Großbrand

Ein Fehlwurf hat mutmaßlich den Großbrand in der Veolia-Sortieranlage in Hamburg-Billbrook ausgelöst. Neun Monate lang war die Anlage für Leichtverpackungen nur eingeschränkt betriebsfähig. Jetzt läuft sie wieder.

Nach Feuer bei Veolia: LVP-Sortieranlage wieder im Betrieb


Ein einziger Lithium-Akku in der Gelben Tonne – und eine der wichtigsten Sortieranlagen für Verpackungsmüll in Norddeutschland fiel monatelang aus. Wie inzwischen bekannt wurde, war es ein falsch entsorgter Akku, der Anfang Juli 2025 den Großbrand in der Veolia-Anlage im Hamburger Stadtteil Billbrook auslöste. Rund 200 Einsatzkräfte mit drei Löschzügen kämpften damals gegen die Flammen, eine Rauchwolke zog über weite Teile der Stadt.

Die Bilanz des Feuers: Die zentrale Technik im Eingangsbereich der Anlage wurde weitgehend zerstört, der Betrieb musste auf ein Minimum heruntergefahren werden. Erst seit Anfang April – knapp neun Monate nach dem Brand – läuft die Sortieranlage wieder im Regelbetrieb.

Für die Entsorgungsbranche ist der Fall mehr als eine lokale Havarie. „Ein Fehlwurf kann eine Sortieranlage für Monate außer Gefecht setzen und Leben gefährden“, sagt Veolia-Geschäftsführer Carsten Haupt. Die wirtschaftlichen und logistischen Folgen träfen die gesamte Entsorgungskette.

Um die Ausfallzeit zu überbrücken, installierte Veolia bereits Mitte August eine behelfsmäßige Anlagentechnik, sodass die Sortierung zumindest eingeschränkt wieder anlaufen konnte. Partnerunternehmen aus der Branche übernahmen Teile der Sortiermengen oder verpressten Material. „Die schnelle Reaktion war entscheidend, um unsere vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den dualen Systemen weitgehend erfüllen zu können“, so Haupt.

Im Zuge der Sanierung hat der Konzern in eine moderne Löschanlage investiert, die im Ernstfall schneller reagieren und die Ausbreitung von Bränden eindämmen soll. Zudem ist für Mai die Installation eines Dosierbunkers geplant, der den Durchsatz der Anlage erhöhen soll.

320°/re

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