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Verkehrspolitik

Katastrophales Zeugnis für DB Cargo

Die Stahlrecycler in Deutschland sind nicht gut zu sprechen auf die Deutsche Bahn. Aber auch in anderen Bereichen ist die Unzufriedenheit groß. Dazu zählen die thermischen Verwertungsmöglichkeiten, die vielen Brände in Recyclinganlagen und auch die Geschäftserwartungen für 2020.

Die Geschäftsaussichten der Stahlrecycler in Deutschland trüben sich ein. Besonders die Abschwächung der Konjunktur macht den Unternehmen zu schaffen, geht aus einer Umfrage des Stahlrecycling-Verbands BDSV hervor. So rechnen 66 Prozent der befragten Unternehmen für das kommende Jahr mit einer weiteren Verschlechterung der Geschäftslage. Nur acht Prozent erwarten eine Verbesserung.

Die Unternehmen verweisen unter anderem auf die schwächelnde Automobilindustrie und den nachlassenden Auftragseingang im Maschinenbau. Aber auch höhere Kosten für die Einhaltung der Umweltauflagen sowie der Brexit und der Handelskonflikt zwischen den USA und China bereiten den Unternehmen Sorge.

„Fast fahrlässig vernachlässigte Infrastruktur“

Hinzu kommt die Unzufriedenheit über die aktuellen Rahmenbedingungen. Dazu zählt insbesondere die Verkehrspolitik des Bundes, die die Stahlrecycler äußerst negativ bewerten. Laut BDSV reichen die Bewertungen der Mitgliedsunternehmen von schlecht bis katastrophal.

Besonders schwer wiegt dabei, dass die schlechte Bewertung nun schon seit Jahren anhält. Seit Jahrzehnten sei keine Verbesserung zu spüren, betont die BDSV. Bemängelt wird insbesondere die „fast fahrlässig vernachlässigte Infrastruktur“, die „immer noch schlechte Zuverlässigkeit“ der Deutschen Bahn sowie die insgesamt hohen Kosten des Güterverkehrs.

Immer mehr Brände

Schwierigkeiten bereiten den Stahlrecyclern auch die voll ausgelasteten Kapazitäten der Müllverbrennungsanlagen. Bei der Hälfte der Unternehmen sei es zu Annahmestopps von Vormaterial gekommen. 85 Prozent der Befragten geben an, 2019 mit erheblichen Kostensteigerungen für die thermische Verwertung konfrontiert zu sein. Der Engpass könne dazu führen, dass am Ende kein Schrott mehr angenommen werden könne, warnt der Verband mit Blick auf die Shredderleichtfraktion.

Wie die Branchenumfrage ebenfalls deutlich macht, haben Meldungen über Brände in Recyclinganlagen in diesem Jahr 2019 deutlich zugenommen. Laut BDSV liege das immer häufiger daran, dass Verbraucher Lithium-Ionen-Batterien nicht sachgemäß entsorgen würden. Der Verband setzt sich inzwischen zusammen mit anderen Branchenverbänden für die Kennzeichnung, die einfache Entnehmbarkeit aus Elektro- und Elektronikgeräten sowie für konsequente Umsetzung der getrennten Sammlung der leicht entzündlichen Batterien ein. In dieser Woche sollen hierzu gemeinsame Empfehlungen der Verbände veröffentlicht werden.

 

© 320° | 18.11.2019

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