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Giftige Stoffe

Indonesien schickt Plastikmüll an Industriestaaten zurück

Indonesien will Plastikmüll an mehrere Industrieländer zurückschicken, darunter auch Deutschland. Der Grund: In dem Abfall würden sich unter anderem giftige Stoffe befinden.

Indonesien will Plastikmüll an mehrere Industrieländer zurückschicken, darunter auch Deutschland. Auf der Insel Batam südlich von Singapur warteten derzeit 49 Container auf eine Rücksendung in die USA, nach Australien, Frankreich und Deutschland sowie in die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong, sagte Deni Sujantoro, ein Sprecher der Zollbehörde, am Mittwoch.

In dem Abfall hätten sich unter anderem giftige Stoffe befunden, hieß es zur Begründung. Erst im Juni hatte die Regierung 5 Container mit Müll zurück in die USA geschickt, nachdem unerlaubte Materialien darin gefunden worden waren.

Auch Malaysia hatte Ende Mai rund 450 Tonnen Plastikmüll in seine Herkunftsländer zurückgeschickt. Die Abfälle seien illegal in das Land eingeführt worden, hieß es zur Begründung. Die Kosten für die Rückführung des Mülls nach Australien, Kanada, Saudi-Arabien, Japan, China, Bangladesch, Spanien und in die USA sollten von den Herkunftsländern getragen werden. Zu einem späteren Zeitpunkt wollte Malaysia weitere 2.400 Tonnen Müll zurückschicken.

Seit China Anfang 2018 die Importe von Kunststoffabfällen zum Recycling stark eingeschränkt hat, landet viel Plastikmüll in asiatischen Ländern wie Indonesien oder Malaysia. Umweltschützer in Indonesien dringen auf strengere Einfuhrregeln für Plastikmüll, der ihrer Ansicht nach der Umwelt Schaden zufügt. Im Jahr 2018 hatte das Land nach Angaben des Handelsministeriums 320 400 Tonnen Kunststoffabfälle eingeführt, im Vergleich zu 128 800 Tonnen im Vorjahr.

 

© 320°/dpa | 04.07.2019

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