Wiederverwendung

kostenpflichtig
Sechs Meter lang, fast sechs Tonnen schwer: Solche Betonplatten landen normalerweise im Bauschutt. In Kolkwitz wandern sie stattdessen aus einem alten Plattenbau direkt in einen Neubau. Ein Modellversuch, der zeigt, wie sich Bauteile wiederverwenden lassen.

Plattenbau-Recycling: Wenn Beton zweimal trägt


Am Sportplatz des Kolkwitzer Sportvereins 1896 wächst gerade ein Vereinsheim heran – aus Wänden und Decken, die anderswo schon einmal ein Haus getragen haben. Reha-Sport soll hier künftig stattfinden, Chorproben, Sitzungen des Ortsbeirats, Treffen des Karnevalsvereins. Bemerkenswert ist nicht die Nutzung, sondern die Herkunft des Materials: Die Bauteile stammen aus einem DDR-Plattenbau, der rund 50 Kilometer entfernt in Großräschen teilweise zurückgebaut wurde.

Dort hatte man einen alten Wohnblock teilweise zurückgebaut – auf der einen Seite zwei, auf der anderen drei Etagen abgerissen. Die freigewordenen Betonteile, teils sechs Meter lang und bis zu 5,8 Tonnen schwer, wandern nun in den Neubau. Ein Kraftakt im Wortsinn,

320°/dpa/re

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