ETS-Reform

kostenpflichtig
Die EU zieht die Abfallverbrennung erstmals in den Emissionshandel. Ab 2031 zahlen die Anlagen für ihren CO2-Ausstoß – doch beeinflussen können sie ihn kaum. Am Ende könnte die Deponierung profitieren.

Emissionshandel: Warum der Müll ab 2031 teurer wird


Auf Druck von Wirtschaft und Mitgliedstaaten will die EU-Kommission ihr wichtigstes Klimaschutzinstrument abschwächen. Der Ausstoß von Treibhausgasen soll zwar weiter teurer werden, aber langsamer als bisher geplant. Konkret heißt das: weniger Verschmutzungsrechte, dafür mehr Gratiszertifikate in einzelnen Branchen. Für manche Firmen sinkt damit der Druck, ihre Emissionen zu senken – in der Hoffnung, dass Werke nicht schließen und die Produktion nicht ins Ausland abwandert.

Zugleich holt die Kommission neue Sektoren ins System, die bisher außen vor waren, allen voran die Abfallverbrennung. Was sich ändert, wen es trifft und wie es weitergeht: die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist das europäische Emissionshandelssystem?

Das EU-Treibhausgashandelssystem, kurz ETS, existiert seit 2005. Die Idee ist simpel: Wer klimaschädliche Gase ausstößt, soll dafür zahlen – und des

320°/dpa/re

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