CTC-Aufbau
Das CTC hat in Merseburg erstmals eine feste Adresse – drei Büros, bis zu zehn Arbeitsplätze, dazu eine Kooperationsvereinbarung mit der Hochschule. Das eigentliche Forschungsgebäude soll 2031 folgen.
Kreislaufwirtschaft in der Chemie: CTC bezieht Büros in Merseburg
Auf dem Campus der Hochschule Merseburg gibt es seit Kurzem eine Adresse, die es vorher nicht gab: die ersten festen Büros des Center for the Transformation of Chemistry (CTC). Bis zu zehn Arbeitsplätze umfasst die neue Außenstelle – ein überschaubarer Anfang für ein Vorhaben mit deutlich größerem Anspruch: Das CTC soll der Chemieindustrie branchenweite Impulse für ihren Umbau liefern.
„Von Merseburg werden künftig starke Impulse für den Umbau der fossil geprägten Chemieindustrie zur nachhaltigen, ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft ausgehen“, sagte Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) bei der Eröffnung.
Die neuen Büros sollen vor allem den Austausch mit der Hochschule Merseburg erleichtern. Beide Seiten haben dafür eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Künftig wollen sie unter anderem gemeinsam Forschungsprojekte auf den Weg bringen, Drittmittel einwerben und den Austausch von Forschenden und Lehrenden ermöglichen. Die Zusammenarbeit soll zudem helfen, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Wirtschaft zu bringen und Fachkräfte auszubilden.
Eigenes Forschungsgebäude bis 2031 geplant
Die Büros sind ein Zwischenschritt auf dem Weg zum dauerhaften CTC-Standort in Merseburg. Bis voraussichtlich 2031 soll auf dem Hochschulcampus ein eigenes Forschungsgebäude entstehen. Langfristig sollen dort rund 300 Menschen arbeiten, ein Schwerpunkt soll ein hochautomatisiertes Pharma-Labor sein. Der Hauptsitz des CTC entsteht im nordsächsischen Delitzsch, wo unter anderem an der Vision eines vollständig recycelbaren Autos geforscht werden soll.
Der Bund fördert den Aufbau bis 2038 mit bis zu 1,1 Milliarden Euro, bis zu 330 Millionen davon fließen nach Sachsen-Anhalt. Bis zu 330 Millionen Euro davon fließen nach Sachsen-Anhalt. An den Standorten Merseburg und Delitzsch sollen bis 2038 insgesamt bis zu 1.000 Forschende arbeiten.
Viele Unternehmen der Chemiebranche stünden derzeit unter Druck, sagte Willingmann. Kurzfristig belasteten hohe Energiekosten die Unternehmen, langfristig müssten sie ihren Ausstoß von Treibhausgasen deutlich senken. „Es gilt jetzt, in Innovation zu investieren“, sagte der Minister. Das CTC solle dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Chemieindustrie auf dem Weg zur Klimaneutralität zu sichern.









