Personalie

Europas Papierindustrie hat eine neue Verbandschefin. Francesca Stevens wechselt von Europen zu Cepi und löst Jori Ringman ab. Auf sie wartet eine Branche zwischen Dekarbonisierung und Kostendruck.

Cepi holt eine Verpackungslobbyistin


Francesca Stevens ist seit Montag Generaldirektorin von Cepi, dem Verband der europäischen Zellstoff- und Papierindustrie. Der Vorstand hat sie zur Nachfolgerin von Jori Ringman ernannt, der den Verband seit 2019 geführt hatte.

Stevens führte seit 2020 die Geschäfte von Europen, der Europäischen Organisation für Verpackung und Umwelt, zuletzt als Generalsekretärin. Der Verband spricht für die gesamte Verpackungskette, von den Rohstoffproduzenten bis zu den Anwendern. Papier zählt dort zu den wichtigsten Materialien. Zuvor war Stevens für die Aluminiumindustrie tätig. Bei Alcoa leitete sie die EU-Beziehungen, bei Arconic, das 2016 aus der Aufspaltung von Alcoa hervorging, verantwortete sie Regierungsbeziehungen und Geschäftsentwicklung in Europa.

In Brüssel führt Stevens ein Sekretariat mit 24 Mitarbeitenden. Mitglieder von Cepi sind die nationalen Branchenverbände, im Vorstand sitzen neben deren Vertretern auch die Chefs führender Unternehmen.

Europas Zellstoff- und Papierindustrie habe alles, um die Kreislauf-Bioökonomie anzuführen, sagt Stevens, und verweist auf erneuerbare, regional verwurzelte Ressourcen, industrielle Kompetenz und eine starke Innovationskultur. Ziel sei, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken und sie „in den Mittelpunkt der industriellen Zukunft Europas“ zu rücken.

320°/re

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