Batteriebrände
Die Firma Korn Recycling verwendet seit einiger Zeit das sogenannte BatterySort-System, um Batteriebrände in der Sortieranlage zu vermeiden. Die Erfahrungen zeigen: Die Zahl der Brände ist deutlich gesunken.
Erfahrungsbericht: KI-System sorgt für weniger Brände in Sortieranlage
In den Sortieranlagen der Recyclingwirtschaft lösen falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus immer wieder verheerende Brände aus. Mithilfe des sogenannten BatterySort-Systems des Würzburger Start-ups WeSort.AI scheint dieses Risiko jedoch beherrschbar zu werden. Das zeigt die Erfahrung der Firma Korn Recycling, die das KI-gestützte System seit Anfang des Jahres in einer Gewerbesortieranlage in Albstadt betreibt.
Die Zahl batteriebedingter Brände habe sich seither drastisch reduziert, berichtet WeSort.AI. Allein zwischen dem 15. Juni und dem 31. Juli sei nur noch ein einziger batteriebedingter Brand verzeichnet worden. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 17 Brände – ein Rückgang um 94 Prozent.
Kern des BatterySort-Systems ist eine Kombination aus Röntgentechnologie und Künstlicher Intelligenz (KI). Speziell entwickelte Deep-Learning-Algorithmen analysieren die Röntgenbilder und identifizieren verdächtige Objekte in bis zu 50 Zentimeter tiefen Schichten des Abfallstroms.
Erkennt die Software einen Akku oder ein akkuhaltiges Gerät, wird es ausgeschleust. Das System aktiviert spezielle Luftdruckdüsen, die das Gefahrenobjekt aus dem Materialstrom herausblasen. Die aussortierten Teile landen auf einem separaten Förderband und werden in feuerfeste Behälter abtransportiert.
Bei einem Durchsatz von rund 20 Tonnen Gewerbeabfall pro Stunde identifizierte und entfernte das System bei Korn Recycling im Durchschnitt 12,41 Kilogramm potenzielle Brandherde pro Stunde. Darunter befanden sich neben einzelnen Akkuzellen vor allem ganze Akkupacks, Blockbatterien und eine wachsende Zahl an Vapes.
Die Entwicklung der Technologie erfolgte dabei in enger Abstimmung zwischen dem Anlagenbauer und dem Anwender. Korn Recycling agierte als Praxispartner, stellte seine Anlage für den Einbau des Prototyps zur Verfügung und unterstützte so die Entwicklung.



