Zahlen für 2024
In Rumänien fallen pro Kopf 305 Kilogramm Siedlungsabfälle an, in vielen anderen EU-Ländern mehr als das Doppelte. Neue Daten für 2024 zeigen, wie groß die Unterschiede innerhalb der EU sind und wie viel im Durchschnitt recycelt wurde.
Siedlungsabfälle pro Kopf: EU-Aufkommen steigt 2024 weiter an
Im Jahr 2024 hat jeder EU-Bürger im Durchschnitt 517 Kilogramm Siedlungsabfälle pro Kopf erzeugt. Im Jahr 2023 waren es noch 511 Kilogramm. Diese Zahlen hat die europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag veröffentlicht.
Zwischen den einzelnen Ländern gibt es nach wie vor große Unterschiede. Österreich verzeichnet mit 782 Kilogramm pro Kopf das höchste Aufkommen – dieser Wert bezieht sich allerdings auf das Jahr 2023. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Dänemark mit 755 Kilogramm und Belgien mit 699 Kilogramm. Deutschland liegt mit einem geschätzten Aufkommen von 628 Kilogramm ebenfalls deutlich über dem EU-Durchschnitt.
Am unteren Ende der Skala stehen Rumänien mit 305 Kilogramm (Daten von 2023), Estland mit 375 Kilogramm und Polen mit 387 Kilogramm. Die Spannweite zwischen dem höchsten und dem niedrigsten nationalen Wert beträgt damit mehr als 470 Kilogramm.

Laut Eurostat ist die Menge an Siedlungsabfällen pro Person seit 2014 in insgesamt 20 EU-Ländern gestiegen. Die stärksten Zuwächse verzeichneten Belgien mit einem Plus von 274 Kilogramm, Tschechien mit 228 Kilogramm und Österreich mit 217 Kilogramm. Umgekehrt waren die größten Rückgänge in den Niederlanden (-54 kg), Dänemark (-53 kg) und Finnland (-25 kg) zu verzeichnen.
Im Jahr 2024 wurden in der EU durchschnittlich 248 Kilogramm Siedlungsabfälle pro Person recycelt. Das entspricht einer Recyclingquote von 48,1 Prozent – ein minimaler Anstieg gegenüber den 48,0 Prozent des Vorjahres.




