Gebrauchte Anlagen

Schneidmühlen, Shredder, Feinmühlen: Herbold Meckesheim sieht im Handel mit Gebrauchtmaschinen ein wachsendes Geschäft und baut sein Angebot gezielt aus. Knappere Budgets dürften einer der Treiber sein – aber nicht der einzige.

Recyclinganlagen: Herbold setzt auf den Gebrauchtmarkt


Wenn die Investitionsbudgets enger werden, gewinnt der Gebrauchtmarkt an Bedeutung – auch im Maschinenbau. Die Kunststoffrecyclingbranche liefert dafür gerade ein Beispiel: Seit 2023 kämpft sie mit schwacher Rezyklatnachfrage und sinkenden Neuwarepreisen. In dieses Umfeld hinein will Herbold Meckesheim, Spezialmaschinenbauer aus dem nordbadischen Meckesheim, sein Angebot an gebrauchten Anlagen ausweiten. Im Programm stehen Schneidmühlen, Shredder, Feinmühlen und Waschanlagenkomponenten, die je nach Ausführung kurzfristig ab Lager verfügbar sind.

Gebrauchtmaschinen gehören bereits seit einigen Jahren zum Geschäft von Herbold. Neu ist das Gewicht, das sie bekommen haben. „Wir sehen eine steigende Nachfrage nach Gebrauchtmaschinen, bedingt durch höhere Investitionskosten und den wachsenden Bedarf an kurzfristig verfügbaren Lösungen“, sagt Karlheinz Herbold, Senior Specialist Sales Used Machines bei Herbold Meckesheim. Für viele Anwendungen ließen sich Projekte mit gebrauchten Anlagen schneller umsetzen, ohne dass die Maschinen hinter den geforderten Durchsatz- und Leistungswerten zurückblieben.

Bevor eine gebrauchte Anlage einen neuen Besitzer findet, kommt sie auf den Prüfstand. Wie gründlich, hängt vom Einzelfall ab: Je nach Typ, Zustand und künftigem Einsatzbereich werden die Anlagen geprüft und gewartet oder umfassend überholt.

In ausgewählten Fällen geht das Unternehmen noch weiter. Dann wird die Maschine vollständig demontiert und die Komponenten einzeln geprüft. Kontrolliert werden dabei Toleranzen, Maßhaltigkeit und Gesamtzustand. Nach Unternehmensangaben kommt dabei dieselbe Mess- und Prüftechnik zum Einsatz wie in der Neumaschinenfertigung. Der Aufwand zielt offenbar auf Verlässlichkeit: Für viele Anwendungen entscheidet weniger der Preis als die Frage, ob die überholte Maschine die Leistung der Neuanlage erreicht.

Wenn die Rechnung aufgeht

Erreicht die Anlage diese Leistung, verschiebt sich die Rechnung. Im Vergleich zur Neuanlage biete eine Gebrauchtmaschine ein attraktives Verhältnis von Investitionskosten zu Leistung – und verkürze zugleich die Projektlaufzeit, so das Unternehmen. „Für viele Kunden ist eine Gebrauchtmaschine heute kein Kompromiss mehr, sondern eine bewusste und wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung“, so Herbold.

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