Personalie

Andreas Freund geht, Martin Garth kommt: Der Dortmunder hat die Geschäftsführung der AVG Köln übernommen. Er kommt von den Technischen Betrieben Solingen und war zuvor bei Aldi.

AVG Köln: Martin Garth übernimmt

Luftaufnahme der Restmüllverbrennungsanlage der AVG Köln in Köln-Niehl

Ein Entsorgungsingenieur, der ein Müllheizkraftwerk schon selbst verantwortet hat, steht künftig an der Spitze der AVG Köln. Martin Garth, 38 Jahre alt, hat zum 1. Juli die Geschäftsführung übernommen – und zugleich deren Sprecherrolle.

Garth folgt auf Andreas Freund und war bereits seit Juni im Unternehmen, um die Übergabe vorzubereiten. Seit dem 1. Juli bildet er gemeinsam mit Karl Georg Boje und Thomas Thalau die neue Geschäftsführung.

Neuer AVG-Geschäftsführer Martin Garth | Foto: AVG Köln

Der 38-Jährige stammt aus Dortmund und hat an der RWTH Aachen Entsorgungsingenieurwesen mit Schwerpunkt feste Abfallstoffe und feste Abfälle studiert. Danach arbeitete er in wechselnden Funktionen bei den Unternehmensgruppen Aldi Süd und Aldi Nord, zuständig für Entsorgungstechnik, -management und Recyclingkonzepte.

2024 wechselte er zur Stadt Solingen – als Technischer Betriebsleiter der Technischen Betriebe Solingen verantwortete er unter anderem die Abfallwirtschaft, inklusive des Betriebs des Müllheizkraftwerks. Nebenamtlich führte er die Entsorgung Solingen GmbH und leitete den Eigenbetrieb WasserVersorgung Solingen.

Seine Prioritäten benannte Garth so: „Die Herausforderungen unserer Zeit verlangen neue Antworten auf Energie- und Ressourcenknappheit ebenso wie auf die Anforderungen einer zunehmend digitalen Welt. Die Zukunft der Kreislaufwirtschaft entscheidet sich also nicht allein daran, wie wir Abfälle behandeln, sondern, wie intelligent wir Ressourcen, Energie und Daten nutzen.“

Die AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln ist ein gemischtwirtschaftliches Unternehmen. Die Stadtwerke Köln halten 50,1 Prozent der Anteile, den Rest hält mit 49,9 Prozent die Remondis GmbH & Co. KG. Seit 1998 betreibt die AVG die Restmüllverbrennungsanlage in Köln-Niehl. Nach eigenen Angaben des Unternehmens reicht die daraus gewonnene Energie aus, um rund ein Viertel der Kölner Bürgerinnen und Bürger mit Strom zu versorgen.

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