Kunststoffrecycling
Die neue Produktionsanlage ist seit gut einem Jahr in Betrieb. Doch nun kämpft das Recyclingunternehmen Saperatec ums Überleben. Die Hoffnungen ruhen jetzt auf einem Sanierungskonzept.
Recyclingfirma Saperatec meldet Insolvenz an
In wenigen Wochen wird die Firma Saperatec zum zweiten Mal in Folge mit dem „Deutschen Verpackungspreis“ ausgezeichnet. Doch die Feierlichkeiten dürften verhalten ausfallen, denn das Unternehmen aus Dessau hat einen Insolvenzantrag gestellt. Am 31. Juli 2025 wurde Nikolaus Schmidt vom Amtsgericht Dessau-Roßlau zum vorläufigen Insolvenzverwalter für das Unternehmen bestellt.
Saperatec hat sich darauf spezialisiert, aus gebrauchten Getränkekartons hochwertige Kunststoffrezyklate für neue Verpackungen herzustellen. Erst im Mai 2024 war die eigens entwickelte, innovative Produktionsanlage in Dessau in Betrieb genommen worden. Doch seither haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zunehmend verschlechtert.
„Nach mehrjährigen Entwicklungsarbeiten fällt unser Produktionshochlauf in eine tiefgreifende Marktkrise für Kunststoffrezyklate“, erklärt Thorsten Hornung, CEO der Saperatec GmbH. Die wirtschaftlichen Folgen von schwacher Nachfrage und einem massiven Preisverfall hätten in dieser kritischen Phase nicht aufgefangen werden können.
Saperatec gewinnt aus den Verbundmaterialien der Getränkekartons unter anderem sogenanntes LDPE (Low-Density Polyethylen). Dieses Rezyklat ist den Angaben zufolge so rein, dass es für kontaktsensible Anwendungen wie Hygiene- und Kosmetikverpackungen zugelassen ist.
Wie Saperatec weiter mitteilt, wird der Betrieb in Dessau eingeschränkt weitergeführt. Gemeinsam mit einem Investorenkonsortium arbeite die Geschäftsführung an einem langfristigen Sanierungskonzept, um die Technologie und die Arbeitsplätze zu retten.







