Elektroautos

Laut einem Bericht plant Brüssel das Aus für Dienstwagen mit Verbrennungsmotor bereits fünf Jahre früher als für Privat-Pkw. Die Reaktionen der Autoindustrie fallen eindeutig aus – auch die vonseiten der Bundesregierung.

EU-Kommission: Noch kein Beschluss zu CO2-Regeln für Firmenwagen


Die EU-Kommission hat nach eigenen Angaben noch keine Entscheidung zu möglichen Klimavorschlägen für Dienstwagen getroffen. Ein Sprecher der Behörde sagte, die Industrie habe den Wunsch geäußert die CO2-Normen für Unternehmensflotten zu präzisieren. Derzeit werde an einer entsprechenden Folgenabschätzung gearbeitet. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur betonte er: „Es wurden keine Entscheidungen auf politischer Ebene getroffen.“ 

Die «Bild am Sonntag» hatte zuvor berichtet, die EU-Kommission bereite vor, dass Mietwagenanbieter und große Firmen ab 2030 nur noch Elektroautos kaufen dürften. Bislang ist ein allgemeines Verbrenner-Aus erst ab 2035 vorgesehen. In einem im März veröffentlichten Papier hatte die Kommission bereits angekündigt, bis Ende des Jahres einen Gesetzesvorschlag zur Emissionsreduktion von Firmenwagen vorzulegen, bei dem verschiedene Technologien berücksichtigt werden sollen. Auf Anfrage der dpa äußerte sich die Kommission nicht zu Details eines möglichen Vorschlags.

Bundesregierung: „Wir lehnen das strikt ab“

Kritik an einer unter Umständen zur Debatte stehenden E-Auto-Pflicht für Unternehmensflotten kommt etwa vom Verband der Automobilindustrie (VDA). Auch der Europaabgeordnete Markus Ferber (CSU) fordert, dass es nicht dazu kommt. Aus dem Bundesverkehrsministerium heißt es: „Wir lehnen das strikt ab.“ Diese Haltung habe man auch Autoverleihern mitgeteilt. 

Sollte die EU-Kommission einen entsprechenden Vorschlag in das ordentliche EU-Gesetzgebungsverfahren einbringen, müssten dem eine Mehrheit des Europaparlaments und der EU-Staaten zustimmen.

320°/dpa

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