Aluminiumrecycling

Befesa darf in Bernburg eine zweite Schmelzanlage betreiben. Die Kapazität für Sekundäraluminium verdoppelt sich auf 180.000 Tonnen im Jahr, der Probebetrieb steht kurz bevor.

Befesa verdoppelt in Bernburg – und braucht mehr Schrott


In Bernburg soll künftig doppelt so viel Aluminiumschrott eingeschmolzen werden wie bisher. Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hat der Befesa Aluminium Germany GmbH die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für eine zweite Schmelzanlage erteilt, wie ein Sprecher der Behörde in Halle mitteilte. Die Jahreskapazität des Werks steigt damit von 90.000 auf 180.000 Tonnen Sekundäraluminium.

Weit ist der Weg bis zum Betrieb nicht mehr. Das Werk bereitet sich bereits auf den Probebetrieb der neuen Anlagenteile vor. Nach Angaben des Landesverwaltungsamts investiert Befesa rund 35,56 Millionen Euro, etwa 40 Arbeitsplätze sollen neu entstehen.

Die Behörde sieht in dem Ausbau mehr als ein regionales Investitionsprojekt. Bernburg werde „als bedeutender Standort der Aluminium-Kreislaufwirtschaft weiter gestärkt“, heißt es aus Halle. Begründet wird das mit dem Energiebedarf. Für die Herstellung von Sekundäraluminium werde „deutlich weniger Energie benötigt als für die Gewinnung von Primäraluminium aus Bauxit“.

Bei den Energiepreisen in Deutschland ist das längst mehr als ein Umweltargument. Mit der zweiten Linie wächst allerdings auch der Materialbedarf. Laut Antrag braucht das Werk künftig rund 140.000 Tonnen mehr aluminiumhaltige Schrotte, Krätzen und Schlacken pro Jahr.

320°/dpa/re

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