercedes-Benz-Batteriegenerationen übernehmen soll, die im Aftersales-Netzwerk des Unternehmens wiederverwendet werden. Dazu soll ein bestehendes Gebäude auf dem Werksgelände umgebaut und erweitert werden. Die Arbeiten dazu haben bereits begonnen, die Inbetriebnahme der Anlagen ist für Anfang 2026 geplant.
Second-Life-Speicher und Recyclinganlage
Der Ansatz von Mercedes-Benz sieht neben der Wiederverwendung von Batterien als Ersatzteil auch die Weiterverwendung vor. Mit dem Tochterunternehmen Mercedes-Benz Energy mit Sitz im sächsischen Großröhrsdorf hat der Konzern ein Geschäftsmodell mit stationären Großspeicheranwendungen etabliert. Batterien, die nicht mehr im Fahrzeug einsetzbar sind, werden somit in einem Second-Life-Speicher weitergenutzt.
Seit Oktober 2024 ist Mercedes-Benz auch im Recyclinggeschäft tätig. Am Standort Kuppenheim in Baden-Württemberg hat das Unternehmen seine erste Batterierecyclinganlage mit integriertem mechanisch-hydrometallurgischem Verfahren eröffnet. Die Kapazität liegt bei 2.500 Tonnen Recyclingmaterial pro Jahr – das entspricht einer Rohstoffmenge für die Produktion von mehr als 50.000 neuen Batteriemodulen.



