Responsive Menu Pro Image
Responsive Menu Pro Image Responsive Menu Clicked Image
Home / News / Kurznachrichten / Kurznachrichten im Überblick
Was sonst noch passiert

Kurznachrichten im Überblick

• Neuer Vertrag in Göppingen?
• Gutachten für Tongrube
• DGAW-Preis vergeben
• München: FDP will Gelbe Tonne
• Projekte in Schulen und Kitas
• Zweckentfremdete Gelbe Säcke
• Augustin übernimmt Schröder
• Ersatz für RKD-Vertreter
• Recycelbarer Coffee2Go-Becher
• Kommunen gegen Luftballons
> Weitere Kurznachrichten finden Sie hier:


  • Neuer Müllvertrag in Göppingen

19.03.2019 | Am kommenden Freitag (22. März) soll der neue Müllvertrag zwischen dem Landkreis Göppingen und dem MHKW-Betreiber EEW unterzeichnet werden. Allerdings sei noch unklar, ob es tatsächlich zur Unterschrift kommen werde, schreibt die Südwestpresse. Das Verwaltungsgericht Stuttgart habe noch nicht über die Organklagen der Kreisräte Felix Gerber (CDU) und Christian Stähle (Linke) entschieden.

Die beiden Kreisräte halten den Beschluss zur Vertragsverlängerung für rechtswidrig, da die Kreistagssitzung nicht ordnungsgemäß verlaufen sei, heißt es in dem Artikel. Sie hätten neben ihren Klagen Anfang Januar auch einstweilige Anordnungen beantragt: Demnach dürfe Landrat Edgar Wolff den Vertrag bis zur Klärung durch ein Urteil des Verwaltungsgerichts nicht unterschreiben. Das Verwaltungsgericht will noch in dieser Woche entscheiden.


  • Gutachten für Tongrube

19.03.2019 | Nach der illegalen Entsorgung von Ölpellets in den Jahren 2010 bis 2013 sollen die empfohlenen und derzeit durchgeführten Sicherungsmaßnahmen in der Tongrube Schermbeck-Hünxe durch ein zusätzliches Gutachten im Auftrag des Umweltministeriums überprüft werden. In die Prüfung sollen alle bislang vorliegenden Daten, Ergebnisse und Entscheidungen einbezogen werden, kündigt das Ministerium an.

In der Tongrube Schermbeck wurden zwischen 2010 und 2013 circa 30.000 Tonnen Ölpellets illegal entsorgt. Nach Bekanntwerden der illegalen Ablagerung wurden Maßnahmen getroffen, um eine mögliche Ausbreitung von Schadstoffen und die Belastung der Umwelt zu vermeiden. Dazu gehören die Oberflächenabdichtung, das regelmäßige Monitoring des Sickerwassers sowie dessen Entsorgung über eine Sickwasserbehandlungsanlage, die in den kommenden Wochen fertiggestellt wird. Bis dahin wird das Sickerwasser ordnungsgemäß über die Kläranlage Emschermündung entsorgt.


  • DGAW-Preis vergeben

19.03.2019 | Beim diesjährigen DGAW Wissenschaftskongress „Abfall- und Ressourcenwirtschaft“ in Amberg hat eine Fachjury erneut der DGAW-Wissenschaftspreis für den besten Vortrag vergeben. Preisträgerin ist Maja Wiprächtiger von der ETH Zürich für ihren Vortrag zum Thema „Circular System Design – A Case study on Insulation Material in Switzerland“. Der Wissenschaftspreis ist mit 1.000 Euro dotiert. Wiprächtiger überzeugte auch das Publikum, so dass sie auch den Publikumspreis gewann, der mit 500 Euro dotiert ist.


  • München: FDP fordert Gelbe Tonne

19.03.2019 | Die FDP in München will in der bayerischen Hauptstadt die Gelbe Tonne beziehungsweise den Gelben Sack einführen. Bislang müssen die Münchner ihre Verpackungsabfälle zu Wertstoffinseln bringen. Pro Jahr und Einwohner seien gerade einmal 5,4 Kilogramm Folien und Verpackungen in den Sammelcontainern, schreibt die Abendzeitung. In manchen deutschen Städten komme man aufs Sechsfache.

Der Münchner Abfallwirtschaftsbetrieb (AWM) hält offenbar wenig von dem Vorschlag. Zwar würde in Städten mit Gelber Tonne tatsächlich mehr Plastikmüll eingesammelt. „Aber Sammelquote ist nicht gleich Recyclingquote“, zitiert die Abendzeitung die AWM-Sprecherin Evi Thiermann. Aufgrund von Verunreinigungen sei Plastikmüll oft nicht wiederverwertbar.

Der ökologische Mehrwert einer Gelben Tonne sei ungefähr so hoch, als würde jeder Münchner im Jahr auf ein Steak verzichten, sagte Thiermann der Zeitung. „Dafür müssten wir zum Einsammeln des Plastikmülls dann etwa 50 Diesel-Lkws zusätzlich durch die Stadt schicken.“


  • Gegen Lebensmittelverschwendung

19.03.2019 (dpa) | Ein neues Projekt soll die Lebensmittelverschwendung in nordrhein-westfälischen Schulen, Kitas und Jugendherbergen eindämmen. Die Verbraucherzentrale NRW hat dazu Strategien für die Einrichtungen entwickelt – etwa, dass man zunächst mit kleineren Portionen arbeitet, die Hungrigen aber wissen, dass sie einen Nachschlag bekommen können. Das Vorhaben, das vom NRW-Umweltministerium gefördert wird, wurde am Montag in Köln vorgestellt.

Bis 2021 sollen zunächst 150 Schulen und Kitas sowie 13 Jugendherbergen auf diese Weise beraten werden. Das Land Nordrhein-Westfalen will Lebensmittelabfälle in den kommenden zehn Jahren möglichst halbieren. Nach Angaben des Umweltministeriums werden in Deutschland mindestens elf Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr verschwendet. „Das ist ein Skandal in sich“, sagte Staatssekretär Heinrich Bottermann.


  • Zweckentfremdete Gelbe Säcke

19.03.2019 | In Hannover werden zwei Drittel der Gelben Säcke für andere Zwecke genutzt. Das hat der Abfallwirtschaftsbetrieb aha der Hannoverschen Allgemeine mitgeteilt. Zwar würden die Säcke bei der Sammlung nicht gezählt, erklärte aha-Sprecherin Helene Herich. Wenn aber alle ausgegebenen Säcke gefüllt mit Verpackungsmüll an den Straßenrand gestellt würden, müsste die Sammelmenge wesentlich höher sein. Nur rund 33 Prozent würden wirklich für die Sammlung von Verpackungsmüll genutzt.

Die gelben Säcke sind in Hannover kostenlos. In der niedersächsischen Landeshauptstadt werden dem Artikel zufolge etwa 23 Millionen gelbe Säcke verteilt.


  • Augustin übernimmt Schröder

18.03.2019 | Der Entsorger Augustin hat den Papenburger Containerdienst Schröder zu 100 Prozent übernommen. Nach der Übernahme werde der Containerdienst Schröder nun in Augustin Entsorgung Papenburg GmbH & Co. KG umfirmiert, teilt Augustin mit.

Der Containerdienst Schröder wurde im Jahr 2000 gegründet und hat sein Einsatzgebiet in Ostfriesland und dem nördlichen Emsland. Der Standort in Papenburg umfasse eine Fläche von 30.000 Quadratmetern und acht Fahrzeuge. „Für uns ist es ein wahrer Gewinn hinsichtlich der Optimierung und neuer Logistikwege, denn: Vor allem in diesem Bereich wollen wir Potenziale erschließen“, betont Pedro Casares, Geschäftsführer der Augustin-Sparte „Ungefährliche Abfälle“, zu der neben dem Standort Papenburg auch Meppen, Friesland, Leer und Werlte gehören.

Wie es weiter heißt, werde der neue Augustin-Standort Papenburg von Björn Büttner geführt. Er wird neben seiner neuen Funktion als Standortleiter Papenburg weiterhin seine Tätigkeiten im Bereich des Key-Accounts ausüben. Augustin hat seinen Hauptsitz in Meppen. Zum Entsorger gehören über zehn Standorte, hauptsächlich verteilt im Nordwesten Niedersachsens, sowie 600 Mitarbeiter.


  • Ersatz für RKD-Vertreter

18.03.2019 | Nach dem Marktrückzug des dualen System RKD haben die übrigen dualen Systeme neue Gemeinsame Vertreter für diejenigen Gebiete benannt, in denen bislang RKD Gemeinsamer Vertreter war. Die neuen Gemeinsamen Vertreter werden sich kurzfristig mit den betreffenden öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern in Verbindung setzen, teilt die Gemeinsame Stelle der dualen Systeme mit.

Des Weiteren gab die Gemeinsame Stelle bekannt, dass die Systembetreiber Regelungen für die rechtzeitige Information der Kommunen zur Zahlung der ersten Hälfte der Neben- und Mitbenutzungsentgelte getroffen haben. Derzeit finde die Datenerhebung für die Ermittlung des Aufteilungsschlüssels parallel zu der Ermittlung der Q2-Marktanteile durch die Zentrale Stelle statt.

„Nach Ermittlung der Anteile wird den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern der Aufteilungsschlüssel mitgeteilt werden“, heißt es. „Der Aufteilungsschlüssel wird aller Voraussicht nach zu dem Zeitpunkt zur Verfügung stehen, zu dem auch die Q2-Marktanteile der Zentralen Stelle veröffentlicht werden.“


  • Recycelbarer Coffee2Go-Becher

18.03.2019 | Die Firma Papacks hat nach eigenen Angaben den „weltweit ersten plastikfreien und 100 Prozent nachhaltigen Coffee2Go-Becher mit dazugehörigem geschlossenen Kreislaufsystem“ entwickelt. „Wir integrieren idealerweise den Becherrohstoff in einen Mehrwegkreislauf, recyceln das Material und verwenden den Rohstoff wieder für neue Verpackungen“, erklärt Firmengründer Tahsin Dag.

Mit den Bechern der Firma könnten sämtliche Getränke- und Speiseverpackungen aus organischen Reststoffen, vor allem aus der Landwirtschaft, hergestellt und somit einem eigenen wiederverwertbarem Kreislauf zugeführt werden, heißt es. Eine eigens dafür von Papacks entwickelte natürliche Beschichtung für Lebensmittelkontakt mache dies möglich. Die Papacks-Lösungen seien zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen und komplett kompostierbar und recycelbar.


  • Kommunen verbieten Luftballons

18.03.2019 (dpa) | Immer mehr niederländische Kommunen verbieten, Luftballons aufsteigen zu lassen. In 17 Prozent der Gemeinden gebe es ein Ballonverbot, wie aus einer Untersuchung der Umweltorganisation De Noordzee hervorgeht. Ein Jahr zuvor waren es noch 5 Prozent.

20 Prozent der niederländischen Kommunen rieten zudem dringend davon ab, Luftballons bei Feiern steigen zu lassen. Mehrere Parteien im niederländischen Parlament wollen sich für weitere Verbote einsetzen und äußerten sich besorgt über mögliche Schäden durch Ballonreste und Plastikmüll in der Nordsee.

Luftballons sind nach Angaben der Umweltschützer gefährlich für Meeressäugetiere, Vögel und Fische. Sie könnten an den Plastikresten ersticken. Außerdem trage der Abfall zur Verschmutzung der See und der Küsten bei. Vor allem Seevögel werden Opfer von Ballonresten: Forscher hatten festgestellt, dass bei 20 Prozent von tot gefundenen Seevögeln Plastikmüll oder Ballonreste die Todesursache waren. Die Wahrscheinlichkeit, an solchen Gummistückchen zu sterben, sei rund 32 Mal höher als bei härteren Plastikteilen, schrieben Forscher der Universität Tasmanien in Australien im Fachmagazin Scientific Reports.


  • AWB testen E-Scooter

18.03.2019 | Die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (AWB) testen als bundesweit erstes Unternehmen einen elektrisch betriebenen E-Scooter im Kölner Stadtverkehr. Der E-Scooter erreiche eine Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h und garantiere über kurze Distanzen (z.B. bei Fahrten zwischen zwei Betriebsstellen der AWB) eine schnelle Fortbewegung abseits möglicher Staus auf den Kölner Straßen, erklären die AWB.

Der Scooter lasse sich einfach zusammenklappen und sei aufgrund seines geringen Gewichts von 20 Kilogramm auch in öffentlichen Verkehrsmitteln zu transportieren. Parkplatzprobleme würden somit entfallen. Sollte der Test erfolgreich sein, wollen die AWB weitere E-Scooter anschaffen.


  • Maßnahmen gegen „Fahrradleichen“

18.03.2019 (dpa) | Zum Frühlingsbeginn haben Politiker und Fahrradexperten in Berlin eine zentrale Stelle zur Beseitigung von Schrottfahrrädern gefordert. Die „Fahrradleichen“ gehörten „nicht zum schönen Stadtbild“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Oliver Friederici. Es gebe in Berlin zu wenige sichere Abstellanlagen für die Fahrräder, sagte Lara Eckstein vom Allgemeinen Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Auch Stefan Taschner, Radverkehrsexperte der Grünen-Fraktion, appellierte, das Thema ernster zu nehmen.

In Berlin sind die Bezirksämter für die Beseitigung der Schrottfahrräder zuständig. Christian Berg, Pressesprecher des Bezirksamtes Neukölln, erklärte: „Die Beseitigung von ‚Fahrradleichen‘ hat in Neukölln eine hohe Priorität.“ Der Streifendienst des Ordnungsamts prüfe stets auch Schrotträder. Ebenso würden die vielen Meldungen der Bürger innerhalb von drei Tagen bearbeitet.

Im vergangenen Jahr haben die Ämter eigenen Angaben zufolge mehrere Tausend Räder eingesammelt. In Neukölln wurden fast 500 Schrotträder entsorgt. Mehr als 500 Räder waren es in Charlottenburg-Wilmersdorf und in Friedrichshain-Kreuzberg mehr als 900.


  • ERPA-Präsidium neu gewählt

18.03.2019 | Die Generalversammlung des EuRIC-Altpapiersparte ERPA hat vergangene Woche das Präsium neu gewählt. Wiedergewählter Präsident ist Hans van de Nes vom niederländischen Unternehmen Sortiva. Als Vizepräsident neu gewählt wurden Andreas Otto vom deutschen Altpapierhändler Melosch Export und Sebastien Ricard vom französischen Recycler Paprec.


  • Keine UN-Plastikkonvention

14.03.2019 (dpa) | Bei der UN-Umweltkonferenz wird es nach Angaben von Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth keine Verhandlungen über eine Konvention gegen Plastikmüll-Verschmutzung geben. „Dass wir jetzt schon eine Konvention oder auch nur den Einstieg in Verhandlungen bekommen, das wird hier nicht gelingen“, sagte Flasbarth dem ZDF-„Morgenmagazin“ am Donnerstag. Es werde aber einen Beschluss geben, der in diese Richtung gehe: „Die Staaten wissen, dass wir überall auf der Welt zu Kreislaufwirtschaften kommen müssen.“ Im größten Teil der Länder gebe es noch ungeordnete Deponien. „Dass gehandelt werden muss, das ist hier jetzt Konsens“, sagte Flasbarth.

In Kenias Hauptstadt Nairobi endet an diesem Freitag die fünftägige Umweltkonferenz, die alle zwei Jahre tagt. Zum Auftakt hatte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) gesagt, eine UN-Plastikkonvention solle das Langfrist-Ziel einer „globalen Kreislaufwirtschaft“ enthalten. Die Vermüllung der Meere steht bei dem Treffen von Regierungsvertretern aus aller Welt besonders im Fokus.


  • Braun ist EuRIC-Vizepräsident

14.03.2019 | Bei der Generalversammlung des europäischen Verbands EuRIC-European Recycling Industries Confederation ist bvse-Geschäftsführer Thomas Braun zum Vizepräsidenten gewählt worden. Das EuRIC-Präsidium setzt sich nun zusammen aus der neu gewählten Präsidentin, Cinzia Vezzosi, Assofermet, Italien, den beiden wiedergewählten Vizepräsidenten Alicia Garcia-Franco, FER, Spanien und Jean Philippe Carpentier, FEDEREC, Frankreich sowie Thomas Braun.

Braun (57) war viele Jahre Vizepräsident von ERPA, der Altpapier-Sparte von EuRIC. Für dieses Amt kandidierte er nicht mehr erneut. Hinter der Interessenvertretung EuRIC stehen 34 nationale Recyclingverbände.


  • Klima: Beschwerde vor Gericht

14.03.2019 (dpa) | Vier Umweltorganisationen wollen den französischen Staat wegen Untätigkeit beim Klimaschutz vor Gericht bringen. Die Klimaschutzbewegung „L’Affaire du siècle“ (dt. sinngemäß: die Jahrhundertfrage) hat am Donnerstagmorgen nach eigenen Angaben Beschwerde beim Pariser Verwaltungsgericht eingereicht. Die Umweltorganisationen hatten sich Ende vergangenen Jahres zu der Bewegung zusammengetan und mit einer Petition bereits mehr als zwei Millionen Unterschriften gesammelt.

„L’Affaire du siècle“ wirft der französischen Regierung vor, ihren Verpflichtungen bei der Bekämpfung der Erderwärmung nicht nachzukommen. Hinter der Bewegung stehen die Organisationen Notre Affaire à Tous, die Stiftung Nicolas Hulot pour la Nature et l’Homme, Greenpeace France und Oxfam France. Viele Prominente wie die Schauspielerinnen Juliette Binoche oder Marion Cotillard unterstützen das Projekt. „Die Untätigkeit des Staates in den vergangenen 40 Jahren und die Folgen für die Grundrechte des französischen Volkes sind unserer Meinung nach illegal“, heißt es nun in einer Mitteilung der Bewegung, die auch immer wieder zu Großdemonstrationen für den Klimaschutz aufruft.


  • Studie zu Strompreisentwicklung

14.03.2019 | Das Öko-Institut hat untersucht, welche Auswirkungen der schrittweise Ausstieg aus der Kohle-Stromerzeugung auf den Strompreis hätte. Das Ergebnis: Die Auswirkungen auf die Strompreise bleiben überschaubar. Rund 0,4 Cent pro Kilowattstunde könnten die Strompreise im Durchschnitt beim Abschalten der Kohlekraftwerke steigen, stellt das Öko-Institut in einer aktuellen Übersichtsstudie fest. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sorge jedoch für eine Senkung der Großhandelspreise mindestens in der gleichen Größenordnung.

Die Wissenschaftler haben verschiedene Studien zu Strompreiseffekten einer schrittweisen Reduzierung der Kohleverstromung ausgewertet. Wie hoch die Strompreise durch eine Reduzierung der Kohleverstromung ansteigen, hänge neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien insbesondere von der Entwicklung der Erdgas- und CO2-Preise ab, erklären die Experten. Fokus der untersuchten Studien war das Jahr 2030. Bis zu diesem Jahr soll die Leistung der Kohlekraftwerke auf 17 Gigawatt reduziert werden. Ende 2017 betrug die installierte Leistung für die Stromerzeugung aus Kohle 43 Gigawatt. Zur Studie geht’s hier.


  • Chemisches Recycling an der FH

14.03.2019 | Seit Herbst 2018 werden an der IMC FH Krems erstmalig Chemiker ausgebildet. Dabei würden nachwachsende Rohstoffe, Recyclingverfahren und ökologische Aspekte eine zentrale Rolle einnehmen, teilt die FH mit. Der Schwerpunkt des praxisorientierten Studiums Applied Chemistry liege einerseits auf instrumentell-analytischen Verfahren, andererseits im Bereich der organischen und pharmazeutischen Chemie.

Auf praktische Erfahrungen werde im Studium Applied Chemistry großen Wert gelegt: Im Zuge eines Praxissemesters erhalten Studierende die Möglichkeit ein halbes Jahr an spannenden Forschungsprojekten bei chemischen Betrieben oder Forschungsinstitutionen im In- oder Ausland mitzuarbeiten und wichtige Kontakte für den späteren Karriereweg zu knüpfen. Alle Studierende hätten eine Laborplatzgarantie. Wartelisten für Praktika existierten nicht. Die IMC Fachhochschule Krems ist ein international ausgerichteter Campus mit mehr als 100 Partnerhochschulen und zahlreichen Wirtschaftskooperationen. Alle Lehrveranstaltungen werden auf Englisch abgehalten, um die Studierende auf den internationalen Arbeitsmarkt optimal vorzubereiten.


  • EU will Biosprit neu regeln

14.03.2019 (dpa) | Die EU-Kommission will Biokraftstoffe mit hohen indirekten Umweltrisiken zurückdrängen. Solcher Biosprit soll nur noch begrenzt auf die nationalen Ziele der EU-Staaten für erneuerbare Energien angerechnet werden können, wie die Kommission am Mittwoch mitteilte.

Die EU-Staaten dürfen solchen Biosprit mit indirekten Klimarisiken – der Fachbegriff ist indirekte Landnutzungsänderung oder ILUC – zwar weiter nutzen oder importieren, aber nicht mehr voll auf ihre Erneuerbaren-Ziele anrechnen. Der Anteil soll über die Zeit abnehmen. Die Deutsche Umwelthilfe begrüßte, dass Palmöl damit nicht mehr als nachhaltig zu kennzeichnen sei.


  • AWM kauft Erdgas-Müllfahrzeuge

11.03.2019 | Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) will seinen Fuhrpark noch umweltfreundlicher gestalten und wird bis Ende des Jahres 22 weitere Erdgas-Müllfahrzeuge hinzukaufen. Wie das Kommunalreferat mitteilt, sollen die neue Fahrzeuge bis Ende 2019 angeschafft werden.

Neben den 22 neuen Erdgas-Müllfahrzeuge zählen bereits ein Hybrid-Abrollkipper, sieben Erdgas-Müllfahrzeuge, 30 elektrifizierte PKW (rein elektrisch, Hybrid und Plugin-Hybride) sowie fünf Autos, die mit Benzin und Erdgas fahren, zu der alternativen Flotte. Den Strom zum Aufladen der E-Autos produziert der Abfallwirtschaftsbetrieb selbst – er kommt über die Photovoltaikanlage auf dem Dach der AWM-Fahrzeughalle.


  • Rückläufige Industrieproduktion

11.03.2019 (dpa) | Die deutsche Industrie hat ihre Gesamtproduktion zu Jahresbeginn zurückgefahren. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, lag die Produktion des verarbeitenden Gewerbes im Januar 0,8 Prozent niedriger als im Vormonat. Analysten hatten dagegen im Mittel einen Zuwachs um 0,5 Prozent erwartet. Allerdings wurde zugleich die Entwicklung im Dezember besser ausgewiesen als bisher bekannt. Anstatt eines Rückgangs um 0,4 Prozent ergibt sich nach neuen Daten ein Zuwachs um 0,8 Prozent.

Angesichts zunehmender Risiken für die exportstarke deutsche Wirtschaft hat nun auch der Industrieverband BDI seine Wachstumsprognose heruntergeschraubt. Der Verband rechnet für 2019 noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 1,2 Prozent – bisher waren es 1,5 Prozent.

Der BDI bleibt aber noch optimistischer als zum Beispiel die Bundesregierung, die ihre Prognose auf 1,0 Prozent verringert hatte. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet, dass die deutsche Wirtschaftsleistung 2019 nur um 0,7 Prozent zulegt – das wäre halb so stark wie im vergangenen Jahr.


  • Wirbel um Texaid-Chef

11.03.2019 | In der Schweiz ist der Chef der Schweizer Organisation Texaid, Martin Böschen, unter Druck geraten. Die Schweizer Zeitung Blick hatte berichtet, dass Böschen im Schweizer Kanton Zug zwei Villen für geschätzte zehn Millionen Schweizer Franken (rund 8,8 Millionen Euro) kaufen will. Leser hatten daraufhin kritisiert, dass Texaid die Altkleider nicht an Bedürftige verschenkt, sondern verkauft – und dass der Texaid-Ched offenbar so viel Geld verdient, dass er eine luxuriösen Lebensstil pflegen kann. Die Zeitung zitiert Nachbarn, die aussagen, Böschen fahre einen Porsche Panamera Hybrid Executive. Auch ein schwarzer Ferrari und Porsche Cayenne gehörten zu seinem Fuhrpark.

Texaid veröffentlichte daraufhin die Geschäftszahlen für 2017. Demnach hat Texaid Schweiz das Geschäftsjahr 2017 mit einem Unternehmensgewinn von 1,3 Millionen abgeschlossen. Die Gruppe besitzt außerdem Niederlassungen in Deutschland, Österreich, Bulgarien, Ungarn und Marokko. Nach Angaben von Blick erzielte die gesamte Texaid-Gruppe 2017 einen Umsatz von 87 Millionen Franken. Der operative Verlust habe 0,7 Millionen Franken betragen.

Böschen veröffentlichte auch die Höhe seines Jahresgehalts. Demnach bezieht er ein Grundgehalt von 298.500 Franken brutto (rund 263.000 Euro). Für das Geschäftsjahr 2017 erhielt er außerdem einen Bonus in Höhe von 84.000 Franken (rund 74.000 Euro). An Texaid sind die sechs Hilfswerke Schweizerisches Rotes Kreuz, Winterhilfe Schweiz, Solidar ­Suisse, Caritas, Kolping Schweiz und Heks zu insgesamt 50 Prozent beteiligt. Die andere Hälfte gehört Böschens Mutter.


  • Neues Amt für Kerstin Kuchta

11.03.2019 | Die Abfallwirtschaftsprofessorin Kerstin Kuchta ist zur neuen Vizepräsidentin für Lehre der Technischen Universität Hamburg (TUHH) gewählt worden. Ihre Amtszeit beginnt am 1. April 2019 und beträgt drei Jahre. Sie folgt auf Professor Sönke Knutzen, der das Amt sieben Jahre innehatte.

Kuchta ist seit 2011 Professorin für Abfallressourcenwirtschaft an der TUHH und leitet die Arbeitsgruppe Abfallressourcen im Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Polymerrecycling, Biogas aus organischen Reststoffen, Algenbioraffinerie, der thermischen Aufbereitung und dem Recycling seltener Metalle. Kuchta studierte Technischen Umweltschutz an der TU Berlin und promovierte 1997 an der TU Darmstadt zur Produktion von Qualitätsgütern in der thermischen Abfallbehandlung.


  • Türkei fällt in Rezession

11.03.2019 (dpa) | Die türkische Wirtschaft ist zum Jahresende 2018 in die Rezession gerutscht. Wie das Statistikamt am Montag in Ankara mitteilte, ging die Wirtschaftsleistung (BIP) im Schlussquartal bereinigt um 2,4 Prozent zum Vorquartal zurück. Der Rückgang folgt auf ein Minus im dritten Quartal von 1,6 Prozent. Analysten hatten mit der Entwicklung gerechnet.

Nach einer gängigen Definition ist die Türkei damit in eine Phase wirtschaftlicher Schrumpfung (Rezession) gerutscht. Ökonomen sprechen davon, wenn eine Volkswirtschaft zwei Quartale in Folge schrumpft. Für die politische Führung kommt der Abschwung zur Unzeit, weil Ende März in der Türkei Kommunalwahlen stattfinden.


  • Schulze: Nicht länger wegducken

11.03.2019 (dpa) | Im Koalitionsstreit über ein geplantes Klimaschutzgesetz hat Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) mit Kritik an der Union nachgelegt. Es könne sich kein Mitglied der Bundesregierung „änger wegducken“, sagte Schulze am Montag bei einer Tagung des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) in Berlin. So sei es „abenteuerlich“, dass es im Verkehrssektor seit 1990 keine Minderung der Treibhausgasemissionen gegeben habe – im Gegenteil steige der Ausstoß an.

Schulze sagte, sie wolle, dass sich die Minister Andreas Scheuer (Verkehr/CDU), Peter Altmaier Wirtschaft/CDU), Julia Klöckner (Agrar/CDU) und Horst Seehofer (Bau/CSU) sehr konkret Gedanken darüber machten, mit welchen Maßnahmen in ihren Bereichen CO2 eingespart werden könne. Sie müssten Verantwortung übernehmen und klare Einsparziele benennen. Schulze verwies dabei auch auf den Koalitionsvertrag.

Die Umweltministerin will per Gesetz regeln, wie stark Bereiche wie Verkehr, Industrie, Gebäude oder Landwirtschaft ihren Treibhausgas-Ausstoß Jahr für Jahr senken müssen, damit Deutschland sein Klimaschutzziel für 2030 und EU-Vorgaben einhält. Konkrete Maßnahmen festzulegen, überlässt Schulze in ihrem Entwurf den Fachressorts. Das geplante Gesetz stößt bei der Union auf Widerstand. Die Aussagen Schulzes kommen vor einem Spitzentreffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag, bei dem es um mehr Klimaschutz im Verkehr geht.


  • Neue Verhandlung für Stahltarif

11.03.2019 (dpa) | Im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben Tausende Beschäftigte mit Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen Druck auf die Arbeitgeber gemacht. Insgesamt hätten sich an allen Standorten mehr als 10.000 Stahlarbeiter an den Aktionen beteiligt, teilte die IG Metall am Montag mit. Die größten Kundgebungen gab es in Duisburg, Bremen und Bochum.

Der Verhandlungsführer der Gewerkschaften, der nordrhein-westfälische IG-Metall-Bezirksleiter Knut Giesler, forderte die Arbeitgeber auf, bei der nächsten Verhandlungsrunde an diesem Samstag ein deutlich verbessertes Angebot vorzulegen. «Wenn das nicht geschieht, wird eine weitere Eskalation in der Tarifrunde nicht zu verhindern sein», sagte Giesler. «Denn weitere Trippelschritte seitens der Arbeitgeber würden die Beschäftigten extrem verärgern.»

Die IG Metall fordert für die etwa 72.000 Stahlkocher in NRW, Niedersachsen und Bremen sechs Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben eine Erhöhung von 2,5 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten angeboten. Besonders umstritten ist die Forderung der Gewerkschaft nach einem Urlaubsgeld von 1800 Euro, das auch in freie Tage umgewandelt werden kann.


  • EEW hält an KVA fest

07.03.2019 | Der Anlagenbetreiber EEW Energy from Waste GmbH wird das Genehmigungsverfahren für die Errichtung einer Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) am Kraftwerksstandort Stavenhagen fortführen. Ziel sei es, den Genehmigungsantrag im dritten Quartal dieses Jahres fertigzustellen, erklärt EEW-Projektleiter Karl-Heinz Plepla. In der neuen Anlage sollen ab 2022/23 rund 160.000 Tonnen Klärschlammoriginalsubstanz verwertet werden.

„Wir wollen sowohl einen Beitrag für die Entsorgungssicherheit der bislang landwirtschaftlich verwerteten Klärschlämme in Mecklenburg-Vorpommern leisten als auch das Recycling des lebensnotwendigen Rohstoffs Phosphor ermöglichen“, sagt Plepla. Am 16. Januar 2019 hatte die EEW in einem sogenannten Scoping-Termin mit der Genehmigungsbehörde bereits den Untersuchungsrahmen für das Genehmigungsverfahren abgesteckt.


  • EZB: Weniger Wachstum in 2019

07.03.2019 (dpa) | Internationale Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltwirtschaft haben den Konjunkturoptimismus der Europäischen Zentralbank (EZB) deutlich gedämpft. Für dieses Jahr erwartet die Notenbank für die Euro-Zone aktuell noch ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,1 Prozent, wie EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag nach der Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt sagte. Vor drei Monaten waren die EZB-Experten noch von einem Plus von 1,7 Prozent ausgegangen.

2020 soll die Wirtschaft im Währungsraum der 19 Länder nach der neuesten Vorhersage um 1,6 (Dezember-Prognose 1,7 Prozent) zulegen, für 2021 erwarten die Währungshüter unverändert 1,5 Prozent Wachstum.


  • Kaufland verbannt Plastikdeckel

07.03.2019 | Ab sofort verkauft Kaufland seine Kaffeebecher der Eigenmarke K-to-go ohne Plastikdeckel. Stattdessen hat das Unternehmen eine Trinköffnung im Aluverschluss integriert und damit eine innovative und einzigartige Lösung im Einzelhandel geschaffen. Diese erleichtere den Kunden das Trinken und fühle sich zudem angenehmer an, teilt die Einzelhandelskette mit. Das sei ein weiterer wichtiger Schritt, um Plastik zu vermeiden.

„Wir verfolgen ständig das Ziel, den Kunststoffverbrauch zu reduzieren“, betont Lavinia Kochanski, Leiterin Nachhaltigkeit. „Nach der Einsparung der Folie bei den Salatgurken, haben wir nun den Plastikdeckel verbannt. Dadurch sparen wir 44 Tonnen Plastikmüll im Jahr ein.“

„18 Prozent der gesamten deutschen Kunststoffabfälle im Jahr 2017 ging auf To-Go-Becher zurück“, sagt Kochanski. „Da war es für uns nur natürlich, dieses Problem anzugehen.“ Kaufland sieht sich auch weiter in der Verantwortung, Plastik zu reduzieren. Im September dieses Jahres will das Unternehmen das Einweggeschirr aus dem Sortiment nehmen.


  • Frankreich will mehr Recycling

07.03.2019 | Die französische Regierung will Anbieter von Spielzeug, Sport- und Freizeitartikeln sowie Heimwerker- und Gartenbedarf verpflichten, das Recycling ihrer Produkte zu übernehmen oder dafür zu zahlen. Das berichtet die Außenhandelsagentur gtai. Die Regierung spreche unter anderem von 1,5 Millionen Fahrrädern und 75.000 Tonnen Spielzeug, die jährlich im Müll landen. Etwa 5 Prozent des Hausmülls seien außerdem Heimwerkerbedarf. Den vollständigen gati-Artikel lesen Sie hier.


  • Papierverbrauch halbiert

07.03.2019 (dpa) | Hamburgs Verwaltung verbraucht nur noch halb so viel Papier wie noch vor einigen Jahren. Im Jahr 2015 hatten die Behörden knapp 466 Millionen Blatt Papier verwendet, 2017 waren es nur noch gut 217 Millionen Blatt. Das geht aus der Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der CDU-Abgeordneten André Trepoll und Stephan Gamm hervor. Aktuellere Zahlen liegen laut Senat nicht vor.

„Es ist erfreulich, dass es Hamburg inzwischen gelungen ist, den gigantischen Papierberg in der Verwaltung zu halbieren“, kommentierte Trepoll die Zahlen. Es gebe aber weiterhin „großes Potenzial für Einsparungen“, betonte er. „Wir sollten den Weg weitergehen, um die papierlose Verwaltung als kleinen Beitrag zum Naturschutz zu verwirklichen.“


  • Neue Batteriefertigung

06.03.2019 (dpa) | Ein Hersteller von Akkus und Batterien hat sich am Wirtschaftsstandort Pommerndreieck bei Grimmen (Landkreis Vorpommern-Rügen) angesiedelt. Der Produktions- und Logistikstandort der AKKU SYS GmbH wurde am Freitag eröffnet, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. 30 Arbeitsplätze seien entstanden. Insgesamt beschäftige das Batterieunternehmen rund 120 Mitarbeiter. Das Unternehmen investierte nach Ministeriumsangaben in die Neuansiedlung rund 3,7 Millionen Euro, das Land steuerte davon rund   1,3 Millionen Euro bei.

Nach Firmenangaben fertigen die Mitarbeiter Batterien unter anderem für Fahrzeuge, Alarmanlagen, Notbeleuchtungen und die Notstromversorgung. Notstromsysteme, etwa in Kliniken, Flughäfen oder Datencentern würden bundesweit installiert und gewartet. Die Batterie-Produktion für Gabelstapler sei ein neues Geschäftsfeld.


  • Smartphones nicht nachhaltig

27.02.2019 | Nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ist Nachhaltigkeit bei Smartphones und Co. noch immer die Ausnahme. Darauf macht der Umweltverband im Rahmen der weltweit größten Mobilfunkmesse „Mobile World Congress“ in Barcelona aufmerksam. Kaum ein anderer Industriebereich verdeutliche den verschwenderischen Umgang mit Ressourcen so stark, wie die Informations- und Kommunikationstechnologie, meint die DUH. Immer kürzere Nutzungszyklen führten zu wachsenden Schrottbergen und steigenden Ressourcenverbräuchen.

Damit Umweltschutz in der IKT-Branche wirklich umgesetzt wird, fordert die DUH Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf, Dienstleistungen zum Erhalt von Geräten und nachhaltige Produkte finanziell zu fördern. Außerdem sollten Standards zum Ökodesign festgelegt werden. Nötig seien auch ein Handypfand sowie Vorgaben zum Einsatz von Recyclingmaterial einzuführen.


  • Salatgurken ohne Folie

27.02.2019 | Ab Anfang März wird Kaufland die Salatgurken ohne Folie verkaufen. Wie die Lebensmittel-Einzelhandelskette erklärt, könnten dadurch rund 120 Tonnen Kunststoff pro Jahr eingespart werden. Einzig die Gurken in Bio- und Demeter-Qualität werden mithilfe umweltfreundlicher Klebeetiketten zur einfacheren Unterscheidung kenntlich gemacht.

Um die Qualität und Frische der unverpackten Gurken sicherzustellen, wurde die Gesamtprozesskette optimiert, wie zum Beispiel die Lieferzeiten von der Erzeugung bis hin zu den Filialen verkürzt. „Wir haben zahlreiche Tests durchgeführt, um zu garantieren, dass wir auch ohne Folie Salatgurken von bester Qualität anbieten“, sagt Dietmar Frötscher, Leiter Obst- und Gemüseeinkauf Kaufland.

Kaufland bietet im Obst- und Gemüsebereich immer mehr Artikel unverpackt an. Bei den Bananen beispielsweise ersetzt eine Banderole die Plastikverpackung. Bei einem Großteil der Bio-Produkte bei Kaufland wurden die Plastikschalen durch Pappschalen mit einem Grasfaseranteil ersetzt. Weitere regionale Produkte werden dem Kunden zukünftig in Pappschalen angeboten.


  • Weniger Elektrostahl produziert

27.02.2019 | Die Rohstahlproduktion in Deutschland ist schwach in das neue Jahr gestartet. Im Januar 2019 belief sich das Minus auf 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Ursächlich war vor allem der deutliche Rückgang der Elektrostahlerzeugung. Diese fiel im Vergleich zum Vormonat um 13,6 Prozent auf 906.000 Tonnen


  • Salzgitter mit trüben Aussichten

27.02.2019 (dpa) | Der Stahlkonzern Salzgitter rechnet für das neue Geschäftsjahr mit einem deutlich geringeren Gewinn. Grund sei ein sich eintrübendes Geschäftsumfeld sowie zahlreiche wirtschaftliche und politische Unwägbarkeiten, erklärte der Konzern.

So dürfte das Vorsteuerergebnis 2019 selbst im günstigsten Fall nur noch rund halb so hoch ausfallen wie im Vorjahr. Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann sprach mit Blick auf das laufende Jahr von „eher zunehmenden Herausforderungen“.

2018 stieg das Nettoergebnis im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 277,7 Millionen Euro, wie Salzgitter weiter mitteilte. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von besser laufenden Geschäften mit Flachstahl sowie mit Grobblech und Profistahl. Mit einem vorläufigen Vorsteuerergebnis von 347,3 Millionen Euro erreichte Salzgitter seine Prognose für 2018. Dies sei das beste Vorsteuerergebnis der vergangenen zehn Jahre.


  • Mehr Kontrollen bei Tierkörperbeseitigung

27.02.2019 (dpa) | Niedersachsen macht sich im Bund für regelmäßige Tierschutz-Kontrollen in Tierkörperbeseitigungsanstalten stark. Eine entsprechende Bundesratsinitiative hat das Kabinett am Dienstag beschlossen, wie die Landesregierung mitteilte.

Zur Begründung hieß es, in den Betrieben, die tierische Nebenprodukte herstellen, könnte im Nachhinein durch Kontrollen auch festgestellt werden, ob das Tier gequält wurde oder sogar durch eine unsachgemäße Nottötung starb. Bislang sieht das deutsche Tierschutzrecht nicht vor, dass angelieferte Tiere routinemäßig darauf untersucht werden müssen.

Hintergrund für die Bundesratsinitiative der Landesregierung ist eine Studie der Tierärzlichen Hochschule Hannover. Sie hatte ergeben, dass es bei mehr als zehn Prozent der Tierkörper Hinweise darauf gab, dass die Tiere vor ihrem Tod länger andauernde Schmerzen und Leiden ertragen mussten.


  • DUH will Primärstoffe verteuern

25.02.2019 | Die Deutsche Umwelthilfe fordert Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) dazu auf, ein Vermeidungsziel zur Halbierung der Verpackungsabfälle bis 2030 festzulegen. Zudem müssten die bestehende Mehrwegquote von 70 Prozent für Getränkeverpackungen umgesetzt sowie Wiederverwendungsquoten für andere Lebensmittel- und Verkaufsverpackungen eingeführt werden.

Damit für unvermeidbare Verpackungen möglichst wenig Material eingesetzt wird, sollten Primärrohstoffe außerdem deutlich verteuert werden. Mindeststandards zur Recyclingfähigkeit und zum Einsatz von Recyclingmaterial sollten verbindlich festgelegt werden.

Anlass für die Forderung ist das geplante Treffen zwischen Schulze und Vertretern von Supermarktketten, Lebensmittelkonzernen sowie Nichtregierungsorganisationen. Bei dem Treffen am 27. Februar in Berlin geht es um Maßnahmen zur Vermeidung von Plastikverpackungen. Die DUH mahnt Schulze, sich nicht mit freiwilligen Selbstverpflichtungen der Wirtschaft zufrieden zu geben.


  • Neue Trockenfermenter-Anlage

25.02.2019 | In der niederösterreichischen Stadt Wiener Neustadt werden künftig 7.500 Tonnen organische Reststoffe aus der kommunalen Biotonne in einer neuen Trockenfermenteranlage verwertet. Die Anlage wird vom Umwelttechnik-Unternehmen Pöttinger Fermente errichtet und voraussichtlich Ende 2019 betriebsbereit sein. In 15 Fermentercontainern werde dann der kommunale Biomüll mit dem innovativen 3-A Verfahren zu hochwertigem Rohkompost umgewandelt, der dem Boden als Humusdünger wieder zugeführt werden kann, teilt Pöttinger mit.

Während des dreiwöchigen Fermentationsprozess entstehen zusätzlich zum Rohkompost auch Biogas, Strom und Wärme. Diese werden vorwiegend für den Eigenverbrauch verwendet, überschüssige Energie wird in das Netz des Energieversorgers eingespeist. So kann Wiener Neustadt mit der neuen Fermenteranlage künftig nicht nur klimaneutral Energie gewinnen, sondern jährlich auch rund 700t CO2 einsparen.


  • Warnstreiks in Verwaltungen

25.02.2019 (dpa) | Wenige Tage vor der voraussichtlich entscheidenden Verhandlungsrunde im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst erhöhen die Gewerkschaften den Druck. In weiten Teilen Deutschlands machten Beschäftigte der Bundesländer am Montag in Kundgebungen auf ihre Belange aufmerksam. Warnstreiks gab es unter anderem in Kliniken, Verwaltungen und Schulen.

Die Proteste dürften fortgesetzt werden, bis die Gewerkschaften und die Vertreter der Länder am Donnerstag in Potsdam zur dritten Verhandlungsrunde des Tarifkonflikts zusammenkommen. An diesem Dienstag ist eine zentrale Kundgebung vor dem Landtag in Düsseldorf geplant, bei der Verdi-Chef Frank Bsirske und der Bundesvorsitzende des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach, reden wollen.


  • Kreislaufwirtschaft gut für NRW

 25.02.2019 | Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser fordert mehr Produkte aus möglichst vielen Sekundärstoffen oder nachwachsenden Rohstoffen. „Langlebigkeit, leichte Reparierbarkeit, Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit stehen im Vordergrund“, sagte Ministerin Ursula beim Forum KlimaDiskurs.NRW in Düsseldorf.

Schritt für Schritt werde in der globalen Wirtschaft das alte Industriemodell der Ressourcenausbeutung abgelöst von einem Modell der regenerativen Ressourcennutzung, erklärte die Ministerin. Gerade für Regionen wie das Ruhrgebiet und das Rheinische Braunkohlerevier biete die „Green Economy“ Perspektiven für Regionen im Wandel. „Viele Unternehmen stellen sich umwelt- und klimabewusst auf und entwickeln neue, ressourcenschonende Produkte und Dienstleistungen. Hier entstehen neue Identifikationen, Wettbewerbsvorteile, Lebensqualitäten und Arbeitsplätze, die wir in Nordrhein-Westfalen dringend benötigen.“

Der weltweite Rohstoffverbrauch habe sich zwischen 1970 und 2017 fast verdreifacht. „Diesen Trend müssen wir stoppen. Eine zunehmend ressourceneffiziente Produktion wird künftig für die nordrhein-westfälische Industrie zum zentralen Wettbewerbsvorteil“, sagte Heinen-Esser.


  • Streit über Klimaschutzgesetz

25.02.2019 (dpa) | Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) stößt mit ihrem geplanten Klimaschutzgesetz auf massive Vorbehalte beim Koalitionspartner Union. „Klimaschutz kann so nicht funktionieren“, sagte der CDU-Energieexperte Jens Koeppen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Wer glaubt, mit Stichtagsregelungen und Daumenschrauben die Ressorts zu Einsparungen zwingen zu können, wird an den Pariser Klimaschutzzielen scheitern.“

Schulze will per Gesetz regeln, wie stark Bereiche wie Verkehr, Industrie oder Landwirtschaft ihren Treibhausgas-Ausstoß Jahr für Jahr senken müssen, damit Deutschland sein Klimaschutzziel für 2030 – 55 Prozent weniger Treibhausgase als 1990 – und die EU-Vorgaben einhält. Konkrete Maßnahmen festzulegen überlässt sie in ihrem Entwurf den Fachressorts. Das betrifft vor allem Kollegen der Union: Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Bauminister Horst Seehofer (CSU).

Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein (CSU) sagte der dpa, die Koalition solle besser Schritt für Schritt vorgehen. „Jetzt legen wir zunächst den Pfad für einen auch wirtschaftlich und sozial vertretbaren Kohleausstieg fest. Dann geht es um konkrete, rasche Maßnahmen in allen Sektoren.“ Im Gebäudebereich etwa sei die steuerliche Förderung der energetischen Sanierung überfällig, im Verkehrsbereich sei eine Offensive für alternative Kraftstoffe notwendig. Altmaier sagte der Bild (Samstag), Schulzes einseitiges Vorgehen diene weder dem Klimaschutz noch dem Erhalt von Arbeitsplätzen. „Das Thema eignet sich nicht für persönliche oder parteipolitische Profilierung.“


  • LVP geht nicht nach Asien

20.02.2019 | Die große Mehrheit der Verkaufsverpackungen aus dem Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne wurde 2017 in Deutschland und im benachbarten Europa verarbeitet. Darauf weisen die drei dualen Systeme BellandVision, Der Grüne Punkt und Interseroh über die Initiative geTon hin. Die drei dualen Systeme vereinen etwa 80 Prozent des Marktvolumens.

Nach ihren Angaben sind etwa 85 Prozent der gesammelten Leichtverpackungen aus dem gelben Sack bzw. der gelben Tonne in deutsche Sortier-und Recyclinganlagen gewandert. Etwa 13 Prozent gingen 2017 als Handelsgut zur Aufbereitung in europäische Nachbarländer.

Nur eine kleine Menge LVP sei als zertifiziertes Wirtschaftsgut nach den Regeln der Basler Konvention nach Asien verkauft worden. Diese Mengen hätten 2017 bei den drei dualen Systemen im Mittel bei 2 Prozent gelegen.


  • Smartphone-Markt legt weiter zu

20.02.2019 (dpa) | Der Markt für Smartphones, Apps und Telekommunikationsdiensten wird in diesem Jahr um drei Prozent auf 34 Milliarden Euro wachsen, glaubt der Digitalverband Bitkom. „Das gesamte Ökosystem steht für stabiles Wachstum“, sagte Hannes Ametsreiter, Präsidiums-Mitglied des Verbands und Chef von Vodafone Deutschland am Mittwoch bei der Vorstellung der Zahlen. Das Smartphone habe sich als digitale Schaltzentrale durchgesetzt. Als neusten Trend macht der Bitkom das Phablet aus, das sind Smartphones mit besonders großem Display.

Entgegen dem weltweiten Trend entwickle sich der Markt hierzulande positiv, sagte Ametsreiter. Die Nachfrage bleibe stabil. Demgegenüber gebe es auf dem Weltmarkt eine stärkere Abschwächung. Hierzulande nutzen demnach 81 Prozent der Menschen ab 14 Jahren ein Smartphone, jeder Zweite legt sich jeweils stets das neuste Modell zu. 61 Prozent haben ein Gerät, das maximal ein Jahr alt ist, wie eine repräsentative Umfrage des Verbands ergab.


  • PET-Recyclate ausverkauft

20.02.2019 | Die PET-Recyclate von PET-Recycling Schweiz sind bereits ausverkauft. Alle für 2019 verfügbaren Mengen seien im Februar geordert worden, teilt der Verein mit. „Dank dem Absatzrekord ist bereits jetzt absehbar, dass der rPET-Anteil in Schweizer PET-Getränkeflaschen in diesem Jahr einen Rekordwert erreichen und die Schweiz damit ihren internationalen Spitzenplatz beim Bottle-to-BottleRecycling verteidigen wird.“

PET-Recycling Schweiz wurde 1990 gegründet und befasst sich seit In-Kraft-Treten der Verordnung über Getränkeverpackungen (VGV) mit der Sammlung von PET-Getränkeflaschen. Heute stellt er ein gesamtschweizerisches Entsorgungsnetz für PET-Getränkeflaschen zur Verfügung. Es handelt sich dabei um eine Branchenlösung auf freiwilliger Basis.


  • U-Haft nach Überfall

20.02.2019 (dpa) | Wenige Tage nach einem Überfall auf einen Schrotthändler in Mannheim wurde ein dringend tatverdächtiger Mann in Untersuchungshaft genommen. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft Mannheim soll er am vergangenen Freitag gemeinsam mit mindestens zwei bislang unbekannten Komplizen einen Schrotthandel überfallen haben. Einer der Täter soll den 77-jährigen Inhaber mit einer Pistole bedroht und somit die Herausgabe der Firmenschlüssel erzwungen haben. Im Anschluss wurden zwei Sattelzüge das Firmengelände gesteuert und mit Buntmetall beladen.

Als Angestellte einer benachbarten Firma die Polizei riefen, flohen die Täter mit mehreren Fahrzeugen. Während der Fahndung nach den Tätern kam es zu drei Verkehrsunfällen, an denen Polizeifahrzeuge beteiligt waren. Dabei wurden zwei Beamte verletzt und ein Gesamtschaden von rund 50.000 Euro verursacht.


  • SRH: App ist voller Erfolg

20.02.2019 (dpa) | Die überarbeitete App und die Hotline für das Melden von zugemüllten Straßen und Parks in Hamburg sind nach Ansicht der Stadtreinigung ein großer Erfolg. So seien 2018 insgesamt 63.070 Meldungen eingegangen. 33.095 kamen den Angaben zufolge über die App, 19.671 über die Hotline, 8.973 über die Homepage und Mails sowie 1.331 per Fax. Im Vergleich zu den 28.692 Meldungen im Jahr 2017 habe sich die Gesamtzahl in 2018 somit mehr als verdoppelt. Besonders erfreulich sei ein einzelner sogenannter „Power-User“, über dessen E-Mail-Adresse 1.758 wilde Ablagerungen gemeldet worden sind.

Die App ermöglicht es allen Bürgern, herrenlosen Sperrmüll oder andere Verschmutzungen zu fotografieren und anschließend zur Beseitigung direkt an die Stadtreinigung zu übermitteln. Ergänzend hierzu sind Meldungen ebenfalls telefonisch, über ein Kontaktformular auf der Website oder per Fax möglich.

Nach den Angaben eines Sprechers der Stadtreinigung ist vor allem die schnelle Beseitigung ein Hauptargument für die intensive Nutzung der Angebote: Demnach seien 70 Prozent aller gemeldeten Fälle innerhalb eines Arbeitstages entfernt worden.


  • Palladiumpreis auf Rekordhoch

20.02.2019 (dpa) | Der Preis für Palladium ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Am Mittwoch kostete eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) erstmals mehr als 1.500 US-Dollar. Das Metall, das zur Produktion von Auto-Katalysatoren verwenden wird, hat sich dank einer starken Nachfrage seit Jahresbeginn um fast 20 Prozent verteuert – das hat auch mit der Diesel-Krise zu tun, meint Carsten Fritsch, Rohstoffexperte bei der Commerzbank.

Ausschlaggebend für die Knappheit bei Palladium ist laut Fritsch eine hohe Nachfrage aus der Automobilindustrie. Diese habe im vergangenen Jahr 85 Prozent der gesamten Nachfrage ausgemacht. Palladium werde hauptsächlich in Katalysatoren eingesetzt; wegen verschärfter Emissionsvorschriften steige der Bedarf.

Hinzu komme, dass der Diesel bei vielen Verbrauchern in Misskredit geraten sei. „Zusätzlich nachfrageverstärkend wirkt die Dieselkrise in Europa und die daraus resultierende Verschiebung von Diesel- zu Benzinautos“, kommentierte Fritsch. Denn während für Diesel-Katalysatoren eher Platin benötigt wird, wird Palladium insbesondere bei Benzinern eingesetzt. Der Preis für Platin hat sich seit Jahresbeginn nur vergleichsweise wenig verändert.

Dass Autos wegen des hohen Palladium-Preises spürbar teurer werden, müssen Käufer jedoch nicht fürchten. Je Katalysator würden nur wenige Gramm Palladium benötigt, heißt es aus der Autoindustrie. Bezogen auf die Gesamtkosten eines Autos falle der hohe Palladium-Preis daher nicht nennenswert ins Gewicht.


  • Auszeichnung für Kanal-Türpe

20.02.2019 | Die Firma Kanal-Türpe erhielt vergangene Woche die Auszeichnung der Umweltallianz vom sächsischen Umweltministerium. „Wir sind stolz auf unsere chemisch-physikalische Behandlungsanlage“, sagte Prokurist Christian Gil. Die Firma behandelt seit 2016 Öl-Wasser-Gemische, insbesondere Abfälle aus Leichtflüssigkeitsabscheidern, aber auch Emulsionen. Dabei werden Öle und andere Stoffe herausgetrennt. Dadurch entstehen feste Reststoffe, die als Ersatzbrennstoff in einer Müllverbrennungsanlage verwertet werden. Andere leichtflüssige Bestandteile, wie Öle und Schmierstoffe, werden zur Weiterverwertung transportiert und wiederaufbereitet.

Das zertifizierte Familienunternehmen arbeitet mit großen Unternehmen wie Porsche und BMW zusammen und investiert nach eigenen Angaben deutlich mehr in den Umweltschutz als gesetzlich vorgeschrieben. „Mit unserer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Anlage arbeiten wir energieeffizient und sind, was die Stromversorgung angeht, weitestgehend autark“, berichtet Andreas Anger, Technischer Leiter von Kanal-Türpe. Eine weitere Photovoltaikanlage sei für den Standort Leipzig geplant. Eigene Ladestationen und Elektrofahrzeuge sollen folgen.


  • Neuer Recyclingofen von Trimet

18.02.2019 | Das Gelsenkirchener Recyclingwerk der Trimet Aluminium SE hat einen neuen Trommelofen zum Umschmelzen von Aluminiumschroten in Betrieb genommen. Mit einem Fassungsvermögen von rund 40 Tonnen ersetzt der neue Ofen zwei der drei bisherigen Anlagen. Damit erhöhe der neue Trommelofen die Umschmelzkapazitäten des Gelsenkirchener Standortes signifikant, teilt Trimet mit.

Parallel zur Installation wurden auch die Infrastruktur und die Abgasführung des Umschmelzwerks modernisiert und erweitert. Der Ofen verfügt über ein sich selbst steuerndes Brennersystem, das bei der Herstellung des Brennstoffgemisches je nach Anforderung zwischen Sauerstoff und Luft umschaltet. Das reduziere nicht nur den Energieverbrauch deutlich, es erhöhe auch den Anteil des rückgewonnenen Metalls, erklärt Trimet. Zudem verfüge der Ofen über eine intelligente Chargiertechnik, die eine schnellere Befüllung ermögliche und je Schmelzvorgang größere Materialmengen aufbereiten könne.


  • Umicore recycelt für Formel E

18.02.2019 | Der belgische Recyclingkonzern Umicore wird Partner der Rennserie Formel E, um die Batteriezellen der voll elektronisch betriebenen Rennwagen zu recyceln. Derzeit recycelt der Konzern bereits die Lithium-Ionen-Batteriemodule der ersten beiden Rennsaisons. Der Rückgewinnungsprozess umfasse das Sortieren der Batterien, die Demontage der Batteriepacks und das Recycling hochwertiger Metalle, erklärt Umicore. Die Metalle könnten dank des unternehmenseigenen Schmelzprozesses und anschließender hydrometallurgischer Behandlung wiedergewonnen werden.

Wie Umicore hervorhebt, sind die Metalle in der Batterie endlos recycelbar, ohne dass sie ihre Eigenschaften verlieren. Nach dem Einsammeln würden die Batterien so zerlegt, dass es zu keiner Schädigung der Umwelt durch gefährliche Stoffe komme. Das Recycling umfasse die Wiedergewinnung der Metalle und ihre Umwandlung in Metalllegierungen, die erneut in wiederaufladbaren Batterien oder anderen Produkten eingesetzt werden. „Umicore ist eines der wenigen Unternehmen weltweit, das diesen geschlossenen Recyclingkreislauf anbietet“, heißt es.


  • Neue UN-Umwelt-Chefin

18.02.2019 (dpa) | Die Dänin Inger Andersen wird neue Chefin des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Das bestätigte UN-Generalsekretär António Guterres am Samstag. Andersen ist seit 2015 Leiterin der Weltnaturschutzunion IUCN und hatte davor unterschiedliche Posten bei der Weltbank und den Vereinten Nationen. Sie folgt auf den Norweger Erik Solheim, der im November zurückgetreten war, nachdem Unregelmäßigkeiten in der Abrechnung von Dienstreisen ans Licht gekommen waren.

Damit bleibt Flasbarth voraussichtlich im Bundesumweltministerium. Er ist dort seit 2013 Staatssekretär, zuvor war er Präsident des Umweltbundesamtes. Der 56-Jährige gilt als einer der wichtigsten Umweltpolitiker des Landes und spielt eine führende Rolle in internationalen Klimaschutzverhandlungen. Er war bereits 2016 für den Posten des UN-Umwelt-Chefs angetreten, hatte aber gegen Solheim verloren.

UN Environment ist die Umweltorganisation der Vereinten Nationen und hat ihren Sitz in Kenias Hauptstadt Nairobi. Das Programm koordiniert die Umweltaktivitäten der UN, entwickelt politische Instrumente für den internationalen Umweltschutz und berät Länder. Im Vergleich zu anderen UN-Organen wird dem Umweltprogramm allerdings weniger politisches Gewicht nachgesagt. Alle zwei Jahre versammeln sich Staats- und Regierungschefs, Umweltminister und Experten zu einem UN-Umweltgipfel in Nairobi. Das nächste Treffen ist im März.


  • Trinkhalm aus Papier

18.02.2019 | Der Verpackungshersteller SIG wird im ersten Quartal 2019 eine Trinkhalmlösung aus Papier an den Markt bringen. Der erste Kunde werde Nestlé sein, kündigt der Hersteller an. Der Papiertrinkhalm sei in enger Zusammenarbeit mit einem Trinkhalm-Hersteller entwickelt worden und robust genug, um geschlossene Trinkhalmlöcher der aseptischen Kartonpackungen von SIG zu durchstoßen.

Die Umverpackung der Trinkhalme sei ebenfalls neu konzipiert worden, erklärt SIG. Um Verschmutzungen zu vermeiden, bleibe die Umverpackung beim Herausnehmen des Trinkhalms an der Packung haften und könne zusammen mit der leeren Kartonpackung recycelt werden. Der neue Papierhalm soll eine Alternative zu den bisherigen Plastik-Trinkhalmen bieten.


  • Weniger Auto-Neuzulassungen

18.02.2019 (dpa) | Der europäische Automarkt läuft auch im neuen Jahr mit angezogener Handbremse. Im Januar sei die Nachfrage für Passagierfahrzeuge den fünften Monat in Folge gesunken, teilte der Branchenverband Acea am Donnerstag mit. Die Zahl der Zulassungen fiel im Januar auf knapp 1,2 Millionen Fahrzeuge. Das sind 4,6 Prozent weniger als im Januar 2018.

Die Nachfrage sei fast in der gesamten Europäischen Union zurückgegangen, erklärt Acea. In Spanien und Italien ging es mit minus 8 Prozent und minus 7,5 Prozent am stärksten bergab. In Deutschland fielen die Absätze um 1,4 Prozent, in Großbritannien um 1,6 Prozent und in Frankreich um 1,1 Prozent.


  • Weitere Stahl-Tarifrunde

18.02.2019 (dpa) | Nach Warnstreiks von rund 14.500 Beschäftigten sind die Tarifverhandlungen in der nordwestdeutschen Stahlindustrie am Montag in Düsseldorf in die vierte Runde gegangen. Die IG Metall fordert für die rund 72.000 Stahlkocher in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen sechs Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben bisher noch kein Angebot vorgelegt. Angesichts der weit auseinanderliegenden Positionen wurde in Verhandlungskreisen noch nicht mit einem Abschluss in dieser Runde gerechnet.

Weitere Warnstreiks seien auch in den kommenden Tagen nicht ausgeschlossen, sollten die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, hieß es bei der IG Metall. Bereits an diesem Dienstag soll die Tarifkommission der Gewerkschaft zusammenkommen.

Besonders umstritten ist die Forderung der Gewerkschaft nach Einführung eines Urlaubsgelds von 1.800 Euro, das auch in freie Tage umgewandelt werden kann. Die Arbeitgeber befürchten dadurch eine Überforderung der Unternehmen. Wenn die Entgeltumwandlung für alle Beschäftigten gelten solle, bedeute dies eine Arbeitszeitverkürzung von 1,5 bis 2 Stunden in der Woche.


  • Beschluss zu Titanoxid in Kürze?

12.02.2019 | Der Entsorgerverband BDE erwartet in Kürze eine Entscheidung zur sogenannten harmonisierten Einstufung von Titandioxid. Nach vielen Monaten der Diskussion habe die Kommission einen neuen Vorschlag vorgelegt, der Mitte Februar zur Abstimmung steht, erklärt der Verband. Titandioxid wird in Farben, Kunststoffen, Papier, Glas, Stahl oder Baustoffen eingesetzt und steht im Verdacht, beim Einatmen Krebs zu verursachen.

Der BDE lehnt die harmonisierte Einstufung von Titandioxid nach wie vor ab. „Wir befürchten, dass mit dem Kommissionsvorschlag zahlreiche gefährliche Abfälle erzeugt werden, die dem ursprünglichen Schutzziel, nämlich dem Schutz vor dem Einatmen feiner Titandioxid-Stäube, keinen Nutzen bringen“, sagt BDE-Präsident Peter Kurth. „Stattdessen wäre die Folge, dass für die Behandlung der dann gefährlichen Abfälle Anlagengenehmigungen sowie das operative Geschäft umfangreich angepasst werden müssten.“

Nach Ansicht des BDE sollte vielmehr ein Gesamtkonzept zum Umgang mit schwerlöslichen partikelförmigen Stäuben geringer Toxizität erarbeitet werden. Dabei könnte europaweit ein harmonisierter allgemeiner Staubgrenzwert festgelegt werden, der Beschäftigte vor ebendiesen Partikeleffekten schützt. „Der Schutz vor Staub und allgemeinen Partikeleffekten ist primär eine Aufgabe des Arbeitsschutzes. In Deutschland haben wir bereits einen Arbeitsplatzgrenzwert von 1,25 mg/m³, dies könnte europaweit harmonisiert werden“, so Kurth.


  • Schwaches Wachstum in Russland

12.02.2019 (dpa) | Russland rechnet für dieses Jahr mit einem schwächeren Wachstum seiner Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde voraussichtlich nur um 1,3 Prozent zulegen, geht aus einer Prognose des russischen Wirtschaftsministeriums hervor. Im vergangenen Jahr waren es noch 2,3 Prozent. 2017 wuchs das BIP um 1,6 Prozent.

Das Ministerium führte den Anstieg im Jahr 2018 auf Sondereffekte zurück. Das Wachstum der Wirtschaft sei nicht nachhaltig gewesen, hieß es. Zur konjunkturellen Belebung hätten vor allem die Stahlindustrie und das Bauwesen beigetragen.


  • BDSV wirbt für Schrotteinsatz

12.02.2019 | Der Stahlrecyclingverband BDSV plädiert für einen stärkeren Schrotteinsatz bei der Stahlproduktion. Auf diese Weise könnte die Stahlherstellung klimaschonender werden, betont der Verband. „Allein durch die Produktion von mehr als 12 Millionen Tonnen Rohstahl auf Basis des Sekundärrohstoffs Stahlschrott über die Elektrostahlroute werden in Deutschland pro Jahr rund 17 Millionen Tonnen CO2 eingespart.“

Hintergrund der Verbandsforderung sind Überlegungen einzelner Stahlkonzerne, CO2-Emmissionen zu vermeiden, indem die Stahlproduktion auf Wasserstoffbasis umgestellt wird. Das würde das Aus für die Hochöfen bedeutet. Die BSDV wendet ein, dass der komplette Ersatz von Kohle durch Wasserstoff als Reduktionsmittel jährlich rund 120 Terawattstunden regenerativ erzeugte elektrische Energie benötigen würde. Das sei fast ein Viertel des gesamten deutschen Strombedarfs.

„Angesichts des deutschen Strommix, bei dem erneuerbare Energien derzeit nur etwa ein Drittel der Gesamtproduktion ausmachen, scheint das Ziel in weiter Ferne“, so der Verband. „Wesentliche Herausforderung ist der ökonomische Aspekt. Riesige Investitionen in den Anlagenpark und die Preissituation für Erdgas und Strom heben die Wirtschaftlichkeit des Übergangs zur CO2-freien Primärproduktion in Deutschland und Europa aus den Angeln.“


  • Riskanter Auto-Markt in China

12.02.2019 (dpa) | Die drei deutschen Autokonzerne Volkswagen, BMW und Daimler haben im vergangenen Jahr gut 5,5 Millionen Pkw in China verkauft. Während der chinesische Automarkt um zum ersten Mal seit 20 Jahren um vier Prozent schrumpfte, konnten die deutschen Hersteller in Summe um zwei Prozent zulegen und kamen so auf einen Marktanteil von knapp 24 Prozent, heißt es in einer Analyse der Unternehmensberatung Ernst&Young.

Damit wächst jedoch die Abhängigkeit der Deutschen vom schwächelnden chinesischen Markt. Bei Volkswagen ist die Abhängigkeit am größten: Europas größter Autobauer verkauft rund 40 Prozent seiner Fahrzeuge in China – zuletzt waren es 4,2 Millionen. So haben die Wolfsburger allein einen Marktanteil von 18,1 Prozent auf dem Markt.

Dabei ist ungewiss, wie es dort weitergeht. „Es ist derzeit völlig unklar, ob der Absatzrückgang anhält, oder ob sich der Markt wieder erholt“, sagt Ernst&Young-Partner Peter Fuß. Viel hänge vom Handelsstreit zwischen den USA und China ab. Eine längere Schwächephase wird nach Einschätzung von Fuß aber von der chinesischen Regierung verhindert werden.


  • Erneut Feuer auf Recyclinghof

12.02.2019 (dpa) | Ein schon fast gelöschter Großbrand auf einem Recyclinghof bei Celle ist am frühen Dienstagmorgen erneut entflammt. Gepresstes Altplastik und Altpapier stehe in Flammen, teilte die Polizei mit. Die Anwohner ssind wie am Vortag erneut aufgerufen worden, wegen der starken Rauchentwicklung Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Das Feuer in Hambühren (Landkreis Celle) war am Montag aus zunächst ungeklärter Ursache in einer Lagerhalle ausgebrochen. Das Gebäude sei komplett zerstört, eine Nachbarhalle stark beschädigt worden, sagte eine Sprecherin der Polizei. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere angrenzende Gebäude sei von der Feuerwehr verhindert worden.

Zeitweise waren bis zu 100 Einsatzkräfte vor Ort. Zwei angrenzende Straßen waren auch am Dienstag zunächst noch aufgrund des Einsatzes gesperrt. Laut Polizei könnten die Löscharbeiten noch bis zu 24 Stunden andauern. Solange müssten sich Anwohner auch noch auf eine starke Rauchbelästigung einstellen, sagte eine Sprecherin. Die Schadenshöhe war zunächst unbekannt. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.


  • EU verhandelt über CO2 für Lkw

12.02.2019 (dpa) | Bei den geplanten Klimaschutzvorgaben für Lastwagen und Busse haben die EU-Länder und das Europaparlament am Dienstag erneut nach einem Kompromiss gesucht. Unterhändler trafen sich am Nachmittag in Straßburg zur möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde.

Ähnlich wie bei Autos sollen in der Europäischen Union erstmals auch für neue Lkw und Busse Vorgaben gemacht werden, um den Ausstoß von Kohlendioxid bis 2030 deutlich zu senken. Die EU-Länder hatten sich auf eine Verringerung um 30 Prozent im Vergleich zu 2019 geeinigt – gegen den Wunsch der Bundesregierung, die das Ziel für zu ehrgeizig hält und sich enthielt. Das Europaparlament will aber sogar 35 Prozent erreichen.

Die Fahrzeughersteller lehnen die Pläne ab. Anders als bei Autos ließen sich im Fernverkehr alternative Antriebe wie Elektromotoren nur schwer durchsetzen, argumentierten die Hersteller. Protest legten sie vor allem gegen geplante Bußgelder für Hersteller ein, die ihre Flottenziele reißen: Nach dem Beschluss der EU-Länder könnten bei einer Überschreitung der Zielwerte von 2030 an pro Gramm Kohlendioxid und Tonnenkilometer 6.800 Euro fällig werden.


  • 1.300 Plastikobjekte pro km2 

11.02.2019 (dpa) | Am Boden der Nordsee liegen nach Erkenntnissen eines Experten durchschnittlich 1.300 Plastikobjekte pro Quadratkilometer. „Damit liegt die Nordsee im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Die Belastung entspricht ihrer starken kommerziellen Nutzung“, sagte der Meeresbiologe Lars Gutow vom Alfred-Wegener-Institut am Montag in Hannover im Umweltausschuss des Landtags.

Der Ausschuss hörte in seiner Sitzung Experten zu der Frage, wie sich Plastikmüll reduzieren lässt und welche Gefahren von ihm ausgehen. Meeresbiologe Gutow sagte, rund 76 Prozent der Kunststoffobjekte am Meeresboden seien Überreste aus der Schleppnetzfischerei.


  • Broschüre zu Eisenhüttenschlacke

08.02.2019 | Das FEhS ─ Institut für Baustoff-Forschung hat eine neue Broschüre zum Thema Eisenhüttenschlacke veröffentlicht. Mit der neuen Broschüre werde der Beitrag von Eisenhüttenschlacken – und den daraus hergestellten Produkten – zum nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschaften anschaulich dargestellt, teilt das Institut mit. Die Baustoffe werden unter anderem als klimafreundlicher Rohstoff in der Zementindustrie und im Verkehrsbau verwendet. Zusätzlich werden Eisenhüttenschlacken seit vielen Jahrzehnten als Düngemittel in der Landwirtschaft eingesetzt.

Durch den Einsatz dieser Nebenprodukte konnte in den letzten Jahrzehnten allein in Deutschland der Abbau von mehr als 1 Milliarde Tonnen Naturstein substituiert werden, rechnet das FEhS vor. „Die Baustoffe und Düngemittel aus der Stahlindustrie sind somit bestes Beispiel für gelebte Ressourcenschonung“, so FEhS-Geschäftsführer Thomas Reiche. Die Broschüre kann über die website www.fehs.de heruntergeladen oder über E-Mail (info@fehs.de) in gedruckter Fassung beim FEhS-Institut bestellt werden.


  • Vecoplan nun auch in Polen

08.02.2019 | Der Maschinenhersteller Vecoplan hat im November 2018 eine eigene Niederlassung in Polen für den Bereich Recycling und Waste eröffnet. Wie das Unternehmen mitteilt, erfolgt der Maschinen- und Service-Vertrieb durch Vecoplan Polska sp. z.o.o , die technische Ausarbeitung und Projektbetreuung durch die Anwendungstechnik im Hauptwerk in Bad Marienberg.

Das Team von Vecoplan Polska setzt sich aktuell zusammen aus Maciej Kamola, zuständig für Papier, Akten- und Datenvernichtung, Inhouse-Recycling und Post Consumer Plastic, sowie aus Ireneusz Suszyna, der den Markt mit Schwerpunkt Haus- und Gewerbeabfall sowie Ersatzbrennstoff bearbeitet. Hinzu kommt der Service-Techniker Tomasz Konieczka. Nomineller Geschäftsführer ist Michael Lambert, CFO der Vecoplan AG. Die operative Koordination läuft über die Leitung des Geschäftsbereichs Recycling und Waste, Martina Schmidt.


  • Entwarnung nach Unfall in MHKW

08.02.2019 (dpa) | Das nach einem Betriebsunfall in einem Essener RWE-Müllheizkraftwerk ausgetretene Granulat ist laut einer Analyse ungefährlich. Die Ergebnisse des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) entsprächen „der üblichen Grundbelastung der Umwelt“, teilte der Kraftwerksbetreiber am Freitag mit. Es habe zu keiner Zeit Gefahr für Gesundheit oder Umwelt bestanden. Anwohner könnten alle vom Granulat betroffenen Flächen wie Gärten, Wiesen und Spielplätze wieder uneingeschränkt nutzen.

Durch ein Loch in einem Filter der Rauchgasreinigungsanlage der Müllverbrennung in Essen-Karnap war am Montag laut RWE so genanntes Aktivkoksgranulat in die Luft geschleudert worden und in einem Umkreis von etwa 200 Metern rund um das Kraftwerk niedergegangen. Eine Lanuv-Sprecherin wies zunächst auf eine mögliche Belastung des Stoffs mit giftigem PCB oder Dioxinen hin.


  • Glasrecycling in der EU

08.02.2019 | Im Jahr 2016 sind in Europa über 12 Millionen Tonnen Glasflaschen und -gläser gesammelt und recycelt worden. Die durchschnittliche Glasrecyclingquote in der EU28 betrage somit stabil 74 Prozent, teilt der Verband der europäischen Behälterglashersteller FEVE mit.

In den kommenden Jahren könnte die Quote steigen, da sich die EU-Mitgliedstaaten zu ehrgeizigen Zielen bei der Reduzierung von Hausmüll und dem Recycling von Glasverpackungen verpflichtet haben. „Als Industrie verpflichten wir uns, das gesammelte Glas in ausreichender Qualität im geschlossenen Kreislauf zu recyceln.  Schätzungsweise 90 Prozent dessen, was gesammelt wird, fließt in die Herstellung neuer Flaschen. Heute ist Recyclingglas unser wichtigster Rohstoff, der uns erhebliche Umweltvorteile und Energieeinsparungen bringt“, sagt Adeline Farrelly, Generalsekretärin der FEVE.


  • E-Schrott: Neue VDI-Richtlinie

06.02.2019 | Die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (GEU) hat die neue Richtlinie VDI 2343 Blatt 6 „Recycling elektrischer und elektronischer Geräte – Vermarktung“ fertiggestellt. Gesetzgeber, Hersteller, Händler, Importeure, Produktanwender und Entsorger finden in der Richtlinie konkrete Handlungsanweisungen zum Recycling von Elektro-/Elektronikaltgeräten und deren Vermarktung. Sie beinhaltet Empfehlungen und Hinweise zum rechtlich korrekten Umgang hinsichtlich Transport und Export von Altgeräten. Des Weiteren beleuchtet die Richtlinie technische Aspekte wie die Fraktionierung auf manuelle oder maschinelle Weise.

VDI 2343 Blatt 6 bietet zudem Informationen über die Werkstoffeinteilung und detailliertes Wissen über Kunststoffsystematik sowie die Anwendung der Systematiken von Werk- und Kunststoffen. Die Richtlinie erscheint im Februar 2019 als Entwurf und kann zum Preis von EUR 109,70 beim Beuth Verlag gekauft werden. Die Einspruchsfrist gegen den Richtlinien-Entwurf endet am 31.07.2019.


  • Weniger Aufträge für Industrie

06.02.2019 (dpa) | Der Auftragseingang in der deutschen Industrie hat im Dezember überraschend einen weiteren Dämpfer erhalten. Im Monatsvergleich sei er um 1,6 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten einen leichten Anstieg erwartet. Im Jahresvergleich fiel der Auftragseingang im Dezember laut Bundesamt um 7,0 Prozent. Allerdings wurden die Dezember-Daten durch ungewöhnlich wenige Großaufträge stark beeinflusst.

„Die konjunkturelle Delle wird uns wohl noch einige Zeit beschäftigen“, kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Der Experte schränkte aber ein, dass die Auftragsdaten auf den zweiten Blick „doch nicht ganz so dramatisch“ ausgefallen seien.

Klammert man Großaufträge aus, zeigte sich Ende 2018 ein deutlich besseres Bild: „Ohne Berücksichtigung der Großaufträge lag der preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember saison- und kalenderbereinigt um 3,5 Prozent höher als im Vormonat“, so das Statistische Bundesamt.


  • Neue Webseite für EB-Mainz

06.02.2019 | Der Entsorgungsbetrieb Mainz hat seinem Internetauftritt erneuert. Die wichtigsten aktuellen Informationen laufen nun per Liveticker über die Seite. Auch wichtige Neuigkeiten von Terminverschiebungen bis hin zu aktuellen Mitmachaktionen sind auf der Startseite zu finden.

Gewohnte Inhalte wie der Abfallkalender können für die eigene Adresse heruntergeladen werden. Aktionen, wie der Online Mainzer Tausch- und Verschenkmarkt, der Dreck weg-Tag oder auch Meldungen über illegale Abfallfunde sind auf der neuen Webseite ebenfalls zu finden.


  • Höhere Umweltschutzausgaben

06.02.2019 | Die Ausgaben für Umweltschutzleistungen beliefen sich im Jahr 2016 auf rund 66,2 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhöhten sich die Umweltschutzausgaben um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unternehmen in Deutschland wendeten im Jahr 2016 für Umweltschutzleistungen 41,1 Milliarden Euro auf, die privaten Haushalte 14,3 Milliarden Euro und der Staat 10,8 Milliarden Euro.

Die größten Ausgaben für Umweltschutzleistungen entfielen auf die Bereiche Abwasserwirtschaft (45 Prozent) und Abfallwirtschaft (34 Prozent). Dahinter folgen Vermeidung und Beseitigung von Umweltverunreinigungen (14 Prozent) sowie auf Arten- und Landschaftsschutz, Forschung und Entwicklung und sonstige Umweltschutzaktivitäten (7 Prozent).

Detaillierte Daten können in den Publikationen „Umweltökonomische Gesamtrechnungen – umweltbezogene Steuern“ sowie „Umweltökonomische Gesamtrechnungen – Umweltschutzausgaben“ abgerufen werden.


  • Gewinneinbruch bei Salzgitter?

06.02.2019 (dpa) | Der Stahlkonzern Salzgitter erwartet für das neue Geschäftsjahr deutlich weniger Gewinn. Salzgitter begründet dies mit einem sich eintrübenden Geschäftsumfeld sowie „zahlreichen wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten“. So könnte sich das Vorsteuerergebnis 2019 mit prognostizierten 125 Millionen bis 175 Millionen Euro im schlechtesten Fall mehr als halbieren. Der Umsatz könnte leicht über 9,5 Milliarden Euro steigen.

Im vergangenen Jahr erzielte Salzgitter ein vorläufiges Vorsteuerergebnis von 347,3 Millionen Euro. Der Umsatz betrug 9,3 Milliarden Euro. Die endgültigen Geschäftszahlen will Salzgitter am 27. Februar veröffentlichen.


  • EU stoppt Aurubis-Teilverkauf

06.02.2019 (dpa) | Die EU-Kommission hat den geplanten Verkauf von Geschäftsteilen des Kupferkonzerns Aurubis an die Wieland-Werke untersagt. Der Verkauf würde eine Einschränkung des Wettbewerbs darstellen, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Es gebe ernste Bedenken, dass der Zusammenschluss die Preise für die von europäischen Herstellern genutzten Kupferwalzprodukte nach oben treiben würde, erklärten die EU-Wettbewerbshüter.

„Kupferwalzprodukte sind für viele Industriezweige in Europa ein wichtiges Vorprodukt, so zum Beispiel für die Herstellung von Teilen, die für Spitzentechnologien in Elektroautos, Zügen und elektronischen Geräten verwendet werden“, sagte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Der Zusammenschluss hätte zur Entstehung eines neuen marktbeherrschenden Unternehmens geführt.

Aurubis hatte zuvor erklärt, mit den Wieland-Werken in Ulm über den Verkauf des Segments Flachwalzprodukte einig zu sein. Er umfasst unter anderem Fabriken in den USA, den Niederlanden, Finnland und Deutschland. Über finanzielle Details wurde Stillschweigen vereinbart. Der Bereich brachte es zuletzt auf 1,3 Milliarden Euro Jahresumsatz. Mitverkauft werden sollte auch ein 50-Prozent-Anteil an der Schwermetall Halbzeugwerk GmbH&Co KG mit rund 330 Millionen Euro Umsatz. Auch dem schoben die EU-Wettbewerbshüter einen Riegel vor.


  • Schönmackers kauft de Loreyn

05.02.2019 | Der Entsorger Schönmackers hat rückwirkend zum 01.01.2019 die kompletten Geschäftsanteile der Entsorgungsfirma de Loreyn in Kleve übernommen. Die Firma am Niederrhein beschäftigt 26 Mitarbeiter und besitzt 9 Fahrzeuge. Nach Angaben von Schönmackers werden Gloria Schönmackers und Oliver Zimmermann die Geschäftsführung von de Loreyn übernehmen. Prokura erhält Wolfgang Scheuren.


  • Altpapier-Fahrzeug in Flammen

05.02.2019 (dpa) | Bei der Entsorgung von Altpapier ist am Dienstag in Demmin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ein Abfallfahrzeug in Flammen aufgegangen. Es sei Sachschaden in Höhe von 150.000 Euro entstanden, sagte eine Polizeisprecherin. Verletzt wurde niemand.

Nach ersten Untersuchungen sei das Feuer vermutlich durch einen technischen Defekt im Führerhaus ausgebrochen, als der Fahrer gerade Altpapierbehälter auf dem Gelände einer Firma entleerte. Die Flammen griffen auch auf die Papierladung über. Die Löschversuche des Fahrers schlugen fehl. Feuerwehrleute konnte den Brand löschen und ein Übergreifen auf Gebäude oder andere Fahrzeuge verhindern.


  • Stahlkocher wollen weiter streiken

05.02.2019 (dpa) | Im Tarifkonflikt in der Stahlindustrie sollen die Arbeitsniederlegungen in den kommenden Tagen auch auf Betriebe in Niedersachsen und Bremen ausgeweitet werden. Am Dienstag legten rund 1.400 Beschäftigte die Arbeit in NRW vorübergehend nieder, betroffen waren nach Angaben der IG Metall neun Betriebe von ThyssenKrupp und ArcelorMittal in Duisburg, Bochum und Kreuztal. Die Warnstreiks sollen bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 18. Februar nahezu täglich fortgesetzt werden, wie ein IG Metall-Sprecher ankündigte.

Hauptstreitpunkt bei den Tarifverhandlungen ist die Forderung der Gewerkschaft nach Einführung eines Urlaubsgelds von 1.800 Euro, das in freie Tage umgewandelt werden kann. Außerdem fordert die IG Metall für die rund 72.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen sechs Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben noch kein Angebot vorgelegt.


  • Verbrennung von Ölpellets

05.02.2019 | Aufgrund von Sorgen in der Bevölkerung will das NRW-Umweltministerium die Verbrennung von schwermetallhaltigen Raffinerierückständen in einem Gelsenkirchener Kraftwerk zusätzlich prüfen lassen. Ein externer Sachverständiger solle hinzugezogen werden, um die Wege der Pellets von der Herstellung bis zur Verbrennung zu untersuchen, sagte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Dienstag in Düsseldorf.

Der Einsatz der Ölpellets – ein Gemisch aus Ruß und Schweröl – im Kraftwerk Scholven entspreche der geltenden Rechtslage, betonte die Ministerin. Die Emissionen werden laut Ministerium wie gesetzlich vorgeschrieben laufend vom Kraftwerk geprüft. Die zulässigen Schadstoff-Grenzwerte seien immer weit unterschritten worden. Daher gehe sie nicht von Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung aus, sagte Heinen-Esser. Das Unternehmen BP habe zudem mitgeteilt, die Produktion der Ölpellets bis 2022 einzustellen.

Die mit großen Mengen der Schwermetalle Nickel und Vanadium belasteten Ölpellets sind Auslöser eines Umweltskandals. Von 2010 bis 2013 wurden bis zu 30.000 Tonnen dieser Rückstände illegal in einer Tongrube am Niederrhein entsorgt. Das Umweltministerium will in einem weiteren Gutachten das Vorgehen in dem Fall klären.


  • Neuer Gesellschafter für GftZ

04.02.2019 | Der Alttextilverwerter Hahn Putzlappen GmbH ist zum 1. Februar 2019 der Gemeinschaft für textile Zukunft (GftZ) als Gesellschafter beigetreten. Die GftZ setzt sich nun aus sechs Gesellschaftern zusammen, die mit ihren angeschlossenen Sortierbetrieben den überwiegenden Anteil der inländischen Sortierkapazität für Alttextilien repräsentieren und Alttextilien teilweise auch selber verwerten. Die Hahn Putzlappen GmbH produziert Putzlappen aus 100 Prozent Recyclingware und bietet damit eine Alternative zu Papierprodukten.


  • Gestank: Betreiber bessert nach

04.02.2019 (dpa) | Wegen des andauernden Gestanks und zahlreicher Beschwerden rund um die Grube Teutschenthal im Saalekreis hat der Betreiber jetzt erneut nachgebessert. Das Unternehmen verzichte vorerst auf den Einsatz eines speziellen Filtratwassers, welches ursächlich für die beißenden Gerüche sein könnte, teilte das Wirtschaftsministerium am Sonntag in Magdeburg mit. Das sei am Freitag (1. Februar) vertraglich zwischen dem Betreiber und dem Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) vereinbart worden.

Ende des Vorjahres war bereits eine sogenannte Geruchseliminierungsanlage in Betrieb genommen worden. Wie wirksam die Anlage tatsächlich arbeitet, soll laut Ministerium noch in diesem Monat ermittelt und bewertet werden.

In dem stillgelegten Kali- und Steinsalzbergwerk werden Hohlräume seit 1992 unter anderem auch mit Industrieabfällen verfüllt. Seit Monaten klagen Anwohner über einen heftigen Gestank aus der Grube und berichten von gesundheitlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen und Atemnot. Dem LAGB liegen mehrere Hundert Beschwerden darüber vor.


  • MIT fordert Bürokratieabbau

04.02.2019 (dpa) | Der Wirtschaftsflügel der Union dringt auf konkrete Erleichterungen vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen. „Wir brauchen einen Befreiungsschlag beim Bürokratieabbau“, sagte der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT), Carsten Linnemann, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Für junge Firmen sollte es eine ‚Gründerschutzzone‘ geben.“ In den ersten zwei Jahren nach dem Start wären sie maximal von Bürokratiepflichten befreit, etwa bei Statistik-Aufzeichnungen. „Wenn man sieht, dass nach diesen zwei Jahren die Welt nicht zusammengestürzt ist, sollten wir das auf den gesamten Mittelstand ausweiten“, sagte Linnemann.

Die MIT macht sich außerdem für mehr Flexibilität bei Regelungen zu Arbeitszeiten stark. Das geht aus der Beschlussvorlage für eine Vorstandssitzung an diesem Montag hervor. „Wir wollen die Arbeitszeiten an die neuen digitalen Arbeitsbedingungen anpassen – auch im Sinne der Arbeitnehmer“», sagte Linnemann. „Wenn Mitarbeiter lieber abends, wenn die Kinder schlafen, noch Mails bearbeiten wollen, soll das auch möglich sein.“ Laut MIT-Papier sollten Lockerungen zumindest für Betriebe bis zu 250 Mitarbeitern geschaffen werden.


  • Neue Regeln für Haushaltsgeräte

04.02.2019 | Vergangene Woche haben sich die EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission auf umfassende Neuregelungen im Rahmen der EU-Ökodesign-Richtlinie geeinigt. Für zehn Produktgruppen, unter anderem für Geschirrspüler, Waschmaschinen, Kühlschränke und Halogenlampen gelten in Zukunft strengere Anforderungen an ihre Energieeffizienz, teilt das Bundesumweltministerium mit. Außerdem werden erstmals Anforderungen in Bezug auf Reparierbarkeit und Ersatzteile festgelegt.

„Die neuen Regeln sind konkrete Maßnahmen gegen die Wegwerf-Gesellschaft. Sie verbessern die Möglichkeit, Produkte zu reparieren und zu recyclen und setzen den Herstellern Anreize dafür, Produkte langlebiger zu gestalten“, erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze. „Insbesondere bei Haushaltsgeräten wie Geschirrspülern, Waschmaschinen und Kühlgeräten steigen die Anforderungen in Bezug auf Reparierbarkeit, ebenso bei TV-Geräten. Ersatzteile müssen verpflichtend zur Verfügung gestellt werden. Davon profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher, Reparaturbetriebe und Recycler.“ Hersteller und Importeure müssen die neuen Regeln im europäischen Markt größtenteils ab März 2021 einhalten.


  • Euroraum: Stimmung kippt

04.02.2019 | Die Stimmung der Konjunkturexperten im Euroraum kippt. Das ifo Wirtschaftsklima ist von 6,6 auf -11,1 Punkte gesunken und liegt somit zum ersten Mal seit 2014 wieder unter null. „Die Experten beurteilen die aktuelle Lage und die künftige Entwicklung pessimistischer. Das Tempo des Wirtschaftswachstums im Euroraum dürfte sich verlangsamen“, erwartet das ifo.

In Frankreich und Belgien haben die Experten ihre Einschätzung am stärksten nach unten korrigiert. Die Konjunktur-Erwartungen in Frankreich seien regelrecht abgestürzt, erklärt das ifo. Auch die Lagebewertung ist gesunken, jedoch in geringerem Maße. In Belgien verschlechterten sich Lage und Erwartungen deutlich.

Auch in Italien trübte sich die Lagebeurteilung erneut ein; sie liegt laut ifo am tiefsten von allen Euroländern. Ein kleiner Lichtblick ist, dass sich die Erwartungen der Experten in Italien nicht mehr verschlechtert hätten, sondern auf einem sehr niedrigen Niveau stagnieren. Auch Deutschland kann sich dem Abwärtstrend nicht entziehen. Die Experten sind zunehmend pessimistisch mit Blick auf die künftigen Exporte, die Investitionen und den privaten Konsum.


  • Aus für Wertstofftonne?

31.01.2018 | Die Wertstofftonne in Hannover steht angeblich vor dem Aus. Grund sind die hohen Verluste, die der Zweckverband aha jährlich durch die Wertstofftonne macht. Wie die Hannoversche Allgemeine berichtet, beläuft sich der Verlust auf 1,5 Millionen Euro pro Jahr. In der Region Hannover hat aha 45.000 Behälter mit dem orangefarbenen Deckel aufgestellt.

Das Thema Wertstofftonne soll in der nächsten Sitzung des Abfallwirtschaftsausschusses behandelt werden. Angeblich wurden im vergangenen Jahr rund 2.500 Tonnen Abfälle in der Wertstofftonne gesammelt. Doch rund 70 Prozent der Abfälle fielen bei der Sortierung als Sortierreste an.


  • Anmeldung für IFAT Eurasia

31.01.2019 | Der Countdown läuft: Nur noch zwei Monate, bis die IFAT Eurasia 2019, Eurasiens führende Umwelttechnologiemesse, ihre Pforten in der Türkei öffnet. Besucher können sich ab sofort online für die Veranstaltung vom 28. bis zum 30. März anmelden. Die Teilnehmer der kommenden IFAT Eurasia erwartet ein umfangreiches Portfolio an Messethemen und Umweltlösungen auf rund 17.000 Quadratmetern.

„Wir befinden uns in den letzten Zügen der Ausstellerregistrierung und -platzierung, und die Hallen füllen sich zunehmend. Im Wasser- und Abwasserbereich sind wir bereits nahezu vollständig gebucht“, berichtet Katharina Schlegel, Projektleiterin der IFAT Auslandsmessen bei der Messe München. Unter den bisher angemeldeten Ausstellern finden sich Unternehmen wie Anadolu Flygt, Astim, Asos, Benli, Dikkaya, Disan, Eldan, Festo, Hach Lange, Hitachi Zosen Inova, Lanxess Deutschland, Lindner Recyclingtechnik, Mimsan, M-U-T., Netzsch, Standart Pompa, Tomra, Werner Doppstadt Umwelttechnik und Wilo.


  • Papieratlas geht in neue Runde

31.01.2019 | Der Papieratlas geht in eine neue Runde. Mit drei Wettbewerben suchen die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) und ihre Partner auch in diesem Jahr die recyclingpapierfreundlichsten Städte, Landkreise und Hochschulen Deutschlands. Die Teilnahme ist ab sofort bis zum 31. März 2019 möglich.

Alle deutschen Landkreise sowie alle Städte ab 50.000 Einwohnern und Hochschulen ab 5.000 Studierenden sind eingeladen, sich mit ihrem Papierverbrauch und ihren Recyclingpapierquoten am Papieratlas zu beteiligen. Darüber hinaus können sich erstmals auch Städte ab 40.000 Einwohnern und kleinere Hochschulen für eine Teilnahme aktiv an die IPR wenden. Die Auszeichnung der Sieger in den Kategorien „Recyclingpapierfreundlichste/r Stadt/Landkreis/Hochschule“, „Aufsteiger des Jahres“ und „Mehrfachsieger“ wird im Herbst 2019 im Bundesumweltministerium in Berlin stattfinden.


  • Harings neuer Chef von Aurubis

31.01.2019 (dpa) | Der Kupferhersteller Aurubis hat Roland Harings zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Harings werde sein Amt zum 1. Juli antreten, teilt Aurubis mit. Der 55-Jährige hatte zuvor das Unternehmen MKM Mansfelder Kupfer und Messing GmbH geleitet. Sein Vertrag in Hamburg läuft zunächst drei Jahre.

„Mit Harings konnte Aurubis einen äußerst erfolgreichen Manager mit über 25 Jahren internationaler Erfahrung in der Rohstoffindustrie – Aluminium, Kupfer und Messing – gewinnen“, sagte Aufsichtsratschef Fritz Vahrenholt. Der bisherige Aurubis-Chef Jürgen Schachler hatte Mitte Dezember bekanntgegeben, das Unternehmen Ende Juni, kurz vor seinem 65. Geburtstag, zu verlassen.


  • Niedriges Wachstum in Eurozone

31.01.2019 (dpa) | In der Eurozone hat sich der Konjunkturaufschwung mit vergleichsweise niedrigem Tempo fortgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im vierten Quartal 2018 um 0,2 Prozent zum Vorquartal gewachsen, teilte das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mit. Im dritten Quartal war die Wirtschaft ebenfalls um 0,2 Prozent gewachsen.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal wuchs die Wirtschaft in der Eurozone im vierten Quartal um 1,2 Prozent. Für das Gesamtjahr 2018 geht die Behörde laut der vorläufigen Schnellschätzung von einem Wachstum von 1,8 Prozent aus. Detailangaben zu einzelnen Ländern machten die EU-Statistiker nicht.


  • Weniger Silber recycelt

30.01.2019 | Als „uneinheitlich“ bezeichnet die Fachvereinigung Edelmetalle die Entwicklung des Marktes für Edelmetalle im vergangenen Jahr. „Zahlreiche Abnehmerindustrien für Edelmetalle folgten dem Trend der deutschen Wirtschaft und verzeichneten im zweiten Halbjahr 2018 ein deutlich geringeres Wachstum“, teilte die Vereinigung am Mittwoch mit.

Bei Gold sei die Nachfrage besonders im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum weltweit gefallen – vor allem wegen der Entwicklung der Märkte in der Türkei und Italien. Stabil geblieben sind hier hingegen die Recyclingmengen. Demnach machte recyceltes Gold 2018 rund 30 Prozent der globalen Goldversorgung aus. Im Gegensatz dazu sind die Recyclingmengen bei Silber aufgrund der internationalen Verwerfungen „deutlich rückläufig“ gewesen – zur globalen Silberproduktion trägt das Recycling einen Anteil von 17 Prozent bei. Insgesamt sei die Menge an verarbeitetem Silber gegenüber 2017 um 3 Prozent zurückgegangen, unter anderem wegen der Schwäche im Investmentsegment.

Gestiegen hingegen ist der Gesamtbedarf bei Platingruppenmetallen – hier wirkte sich besonders für Palladium und Rhodium der Trend weg von Diesel- hin zu Benzinmotoren positiv aus. Laut Fachvereinigung waren dabei Preissteigerungen von bis zu 30 Prozent drin. Umgekehrt sank die Platin-Nachfrage – das Metall wird vor allem in Dieselmotoren benötigt.


  • EU will weniger Abfall

30.01.2019 (dpa) | Europa soll bis 2030 seine Wirtschaftsweise neu ausrichten, um die Umwelt und den sozialen Zusammenhalt zu bewahren. So soll etwa Müll radikal reduziert sowie Nahrung und Energie umweltverträglich produziert werden. Vorschläge für diese „Nachhaltigkeitswende“ machte die EU-Kommission am Mittwoch.

Es gehe darum, den Wohlstand auch für künftige Generationen zu sichern, sagte Vizepräsident Frans Timmermans in Brüssel. „Wenn wir jetzt nicht die nötigen Schritte zur Nachhaltigkeit unternehmen, wird unsere Lebensqualität schnell schlechter werden.“ Im neuen Reflexionspapier macht die Kommission konkrete Vorschläge zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele, die die Vereinten Nationen 2015 beschlossen hatten. Sie reichen von der Beendigung von Armut und Hunger, sauberem Wasser für jeden, preiswerte und saubere Energie, gute Jobs, Gleichstellung von Mann und Frau bis hin zum Klimaschutz.

Nötig ist dafür aus Sicht der Kommission unter anderem, jeden Abfall wiederzuverwenden. Ferner soll Nahrung so produziert und genutzt werden, dass die wachsende Menschheit genug Essen hat. Die EU soll außerdem ihr Energie- und Transportwesen und das Heizen von Gebäuden konsequent nachhaltig ausrichten. Alles soll so organisiert werden, dass es Menschen mit kleinem Einkommen nicht überfordert.


  • Cocktails in der MVA

30.01.2019 | Cocktails schlürfen in einer Bar und nebenbei den Betrieb in einer Müllverbrennungsanlage beobachten: In einer MVA im Westen Tokios ist das nun möglich. Dort könnten die Besucher mit Blick auf Stahlkrallen und Öfen hinter einer vollverglasten Wand sitzen und Treiben zusehen. Einen Artikel und ein Video hierzu finden Sie hier.


  • Biogasanlagen gefährdet

30.01.2019 (dpa) | Die Thüringer Landesregierung sieht den Erhalt der Biogasanlagen im Freistaat gefährdet. Unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen drohe bis zum Jahr 2030 ein Rückgang der Biogas-Strommenge um 80 Prozent, teilte das Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz am Dienstag mit.

Thüringen plant deshalb eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Derzeit gebe es zu wenige wirtschaftliche Anreize für die Betreiber von Biogasanlagen, sagte Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Linke). Das müsse geändert werden.

Biomasse ist in Thüringen eine tragende Säule der Energiewende: 30,7 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen wurden 2017 nach Ministeriumsangaben aus Biomasse erzeugt. In Thüringen stehen rund 270 Biogasanlagen, rund 10 000 Arbeitsplätze sind mit der Branche verknüpft.


  • Klärschlamm in Niedersachsen

30.01.2019 | Der Klärschlamm in Niedersachsen wurde im Jahr 2017 zu rund 65 Prozent stofflich verwertet. Weitere 33 Prozent wurden verbrannt. Auf Bundesebene war das Verhältnis mit 30 Prozent Verwertung und 70 Prozent Verbrennung 2017 nahezu umgekehrt.

Insgesamt wurden in Niedersachsen im Rahmen der öffentlichen Abwasserentsorgung rund 147.300 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen direkt und ohne Zwischenlagerung entsorgt. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, gingen davon rund 96.400 Tonnen in die stoffliche Verwertung. Die Landwirtschaft war hier der größte Abnehmer und brachte rund 73.400 Tonnen als Dünger aus. Weitere über 48.900 Tonnen des 2017 angefallenen Klärschlamms wurden thermisch entsorgt.


  • Studie zu Tonerkartuschen

29.01.2019 | Welchen konkreten Beitrag die professionelle Aufbereitung und Wiederverwendung gebrauchter Tonerkartuschen zum Klima- und Ressourcenschutz leistet, zeigt eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT im Auftrag des Umweltdienstleisters Interseroh. Demnach spart die Wiederverwendung einer einzigen Kartusche gegenüber der Neuproduktion 4,49 kg Treibhausgasemissionen ein. Außerdem werden pro Kartusche 9,39 kg Primärressourcen geschont.

Zum Vergleich: Die stoffliche Verwertung einer defekten Kartusche spart 0,41 kg Treibhausgasemissionen und 1,94 kg Ressourcen ein. Die Untersuchung liefert damit den Beleg für die Umweltvorteile einer konsequenten ReUse-Strategie, betont Interseroh. Auch die Bundesregierung fordere, dass gebrauchte Tonerkartuschen künftig verstärkt wiederaufbereitet und neu befüllt werden; eine entsprechende Verordnung zur Behandlung von Elektroaltgeräten sei in Arbeit.

Die Interseroh Product Cycle GmbH stellt seit Jahren verschiedene Sammelsysteme für leere Druckerpatronen und Tonerkartuschen zur Verfügung. Im Jahr 2017 konnte sie insgesamt rund 1,4 Millionen gebrauchte Kartuschen zurücknehmen. Davon wurde die Hälfte wiederaufbereitet; die anderen 50 Prozent gingen aufgrund von Beschädigungen oder mangels Nachfrage meist ins stoffliche Recycling.


  • Bremerhaven verlängert Vertrag

29.01.2019 | Der Magistrat der Stadt Bremerhaven hat den Vertrag mit dem städtischen Müllentsorgungsbetrieb BEG bis zum Jahr 2032 verlängert. An dem Unternehmen ist die Stadt mit 25,1 Prozent und Remondis mit 74,9 Prozent beteiligt. Wie das Online-Portal bunte un binnen berichtet, seien Ausgaben im zweistelligen Millionenbereich in das Bremerhavener Müllheizkraftwerk geplant.


  • Angst vor Giften aus Deponie

29.01.2019 (dpa) | Die Deponie Ihlenberg in Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt auch die Lokalpolitik im benachbarten Lübeck. Jetzt fordern Abgeordnete der kleinen Fraktionsgemeinschaft aus Freien Wählern und der Wählergemeinschaft grün+alternativ+links (GAL) in der Lübecker Bürgerschaft die sofortige Schließung der Deponie sowie umfassende Bodenuntersuchungen in Lübeck.

Grund ist die Angst, Gifte könnten von der Deponie ins Lübecker Trinkwasser sickern. Die CDU-Fraktion dagegen warnt vor Hysterie. Die Stadt müsse die Entwicklung der Risiken im Auge behalten, doch die Deponie habe den höchsten Sicherheitsstandard und irgendwo müsse der Müll schließlich hin, sagte der Fraktionsvorsitzende Oliver Prieur.


  • Elektrostahlproduktion in 2018

29.01.2019 | Die Elektrostahlproduktion in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent gegenüber 2017 gesunken. Nach aktuellen Zahlen der Wirtschaftsvereinigung Stahl belief sich die Produktion in 2018 auf 12,703 Millionen Tonnen. Die Rohstahproduktion insgesamt ist gegenüber 2017 um 2 Prozent auf 42,435 Millionen Tonnen gesunken.


  • Kaum noch Plastik in der Schlei

29.01.2019 (dpa) | Auch rund ein Jahr nach Bekanntwerden der Funde von massenhaft Kunststoffteilchen in der Schlei ist die Akte noch nicht vollständig geschlossen. Zwar würden derzeit kaum Schnipsel gefunden, es bestehe aber Konsens mit den Stadtwerken, dass bei Bedarf weiter gereinigt werde, sagte der Leiter der unteren Naturschutzbehörde, Thorsten Roos.

Dies sei auch Teil der Ordnungsverfügung, die der Kreis Schleswig-Flensburg erlassen hatte. Insgesamt funktioniere das Reinigen der Schlei von den Plastikschnipseln gut. Die Akte werde aber erst ganz zugemacht, wenn keine sichtbaren Belastungen mehr im Wasserkörper oder am Ufer festgestellt werden.

Anfang März 2018 war bekannt geworden, dass aus der Kläranlage in Schleswig unbemerkt und unabsichtlich große Mengen an kleinen Kunststoffteilchen in die Schlei gelangt waren.


  • Auszeichnung für Sicon

28.01.2019 | Der Anlagenbauer Sicon hat den Deutschen Exzellenzpreis 2019 in der Kategorie „Produkte B2B“ erhalten. Die Auszeichnung erhielt Sicon für den Fahrzeugshredder EcoShred Compact, die „derzeit effizienteste Maschine dieser Art weltweit“.

In seiner Dankesrede sagte Geschäftsführer Sebastian Schülke: „Mit mehr als sieben Milliarden Menschen auf unserer Erde ist die Aufbereitung und Verwertung von Reststoffen und Abfällen aller Art die wichtigste ökologische Herausforderung unserer Gegenwart. Wir stellen uns dieser Aufgabe und bieten mit unserem EcoShred Compact Fahrzeugshredder eine extrem effiziente Anlage, die vollautomatisiert betrieben werden kann und 100 Prozent made in Germany ist. Dass diese Leistung mit dem Deutschen Exzellenzpreis in einer eigenen Auszeichnung berücksichtigt wird, finden wir richtig. Umso mehr freut es uns, dass wir nun diese Auszeichnung selbst erhalten haben.“


  • Geschäftsklima auf Dreijahrestief

28.01.2019 (dpa) | Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zu Jahresbeginn weiter verschlechtert. Das Ifo-Geschäftsklima fiel im Vergleich zum Vormonat um 1,9 Punkte auf 99,1 Zähler, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag mitteilte. Nach dem fünften Rückgang in Folge liegt das Stimmungsbarometer auf dem tiefsten Stand seit Februar 2016. Analysten hatten im Mittel zwar mit einer Verschlechterung gerechnet, allerdings nur auf 100,7 Punkte. „Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem Abschwung“, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest.


  • Schulze besichtigt VEZ von Alba

24.01.2019 | Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat heute das von Alba betriebene moderne Logistikzentrum unter Erde, das Ver- und Entsorgungszentrum am Potsdamer Platz (VEZ), besichtigt. „Das VEZ zeigt, wie die Stadt der Zukunft funktionieren kann – umweltfreundlich, effizient, entlastend für die Menschen und den Verkehr in der City“, erklärte die Ministerin im Anschluss.

Seit 1998 der neue Potsdamer Platz in Berlin eröffnet wurde, betreibt Alba das zugehörige unterirdische VEZ. 15 Meter unter der Erde werden an 365 Tagen im Jahr die gesamte Warenanlieferung und Abfallentsorgung des Stadtquartiers von Alba abgewickelt. Eine IT-gestützte Selbstwiegetechnik ordne jedem Nutzer automatisch seine Abfallmengen zu – jeder Mieter zahle nur für den Abfall, den er auch verursacht hat, erklärt der Recyclingkonzern. Eine innovative Dehydrier-Anlage verarbeite vor Ort Speisereste aus den 34 Restaurants am Potsdamer Platz zu Flocken, die in einer Biogasanlage energetisch verwertet werden.

Täglich erreichen das VEZ rund 160 Lastkraftwagen. Auf einer Gesamtfläche von 4.800 Quadratmetern und Versorgungswegen von rund fünf Kilometern Länge finden die gesamte Warenlogistik und das Handling der Abfälle statt – unbemerkt von den 10.000 Beschäftigten und täglich 100.000 Touristen am Potsdamer Platz. Im VEZ würden mehr als 20 verschiedene Abfallarten getrennt, erklärt Alba. Jährlich würden rund 2.600 Tonnen Abfall gesammelt und in den Recyclinganlagen von Alba.


  • Circular Electronics Day

24.01.2019 | Heute, am 24. Januar, findet zum zweiten Mal der Circular Electronics Day statt. Der Tag soll ein Bewusstsein dafür schaffen und vertiefen, aus welchem Grund elektronische Produkte durch Reparaturen, Upgrades und Wiederverwendung eine längere Lebensdauer erhalten. Hinter der Initiative stehen die Unternehmen und Organisationen Blocket, Chalmers Industriteknik, Closing the Loop, European Environmental Bureau, iFixit, Elgiganten, El-kretsen, Inrego, IVL Svenska Miljöinstitutet, Lenovo, Recipo und TCO Development.

„Die Wirtschaft muss sich zu einer Kreislaufwirtschaft entwickeln, in der mit Produkten und Materialien aller Art verantwortungsbewusst umgegangen wird. Das Ziel ist es, die Produktlebensdauer zu maximieren und entsorgte Produkte als wertvolle Ressourcen für die Herstellung neuer Produkte wiederzuverwenden“, sagt Andreas Rehn, Projektleiter für die Kriterienentwicklung bei TCO Development, der Organisation hinter der Nachhaltigkeitszertifizierung für IT-Produkte TCO Certified.


  • Steinmüller beliefert Premnitz

24.01.2019 | Die Steinmüller Babcock Environment GmbH mit Sitz in Gummersbach hat den Auftrag für die Erweiterung des EBS-Kraftwerkes in Premnitz erhalten. Die Erweiterung beinhaltet eine neue Verbrennungslinie mit einer Jahreskapazität von 150.000 Tonnen. Sie soll die langfristig bestehende Wirbelschichtfeuerung mit einer Jahreskapazität von 120.000 Tonnen ersetzen. Damit werden künftig zwei Verbrennungslinien à 150.000 Tonnen in Betrieb sein, sodass sich die Gesamtkapazität auf 300.000 Jahrestonnen summiert.

Der Liefer- und Leistungsumfang umfasst die Planung und Errichtung der Kesselanlage inklusive Rost und Nebenanlagen, wie Steinmüller Babcock mitteilt. Auftraggeber ist die EEW Energy from Waste Premnitz GmbH. Die Inbetriebsetzung ist für Mitte 2021 geplant.


  • Frischetasche statt Einwegbeutel

24.01.2019 | Ab Februar bietet Kaufland im Bereich Obst und Gemüse mehrfach verwendbare Frischetaschen an. Durch die Verwendung dieser Frischetaschen ließen sich bis zu 693 Tonnen Einwegbeutel im Jahr einsparen, erklärt Kaufland. Eine Packung mit drei Frischetaschen kostet 1,99 Euro, sie sind waschbar und immer wieder verwendbar.

„Auch wir tragen dazu bei, den Einsatz von Einwegbeuteln zu reduzieren und den Obst- und Gemüse-Einkauf nachhaltiger zu gestalten. Unsere neuen praktischen Frischetaschen sind eine Alternative für den täglichen Einkauf, um die Nutzung von Einwegbeuteln zu vermeiden“ so Lavinia Kochanski, Leiterin Nachhaltigkeit.


  • 8. März wird Feiertag in Berlin

24.01.2019 (dpa) | Als erstes Bundesland hat Berlin den Internationalen Frauentag am 8. März zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Das Abgeordnetenhaus beschloss am Donnerstag mehrheitlich eine entsprechende Gesetzesnovelle. Schon in in diesem Jahr wird der Feiertag erstmalig begangen.

Die Berliner hatten bisher 9 arbeitsfreie Feiertage pro Jahr – so wenige wie kein anderes Bundesland. Nun sind es 10. Zum Vergleich: In Bayern ruht die Arbeit an 13, in Baden-Württemberg an 12 Feiertagen.

CDU, FDP und AfD kritisierten, dass die Wahl auf den Frauentag fiel und nicht etwa auf den Reformationstag am 31. Oktober. Dieser ist bereits in den anderen Ost- sowie seit vergangenem Jahr auch in den Nordländern Feiertag.


  • Brandschutz aus Altpapier

23.01.2019 | Das Schweizer Forschungsinstitut Empa hat gemeinsam mit der Isofloc AG einen Dämmstoff aus Altpapier entwickelt, der tragende Elemente von Holzhäusern vor Feuer schützt. Der Dämmstoff beinhalte ein Bindemittel, das für Mensch, Tier und Umwelt unbedenklich sei. Der finale Entwicklungsschritt geschieht nun beim Industriepartner Isofloc AG. Dort schätzt man, dass der neue Dämmstoff in einem Jahr auf den Markt kommen wird.


  • Geld für Abbiegeassistenten

23.01.2019 | Das Bundesverkehrsministerium fördert die freiwillige Aus- und Nachrüstung von Nutzfahrzeugen mit Abbiegeassistenten. Ab sofort können Anträge für eine Förderung beim Bundesamt für Güterverkehr gestellt werden. Wie das das Ministerium mitteilt, beziehe sich das „Förderprogramm für die Ausrüstung von Kraftfahrzeugen mit Abbiegeassistenzsystemen (AAS)“ auf die freiwillige Aus- und Nachrüstung von Nutzfahrzeugen mit mehr als 3,5 Tonnen Gesamtmasse und von Bussen mit mehr als neun Sitzplätzen einschließlich des Fahrersitzplatzes.

Alle Abbiegeassistenzsysteme, welche die am 15. Oktober 2018 im Verkehrsblatt veröffentlichten technischen Kriterien erfüllen, seien förderfähig, heißt es. Allerdings werde der Einbau nur gefördert, wenn mit ihm vor Antragstellung noch nicht begonnen wurde. Einzelheiten, insbesondere zu den Fördervoraussetzungen und zur Antragstellung, gibt es auf der Webseite des Bundesamtes für Güterverkehr.


  • Teergruben werden beseitigt

23.01.2019 (dpa) | Auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks in Eisenach sollen ab Februar zwei alte Teergruben beseitigt werden. Zudem müssen dort rund 600 Tonnen sogenannter Gasreinigermasse entsorgt werden, die Schadstoffe enthält, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte.

Insgesamt handelt es sich laut Kommune um rund 5.700 Tonnen kontaminierter Abfälle. Das Land unterstützt die Kommune den Angaben zufolge bei der Beseitigung der Altlasten mit 1,355 Millionen Euro. Die Gesamtkosten sind auf rund 1,84 Millionen Euro veranschlagt. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Mitte Juni dauern.


  • Toyota und Panasonic kooperieren

23.01.2019 | Die Toyota Motor Corporation und die Panasonic Corporation haben sich auf die Gründung eines gemeinsamen Batterieunternehmens verständigt. Das Joint Venture soll Forschung, Entwicklung und Produktion von prismatischen Lithium-Ionen-Batterien, Festkörperbatterien sowie Batterien der nächsten Generation für Automobile übernehmen, teilt das Unternehmen mit.

Die Zustimmung der zuständigen Behörden vorausgesetzt, soll die Gründung bis Ende 2020 erfolgen. Die Anteile am neuen Unternehmen liegen zu 51 Prozent bei Toyota und zu 49 Prozent bei Panasonic. Beide Partner werden Ausstattung und Personal unter anderem aus den Bereichen Batterieentwicklung und -produktion in das Joint Venture einbringen.

Toyota wird in das neue Gemeinschaftsunternehmen vor allem Expertise und Marktdaten zu elektrifizierten Fahrzeugen sowie Festkörperbatterie-Technologien und Produktions-Know-how einbringen. Panasonic steuert seine Kompetenzen als Batteriehersteller bei. Das Joint Venture strebt nach eigenen Angaben eine Führungsrolle auf dem Gebiet der Batterieentwicklung und -produktion an.


  • Kritik am Düngerecht

23.01.2019 (dpa) | Auch nach der Reform des Düngerechts entsprechen die Vorgaben für Landwirte nicht dem EU-Recht. Das geht aus einem Gutachten der Rechtsexpertin Ines Härtel von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) hervor. Im vergangenen Juni hatte der Europäische Gerichtshof festgestellt, dass Deutschland jahrelang zu wenig gegen überhöhte Nitratwerte im Grundwasser unternommen hatte. Im Lichte dieses Urteils müssten auch die 2017 reformierten Düngeregeln überarbeitet werden, heißt es im Gutachten.

Um ein weiteres Vertragsverletzungsverfahren zu vermeiden, müsse die Düngeverordnung verschärft werden. Sie sei „nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit geeignet“, die EU-Ziele einzuhalten. Die Nitratbelastung im Grundwasser liegt in Deutschland an vielen Stellen über dem EU-Grenzwert. Nitrat stammt oft aus der Düngung mit Gülle. Nach dem Urteil hatte die Bundesregierung angekündigt, mit Brüssel über Konsequenzen zu sprechen. Daten darüber, wie das neue Düngerecht sich in der Praxis auswirkt, sind noch nicht bekannt.

Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), dem auch viele Trinkwasserversorger angehören, sieht sich durch das Gutachten in seiner Kritik am neuen Düngerecht bestätigt. „Dort sind damals auf der Zielgeraden noch einige Schlupflöcher eingebaut worden, so dass zum Teil sogar mehr als vorher gedüngt werden kann“, sagte VKU-Vizepräsident Karsten Specht der dpa. Insbesondere die Maßnahmen in den nitratbelasteten Gebieten seien nicht ausreichend. Die Bundesländer müssten ermächtigt werden, in diesen Gebieten verstärkt gegenzusteuern – und dann auch handeln.


  • Grünes Licht für EEW Premnitz

22.01.2019 | Der MVA-Betreiber EEW kann die Kapazität seines EBS-Kraftwerkes in Premnitz (Havelland/Brandenburg) wie geplant erweitern. Das Landesamt für Umwelt hat die Genehmigung auf seiner Internetseite veröffentlicht. Da der sofortige Vollzug der Genehmigung angeordnet wurde, ist die Genehmigung nicht mehr anzufechten.

EEW will die Kapazität der neuen Verbrennungslinie auf 150.000 Tonnen pro Jahr auslegen. Die neue Linie soll die bestehende Wirbelschichtfeuerung mit einer Jahreskapazität von 120.000 Tonnen ersetzen. Damit werden künftig zwei Verbrennungslinien à 150.000 Tonnen in Betrieb sein, sodass sich die Gesamtkapazität auf 300.000 Jahrestonnen summiert.


  • Giftmüll bleibt unter der Erde

22.01.2019 (dpa) | Der Großteil des Giftmülls aus einer umstrittenen Deponie im Elsass bleibt unter der Erde und wird nicht geborgen. Stattdessen habe der französische Staat entschieden, mit der Abschirmung der Abfälle an Ort und Stelle fortzufahren, teilte die Präfektur des Départements Haut-Rhin am Montag mit. Umweltschützer kritisierten die Entscheidung.

In der Deponie Stocamine in Wittelsheim wurde seit 1999 gegen den Protest von Umweltschützern und Bürgerinitiativen Giftmüll wie Zyankali, Arsen und Quecksilber gelagert. Am 10. September 2002 brach in 535 Metern Tiefe ein Feuer aus, das erst nach Tagen gelöscht werden konnte. Seither ist die Anlage geschlossen. Die Deponie war auf bis zu 320.000 Tonnen giftigen Mülls ausgelegt, mehrere Zehntausend Tonnen wurden dort vor der Stilllegung eingelagert.

Bislang stand die Frage im Raum, was nach dem Brand mit dem Müll passieren sollte. Es sei riskanter, die Abfälle zu bergen als sie unterirdisch abzuschirmen, teilte die Präfektur nun mit. Außerdem wären hohe Investitionen für die Sicherstellung nötig. 95 Prozent der quecksilberhaltigen Abfälle seien zudem bereits aus der Deponie geholt worden. Das Grundwasser werde geschützt.


  • Auszeichnung für Umicore

22.01.2019 | Der Materialtechnologie- und Recyclingkonzern Umicore erzielte den 7. Platz im diesjährigen Index der weltweit nachhaltigsten Unternehmen („Global 100“). Der Index wird von Corporate Knights, einem Forschungsinstitut mit Fokus auf Nachhaltigkeitsbewertungen, veröffentlicht. Darüber hinaus sei Umicore mit dem 1. Platz im Ranking der metallverarbeitenden Unternehmen ausgezeichnet worden, teilt das Unternehmen mit. Damit sei es das einzige Unternehmenaus dieser Kategorie, das es 2019 in die Top 10 der Global 100-Unternehmen geschafft habe.


  • Neuer Mindestlohn für Aufträge

22.01.2019 (dpa) | Die Landesregierung hat beim Mindestlohn für Unternehmen, die sich um Aufträge des Landes bewerben, nachjustiert. Statt wie bisher beabsichtigt 9,54 Euro sollen diese Unternehmen ihren Beschäftigten künftig 10,04 Euro pro Stunde zahlen. Das sieht die Novelle des Thüringer Vergabegesetzes vor, die das Kabinett am Dienstag (22. Januar) beschloss.

Zur Begründung verwies Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auf den zu Jahresbeginn erhöhten Mindestlohn für Gebäudereiniger von 10,05 Euro. Die Lohnverpflichtung soll nur für Branchen ohne Tarifverträge gelten. Das Vergabegesetz soll noch vor der Sommerpause vom Landtag beschlossen werden.


  • Recyclat aus Schraubverschluss

21.01.2019 | Recyclate statt Neuware: Der Rohrhersteller Fränkische verarbeitet in den Kunststoffblöcken zur Speicherung von Regenwasser seit kurzem Kunststoffrecyclate. Bei den eingesetzten Compounds handelt es sich laut Remondis um ein „mehrfach ausgezeichnetes Polypropylen-Markenprodukt“, das der Recyclingkonzern selbst herstellt.

Wie Remondis mitteilt, entstehen die Compounds mit dem Namen Planodrop aus alten Kunststoffschraubverschlüssen von Flaschen aus dem Hause Coca-Cola: Die Flaschendeckel werden bei Remondis sortiert, zerkleinert, gewaschen und compoundiert – „durch die gute Sortierung bleiben die Materialeigenschaften des Kunststoffs erhalten“, betont der Konzern. Planodrop sei daher besonders geeignet für Produkte, die leicht, stabil und alterungsbeständig sein müssen. Weitere Angaben, etwa zur Menge der verarbeiteten Deckel oder der Dauer der Zusammenarbeit machte Remondis auf Anfrage nicht.

Der Rohrproduzent Fränkische spart laut Remondis mit dem Einsatz der Recyclaten jährlich rund 2.700 Tonnen CO2 gegenüber der Produktion mit Neuware ein. Die sogenannten Rigofill-Blöcke werden unterirdisch bei der Regenwasserversickerung und -speicherung eingesetzt und müssen aufgrund der hohen statischen Anforderungen sehr fest und stabil sein.


  • Viel Papier bei Bundesbehörden

21.01.2019 (dpa) | Die Bundesbehörden haben 2017 rund 1.255 Millionen Blatt Papier verbraucht. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Geht man von normalem DIN A4-Papier (80 Gramm pro Quadratmeter) aus, würde ein Papierstapel aus den verbrauchten Blättern von der Erde rund 120,5 Kilometer hoch bis ins Weltall reichen.

Ein Grund für den hohen Verbrauch könnte sein, dass die Bundesregierung und ihre Behörden bisher kein gemeinsames Intranet zur Verbreitung interner Informationen haben. Alle benutzen bisher getrennte Systeme – im Laufe des Jahres 2019 soll sich das aber ändern.  Der FDP-Abgeordnete Roman Müller-Böhm sagte dazu: „Viele Länder haben bereits eine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur und papierlose Regierungen, während unsere eigene die Umsetzung der elektronischen Akte zelebriert. Das ist bezeichnend.“


  • Schweden will Benziner verbieten

21.01.2019 (dpa) | In Schweden sollen nach dem Jahr 2030 keine Neuwagen mit  Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden. Das kündigte Ministerpräsident Stefan Löfven am Montag in einer Regierungserklärung an, in der er sein neues Kabinett vorstellte. Die Maßnahme sei ein Beitrag dazu, wie Schweden im Transportsektor seine klimawirksamen Emissionen reduzieren und seine Bemühungen zur Einhaltung der Ziele des Pariser Weltklimaabkommens verstärken wolle, sagte er im Reichstag in Stockholm. Außerdem solle ermöglicht werden, fossilfreie Fahrzeuge im ganzen Land laden oder betanken zu können.

Schweden gilt wie der gesamte skandinavische Raum als Vorreiter in Klimafragen und teils auch bei der Abkehr von Fahrzeugen mit Benzin- oder Dieselantrieb. In Norwegen soll bis 2025 kein Neuwagen mehr mit fossilen Brennstoffen laufen. Bereits heute fährt knapp die Hälfte der neu zugelassenen Fahrzeuge in dem Land elektrisch. In Dänemark soll laut Plänen der Regierung ab 2030 der Verkauf von Dieselfahrzeugen verboten werden.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace lobte die Ankündigung der neuen schwedischen Regierung. Schweden sei bereits das zehnte Land, dass ein Ausstiegsdatum für Diesel und Benziner festgelegt habe, erklärte Greenpeace-Verkehrsexpertin Marion Tiemann. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) habe dagegen immer noch keine wirksamen Maßnahmen für mehr Klimaschutz vorgelegt. „Dabei ist klar: Ohne einen Ausstiegsdatum für Diesel und Benziner wird er die Klimaziele nicht einhalten können.“


  • Schrotthändler demonstrieren

21.01.2019 (dpa) | In einem Konvoi von rund 60 Lastwagen haben Schrotthändler in Trier am Freitag gegen verschärfte Auflagen für ihre Branche demonstriert. Seit 1. Januar dürften sie keine großen Haushaltselektrogeräte wie Waschmaschinen mehr einsammeln, sagte Schrotthändler Peter Hutmacher in Trier. Dadurch fielen 30 Prozent der Einnahmen weg, etliche Betriebe würden gefährdet.

Nach Angaben der Polizei kam es wegen der Lastwagen-Demonstration durch die Trierer Innenstadt zu kleineren Verkehrsbehinderungen. Nach Angaben der Polizei fuhren 60 Lastwagen im Konvoi mit, die Schrotthändler sprachen von 74.


  • Aus Tönsmeier wird PreZero

18.01.2019 | Nach der Übernahme der Tönsmeier Gruppe durch GreenCycle erfolgt nun die Umfirmierung. Künftig wird Tönsmeier unter den Namen PreZero am Markt tätig sein. PreZero ist die Vertriebsmarke der GreenCycle Holding, einem Unternehmen der Schwarz Gruppe (Kaufland, Lidl).

„Die Tönsmeier-DNA wird unsere Vorstellung von PreZero optimal ergänzen“, sagt Stephan Garvs, Geschäftsführer der PreZero Group. „PreZero steht für smarte Lösungen, und den Wunsch, Kreisläufe zu schließen und Ressourcen zu schonen: Null Abfall ist unser Ziel. Dabei hilft uns die Herkunft aus der Schwarz Gruppe – einem der größten Handelsunternehmen der Welt. Wir wissen, wie wir Prozesse einfach, effizient gestalten und Produkte bei hoher Qualität günstig anbieten können“, zeigt sich Garvs vom Erfolg überzeugt.

Die Standorte bleiben bestehen, versichert PreZero. Auch hinsichtlich der Ansprechpartner oder der Öffnungszeiten gebe es keine Veränderungen. Alle Dienstleistungen und Angebote können über die Website PreZero.com eingesehen werden.


  • Plastics Recycling Awards

18.01.2019 | Interseroh gehört auch in diesem Jahr zu den Finalisten bei den internationalen Plastics Recycling Awards Europe. Gemeinsam mit dem Technologiehersteller Erema geht der Umweltdienstleister in der Kategorie „Reycling Machinery Innovation of the Year“ mit dem Kaskaden-Extrusionssystem Corema ins Rennen um die begehrte Auszeichnung.

Mit Corema sei es erstmals möglich, maßgeschneiderte Recycling-Compounds für hochwertige Anwendungen in nur einem Verfahrensschritt herzustellen, erklärt Interseroh. Direkt im Herstellungsprozess würden Additive, Modifikatoren und anorganische Füllstoffe in Anteilen von 0,25 bis 40 Prozent beigemischt. Die Qualitätskontrolle der Materialrheologie und Farbstabilität erfolge dabei digital und in Echtzeit. Die innovative Technologie wurde in ihrer Kombination eigens für die Anforderungen von Interseroh entwickelt.

Mithilfe des neuen Verfahrens könne Interseroh individuelle Recompounds für besonders hochwertige Anwendungen herstellen. Zudem senke der One-Extrusion-Process den Energie- und Ressourcenverbrauch. Selbst bei der Herstellung komplizierter Rezepturen spare das neue Verfahren bis zu 50 Prozent der Treibhausgasemissionen im Vergleich zur Verwendung von Neugranulat aus Rohöl ein.


  • Regierung in Hessen steht

18.01.2019 (dpa) | Nach seiner Wiederwahl im Landtag hat der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag den Ministern der schwarz-grünen Regierung ihre Ernennungsurkunden überreicht. Die CDU stellt in der neuen Regierung sieben Minister. Der grüne Koalitionspartner verdoppelt die Zahl seiner Ressortchefs auf vier.

Neu dabei sind die beiden bisherigen Grünen-Landesvorsitzenden Angela Dorn und Kai Klose. Sie haben das Wissenschafts- beziehungsweise Sozialministerium übernommen. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Umweltministerin Priska Hinz (beide Grüne) gehören der Landesregierung weiter an.

Erstmals gibt es in der hessische Landesregierung eine Digitalministerin. Bouffier hat für diese Aufgabe die Darmstädter IHK-Präsidentin Kristina Sinemus (parteilos) an den Kabinettstisch geholt.


  • Award für Zonneveld

16.01.2019 | Der „IERC Honorary Award“ ging in diesem Jahr an Norbert Zonneveld. Der langjährige Executive Secretary der EERA erhielt die Auszeichnung an diesem Mittwoch beim International Recycling Congress IERC in Salzburg. In den letzten 14 Jahren habe Zonneveld maßgeblich zur Entwicklung und Entstehung der WEEE-Richtlinie, zur Entwicklung von Recycling-Standards und -Praktiken beigetragen, hieß es in der Begründung für die Preisverleihung.


  • PreZero Arena in Hoffenheim

16.01.2019 (dpa) | Die Wirsol Rhein-Neckar-Arena der TSG 1899 Hoffenheim heißt ab sofort PreZero Arena. Dies gab der Fußball-Bundesligist am Mittwoch ins Sinsheim bekannt. PreZero löst damit Wirsol als Namensgeber des Stadions ab, der Begriff Rhein-Neckar fällt weg. Über die finanziellen Konditionen machten beide Seiten keine Angaben. Der Vertrag läuft über fünf Jahre mit Option auf weitere fünf Jahre. PreZero Dual ist der Name des geplanten dualen Systems der Lidl-Tochter Greencycle, das im kommenden Jahr an den Markt kommen soll.


  • ReTech BW neu aufgelegt

16.01.2019 | Das baden-württembergische Umweltministerium hat das Förderprogramm „Ressourceneffiziente Technologien Baden-Württemberg – ReTech-BW“ wiederaufgelegt. In der neuen Ausschreibungsrunde stellt das Ministerium insgesamt 600.000 Euro zur Verfügung. Damit werden Unternehmen unterstützt, die in material- und energiesparende Umwelt- und Effizienztechniken für ihre Produktionsanlagen investieren wollen.

„In Zeiten weltweit knapper werdender Rohstoffe gewinnt die Ressourceneffizienz zunehmend an Bedeutung“, sagte Umweltminister Franz Untersteller anlässlich des Starts der Ausschreibung heute (16.01.) in Stuttgart. „Mit unserem Förderprogramm wollen wir innovative Lösungen für nachhaltige Produktionsprozesse initiieren.“

Studien zufolge könnten im Mittel sieben Prozent des Materialverbrauchs in der Produktion eingespart werden, wenn die heute verfügbaren technischen Möglichkeiten zur Rohstoff- und Materialeffizienz optimal angewendet würden, erläuterte der Umweltminister. Das Investitionsprogramm richtet sich an produzierende Unternehmen aller Größenordnungen, die ihren Sitz in Baden-Württemberg haben. Anträge auf Förderung können bis zum 30. März 2019 beim Projektträger Karlsruhe am Karlsruher Institut für Technologie eingereicht werden. Antragsformulare und Hinweise zur Antragstellung stehen auf dem Portal PURE-BW unter www.pure-bw.de/retech-bw und auf der Webseite des Projektträgers Karlsruhe unter www.ptka.kit.edu/ausschreibungen-bwp.html.


  • Schutzzölle auf Stahlprodukte

16.01.2019 (dpa) Die EU führt dauerhaft Sonderabgaben auf Stahlprodukte ein, um europäische Hersteller vor schwerwiegenden Marktverzerrungen durch die neuen US-Zölle zu schützen. Wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte, stimmten die Mitgliedstaaten einem entsprechenden Plan jetzt zu. Er kann damit wie geplant Anfang Februar umgesetzt werden. Die Regelungen sollen vorerst bis Juli 2021 gelten.

Auf vorläufiger Basis erhebt die EU die Sonderabgaben bereits seit dem vergangenen Sommer. Sie umfassen einen Zusatzzollsatz in Höhe von 25 Prozent auf Importe, die wegen der US-Zölle zusätzlich in die EU kommen. An der Verzollung der traditionellen Stahl-Importmengen ändert sich nichts. Sie werden von der EU als die Durchschnittsmengen der vergangenen drei Jahre definiert.

Die US-Sonderabgaben auf Stahl- und Aluminiumprodukte waren im vergangenen Frühjahr eingeführt worden. Präsident Donald Trump begründete sie «mit nationalen Sicherheitsinteressen». Die EU hält das aber für unglaubwürdig und geht davon aus, dass es darum geht, die US-Wirtschaft vor unerwünschter Konkurrenz zu schützen.


  • Brexit: Stahlindustrie besorgt

16.01.2019 | Nach dem Nein des britischen Parlaments zum Brexit-Abkommen sorgt sich die Stahlwirtschaft über den Fortgang der Verhandlungen. „Es ist besorgniserregend, dass das britische Unterhaus dem zwischen Großbritannien und der EU ausgehandelten Brexit-Abkommen nicht zugestimmt hat“, erklärte Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. „Für die Stahlindustrie in Deutschland ist ein geregeltes Ausscheiden Großbritanniens mit einer Übergangsfrist zur Klärung der künftigen Beziehungen des Landes zur EU von großer Bedeutung.“

Ein ungeregelter Austritt hätte gravierende negative Folgen gerade für die stahlbasierten Wertschöpfungsketten, so Kerkhoff. Deutschland exportiert knapp 3 Millionen Tonnen Stahl in Form von stahlhaltigen Gütern nach Großbritannien. Das entspreche knapp 10 Prozent dieser „indirekten Stahlexporte“, erklärt die Wirtschaftsvereinigung. „Es bleibt zu hoffen, dass es am Ende eine Entscheidung der Vernunft für einen geregelten Austritt Großbritanniens oder einen Verbleib des Landes in der EU geben wird“, so Kerkhoff.


  • Rückbau von Offshore-Windparks

16.01.2019 (dpa) | Bislang gibt es nur wenige Erfahrungen, wie Offshore-Windränder am besten zurückgebaut werden können. In einem dreijährigen Forschungsprojekt wollen Wissenschaftler der Hochschule Bremen nun untersuchen, mit welchen Techniken Windräder auf hoher See demontiert werden können, welche Kosten es verursacht und inwieweit es die Umwelt beeinträchtigt.

Am Ende solle ein Handbuch für die Windenergie-Branche entstehen, das die verschiedenen Verfahren bewerte, sagte Projektleiterin Silke Eckardt am Mittwoch zum offiziellen Start des Projekts in Bremen. Rund 1200 Offshore-Windräder stehen ihren Angaben nach in der deutschen Nord- und Ostsee. Spätestens in elf Jahren müssen die ersten davon zurückgebaut werden. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Projekt mit 1,1 Millionen Euro.


  • Neue Justiziarin beim bvse

15.01.2019 | Katharina Walter ist seit Anfang des Jahres die neue Justiziarin des bvse. Die Volljuristin übernimmt die Position von Miryam Denz-Hedlund, die den Verband zum 31.12.2018 verlassen hat und zur Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gewechselt ist. Walter ist bereits seit rund dreieinhalb Jahren in der Rechtsabteilung des bvse tätig.


  • Auffangbecken für Plastikmüll

15.01.2019 (dpa) | An der norwegischen Küste bei Bergen wird von Meeresströmungen so viel Müll anschwemmt wie wohl an kaum einem anderen Ort der Welt. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Forschungsinstituts Norce in Bergen. Am schlimmsten sei es in Øygarden, Sund und Fjell, wo pro Kilometer Küste achtmal mehr Abfall anfalle als im Durchschnitt weltweit, schrieb die Zeitung Bergens Tidende am Donnerstag.

„Die Meeresströmungsmodelle zeigen, dass die norwegische Küste fast zu einem Auffangnetz für Abfälle wird“, wird der Geologe Eivind Bastesen zitiert. Ein Teil treibe weiter nach Norden, aber sehr viel bleibe hier zurück.

Die Forscher hatten die Verschmutzung der Küste mithilfe von Luftaufnahmen ausgewertet und direkt vor Ort untersucht. An 800 Buchten und Stränden fanden sie Plastikabfall mit einer Gesamtmenge von bis zu 1.000 Tonnen.


  • Nominierung für Oliver Riedel

Oliver Riedel, Gründer und CEO der Unternehmensgruppe BIOFABRIK Technologies GmbH, wurde für den diesjährigen Preis “Sachsens Unternehmer des Jahres” nominiert. Der jährlich verliehene wichtigste Wirtschaftspreis Sachsens wird im Mai überreicht.

Riedel hat ein patentiertes Pyrolyseverfahren entwickelt, um Plastikmüll in Öl umzuwandeln. Für die Verölung kommt eine so genannte Kompaktraffinerie namens Wastx Zero zum Einsatz. Die Anlage besteht den Angaben zufolge aus einem patentierten kontinuierlichen Pyrolysereaktor mit Mehrzonen-Heizsystem, einer automatischen Separation, dynamischen Gasreinigung sowie mehrstufigen Kondensation.

Mithilfe des Verfahren soll es möglich sein, bis zu 750 Kilogramm Plastikmüll – am besten HDPE, LDPE, PP und PE – pro Tag zu verarbeiten. Aus einem Kilogramm Plastik könne ein Liter Kraftstoff gewonnen werden.


  • Einwegbecher in der Bundesliga

Bei Spielen der Fußball-Bundesliga sind nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe 11,5 Millionen Einwegbecher in den Stadien angefallen. Vorne mit dabei sei Borussia Dortmund mit 1,5 Millionen Bechern. Der Herbstmeister ist jedoch nach eigenen Angaben bereits im Dialog mit der Umwelthilfe, „an dessen Ende die Umstellung auf ein Mehrwegbecher-System stehen soll“. Auch der FC Bayern München hat zu Beginn der Saison umgestellt. Doch Clubs wie beispielsweise der FC Schalke 04, Hamburger SV, 1. FC Köln oder die TSG 1899 Hoffenheim setzten weiterhin auf Wegwerfbecher.

„Das Anliegen, die Umwelt zu schützen, ist inzwischen auch bei den Bundesligisten angekommen“, sagt Thomas Fischer, Bereichsleiter Kreislaufwirtschaft bei der Deutschen Umwelthilfe. Dennoch gebe es im Profifußball noch viel Luft nach oben. „Insbesondere größere Vereine ziehen erst allmählich nach und tun sich mit der Umsetzung von Umweltaktivitäten schwer“, sagt Fischer. Anders sehe das bei vielen kleinen Vereinen aus.

Ganz vorne mit dabei ist der SC Freiburg. Die Schwarzwälder hatten die erste Solaranlage auf dem Stadiondach, bauen gerade nach eigenen Angaben eine neue weitgehend klimaneutrale Arena und sind sogar kürzlich eine Partnerschaft mit der Umweltorganisation WWF eingegangen. „Ein Pionier der Umweltszene im Fußball“, attestiert Fischer.


  • Alba investiert in Wilhelmshaven

14.01.2019 | Das Metall-Recycling-Unternehmen Alba Metall Nord will am Standort Wilhelmshaven über acht Millionen Euro investieren. Geplant sei der Bau einer neuen Halle in diesem Jahr und eines modernen Shredders im kommenden Jahr, schreibt die Wilhemshavener Zeitung. Alba wolle damit die Produktion leiser und energieeffizienter gestalten. Dazu hat das Unternehmen in der Vergangenheit bereits einige Maßnahmen ergriffen. Unter anderem dürften seit vergangenem Jahr nach 22 Uhr keine Lkw mehr auf dem Gelände fahren. Alba musste dafür eine komplette Schicht streichen.


  • Bußgeld für Georgsmarienhütte

14.01.2019 (dpa) | Das Bundeskartellamt hat gegen den Edelstahlhersteller Georgsmarienhütte wegen verbotener Preisabsprachen ein Bußgeld von 85 Millionen Euro verhängt. Dies sagte ein Sprecher der Behörde in Bonn am Freitag. Bereits im Dezember wurde die Belegschaft nach Angaben eines Unternehmenssprechers informiert. „Das Bußgeld wird uns wirtschaftlich nicht in Bedrängnis bringen“, sagte er.

Im vergangenen Juli hatte das Bundeskartellamt die Namen von sechs Edelstahl-Unternehmen und einem Branchenverband veröffentlicht, gegen die Bußgelder von insgesamt rund 205 Millionen Euro verhängt worden waren. Das Verfahren war Ende 2015 mit einer branchenweiten Durchsuchung nach einem sogenannten Kronzeugen-Antrag des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine ins Rollen gekommen. Laut Kartellamt haben die betreffenden Unternehmen über Jahre hinweg wichtige Preisbestandteile beim Vertrieb von Edelstahl abgesprochen. Demnach ging es dabei um die Berechnung und Anwendung von Schrott- und Legierungszuschlägen.

Der Sprecher des Bundeskartellamts sagte, dass die Verfahren noch nicht alle abgeschlossen seien. „Die Ermittlungen laufen weiter, wir können aber nicht sagen, wie lange das noch dauern wird.“


  • Workshop Metallrecycling

14.01.2019 | Im Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum (CUTEC) findet am 25. Januar 2019 ein „Innovations-Workshop Metzallrecycling“ statt. Veranstalter ist der Recycling-Cluster für wirtschaftsstrategische Metalle REWIMET. Der Workshop richtet sich an Unternehmen, die im Metallrecycling arbeiten und Interesse an Innovationen haben. Die Teilnahme ist kostenfrei, da die Durchführung des Workshops aus EU-Mitteln gefördert wird. Die Anmeldung zum Innovations-Workshop Metallrecycling ist bis zum 18.01.2019 möglich unter https://www.rewimet.de/aktivitaeten/innovations-workshop-metallrecycling.


  • Granate im Sperrmüll

14.01.2019 (dpa) | Ein Unbekannter hat in Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg auf einem Sperrmüllplatz „entsorgt“. Spezialisten des Munitionsbergungsdiensts bargen das explosive Teil am Sonntag, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein Passant hatte die Wurfgranate entdeckt und die Beamten alarmiert. Es werde wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt.


  • Schneefall stoppt Müllabfuhr

10.01.2019 (dpa) | Die starken Schneefälle stellen auch die Abfallentsorgungsunternehmen vor große Probleme. Weil die Mülllaster nicht mehr durchkommen, hat der Landkreis Augsburg am Donnerstag die Entleerung von Tonnen und das Einsammeln von Gelben Säcken in der Stadt Neusäß und acht weiteren Gemeinden abgesagt. Die beauftragten Unternehmen hätten mitgeteilt, dass die Müllwagen nicht fahren könnten, berichtete ein Sprecherin des Landratsamtes.


  • Fettberg verstopft Kanalisation

09.01.2019 (dpa) | Ein monströser Fettberg ist in einer Kanalisation in Großbritannien entdeckt worden. Das 64 Meter lange Ungetüm verstopft einen Abwasserkanal in der Nähe der Küstenstadt Sidmouth in der südenglischen Grafschaft Devon. Es soll rund acht Wochen dauern, das steinharte zu Gebilde entfernen. Nach Angaben des zuständigen Wasserunternehmens South West Water handelt es sich um den größten Fettberg, der bislang in der Grafschaft gefunden wurde.

Er sei so lang wie sechs Doppeldeckerbusse hintereinander. Der bei dem Unternehmen für Abwasserangelegenheiten zuständige Direktor Andrew Roantree sagte britischen Medien am Dienstag, der Fund zeige, dass solche Fettberge nicht nur in den britischen Großstädten auftauchten, sondern auch in Küstenorten.

Im Herbst 2017 war in London ein monströser Fettberg entdeckt worden, der die Kanalisation verstopfte. Er war 250 Meter lang, satte 130 Tonnen schwer und bestand hauptsächlich aus Windeln, Wischlappen, Kondomen und hartem Kochfett. Das Abtragen des Kolosses dauerte Wochen. Ein kleiner Rest wurde später in einem Museum ausgestellt.

Fettberge wie dieser sind das Ergebnis, wenn Verbraucher ihre Abfälle unachtsam die Toilette herunterspülen. Viele Briten entsorgen auch heißes Fett in der Kanalisation, das den Unrat dann zu einer steinharten Masse verklebt. Auch in Deutschland gibt es das Phänomen, allerdings nicht in dem Ausmaß wie in Großbritannien.


  • Autoverkauf in China bricht ein

09.01.2019 (dpa) | Chinas Automarkt ist inmitten des Handelsstreits mit den USA erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten geschrumpft. Der Absatz von Personenwagen sackte 2018 um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab, berichtete Generalsekretär Cui Dongshu vom Branchenverband China Passenger Car Association (PCA) am Mittwoch in Peking. Somit seien nur noch 22,7 Millionen Autos verkauft worden.

Ursachen sind nach Angaben von Experten die Zollerhöhungen auf Importe von US-Autos, die Verunsicherung über den Handelskrieg zwischen den USA und China sowie das langsamere Wirtschaftswachstum in China. Der Verkaufsrückgang trifft auch die großen deutschen Autokonzerne, für die China der größte Markt ist.


  • Viel Müll in der Nordsee

09.01.2019 | In der Nordsee schwimmt nach wie vor viel Plastikmüll. Der Müll sei überall an der Küste vorhanden und am Meeresboden weit verbreitet, teilte das niedersächsische Umweltministerium bei der Vorstellung des Zustandsberichts zur Nordsee mit. Pro 100 Meter Strandabschnitt seien bis zu 389 Müllteile zu finden, knapp 90 Prozent davon seien aus Plastik.

„Der gute Umweltzustand ist nicht erreicht“, erklärt das Ministerium. Bislang gebe es keine Anzeichen für eine Abnahme der Belastung. 60 Prozent der untersuchten Eissturmvögel hätten mehr als 0,1g Kunststoffe im Magen.


  • Kein Interesse am Lohnvergleich

09.01.2019 | Das Entgelt-Transparenz-Gesetz hat bislang kaum Wirkung erzielt. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts bei deutschen Personalleitern hervor, die im Auftrag von Randstad Deutschland erstellt wurde. Demnach haben nur wenige Arbeitnehmer von ihrem neuen Auskunftsanspruch Gebrauch gemacht.

Seit Anfang 2018 dürfen Arbeitnehmer nach dem Gehalt eines Kollegen oder einer Kollegin mit vergleichbaren Tätigkeiten und in vergleichbarer Position fragen, sofern er oder sie anderen Geschlechts ist. In nur knapp 10 Prozent aller Unternehmen holten Beschäftigte Erkundigungen ein, und auch dort nur vereinzelt. Selbst wenn die Mitarbeiter Auskunft verlangten, hatte dies eher selten eine Auswirkung: Nur rund jede siebte Auskunft bewirkte eine Anpassung des Gehalts. Das Gesetz gilt für Firmen ab 200 Mitarbeitern.


  • Schwächere Euro-Konjunktur

08.01.2019 | Die Konjunktur im Euro-Gebiet schwächt sich ab. In den ersten beiden Vierteljahren des Jahres 2019 wird die Wirtschaft nur noch um jeweils 0,3 Prozent wachsen, ebenso im vierten Quartal 2018. Das sagen die drei Forschungsinstitute ifo, KOF und Istat aus München, Zürich und Rom voraus. Die Binnen-Nachfrage wird dabei der Haupttreiber der Entwicklung sein.

Die Industrie-Produktion des Euro-Gebietes dürfte in den ersten beiden Quartalen 2019 nur um jeweils 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal wachsen, erklären die Institute. Für das zurückliegende Gesamtjahr 2018 veranschlagen sie eine Wachstumsrate von 1,9 Prozent. Zuletzt lasteten im dritten Quartal 2018 die Produktionsausfälle der deutschen Auto-Hersteller auf dem Euro-Gebiet.


  • Dämpfer für deutsche Industrie

07.01.2019 (dpa) | Die deutsche Industrie hat erstmals seit drei Monaten wieder einen Dämpfer beim Auftragseingang einstecken müssen. Im November seien die Bestellungen im Monatsvergleich um 1,0 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Ausschlaggebend war ein starker Order-Rückgang aus der Eurozone.

Vor dem November-Minus waren die Auftragseingänge zuletzt im Juli im Monatsvergleich gesunken. Das Bundeswirtschaftsministerium wies darauf hin, dass der Auftragseingang in den Monaten Oktober und November etwa ein halbes Prozent über dem Durchschnitt des dritten Quartals gelegen habe. Vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestands in Unternehmen geht das Ministerium davon aus, dass die Industriekonjunktur wieder etwas Fahrt aufnimmt.


  • Asbestfund im C&A-Gebäude

07.01.2019 (dpa) | Im C&A-Gebäude in der Hamburger Innenstadt ist in Teilbereichen der Zwischendecken Asbest entdeckt worden. Für die Kunden sowie für die Mitarbeiter des Bekleidungshauses bestehe keine Gefahr, betonte eine Pressesprecherin am Montag. Bei einem Sachverständigengutachten seien keine gesundheitsgefährdende Asbestfasern in der Raumluft gemessen worden.

Nun würden Gespräche mit der Stadt und dem Bauamt über die weitere Vorgehensweise stattfinden, teilte das Unternehmen weiter mit. Mögliche Optionen seien eine Sanierung oder ein kompletter Abriss des 1964 erbauten Gebäudes. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen. Auch der Zeitpunkt einer möglichen vorübergehenden Schließung der Filiale in der Mönckebergstraße für eine Sanierung oder für einen Abriss stehe noch nicht fest.


  • Verpackungssteuer in Tübingen

03.01.2019 | Die Stadt Tübingen hat vor Weihnachten beschlossen, eine kommunale Steuer auf den Verkauf von Einwegverpackungen einführen zu wollen: „Die Entscheidung ist ein wichtiges Signal gegen die zunehmende Vermüllung unserer Umwelt mit Einwegverpackungen“, kommentiert Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) die Entscheidung. Die Beseitigung von achtlos entsorgten Verpackungen verursache hohe Kosten für die Städte und Gemeinden, so der Minister. „Ich kann es daher nachvollziehen, wenn die Kommunen versuchen, zumindest einen Teil der Kosten von den Verursachern wieder zu erlangen.“

Bisher sei es allerdings juristisch umstritten, ob Kommunen eine solche Steuer überhaupt erheben dürften, sagte Untersteller. Er wünsche sich, dass die Stadt Tübingen einen gangbaren Weg findet, ihren „mutigen Grundsatzbeschluss“ rechtlich umzusetzen, damit auch andere Städte und Gemeinden diesen Weg begehen könnten.

Nach den Plänen des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Plamer (Grüne) soll die Steuer auf Verpackungen von Speisen und Getränken erhoben werden, die zum Verzehr unterwegs bestimmt sind, wie beispielsweise Nudelboxen oder Becher für Coffee to go. Die Verpackungssteuer soll bei einem Euro pro Stück liegen und Einwegprodukte so verteuern. Nach Angaben der Tübinger Stabsstelle für Umwelt und Klimaschutz sind die städtischen Kosten für die Beseitigung von Müll aus dem öffentlichen Raum von 2016 auf 2017 um 50.000 Euro gestiegen.


  • Hoher Goldpreis

03.01.2019 (dpa) | Der Goldpreis ist nach dem Jahreswechsel auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr geklettert. Am 2. Januar kostete eine Feinunze des Edelmetalls (circa 31,1 Gramm) an der Börse in London zeitweise 1.288,83 US-Dollar. Das war der höchste Preis seit Juni. Aktuell liegt der Preis noch immer bei 1.288,30 US-Dollar.

Experten führen den Wertanstieg auf enttäuschende Konjunkturdaten aus China zurück, die auf ein Abflauen der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hindeuten. Schlechte Aussichten für die globale Wirtschaft lassen die Nachfrage nach Gold tendenziell steigen, weil das Edelmetall unter Anlegern als „sicherer Hafen“ in unsicheren Zeiten gilt.


  • UBA für mehr Wertstofftonnen

03.01.2019 | Das Umweltbundesamt spricht sich dafür aus, dass mehr Kommunen die Wertstofftonne einführen. „Aus Umweltsicht ist eine Wertstofftonne sinnvoll“, sagt Matthias Fabian, der beim Umweltbundesamt für das Verpackungsgesetz zuständig ist, der Zeitung Welt am Sonntag. „Einige Kommunen haben die Wertstofftonne bereits eingeführt – es wäre aus Sicht des Umweltbundesamtes wünschenswert, wenn zahlreiche weitere Kommunen dem Beispiel folgen.“ In Städten wie Hannover, Braunschweig und Leipzig oder auch im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen gibt es die Wertstofftonne schon.

Vertreter von Recyclingfirmen hingegen sehen die Wertstofftonne skeptisch. Grund sind die hohen Fehlwürfe, die die Sortierung immens erschweren und damit die Sortierkosten in die Höhe treiben.


  • Aus für Biowerk in Hamburg

03.01.2019 | Die Biogasanlage auf dem Betriebsgelände der Stadtreinigung Hamburg (SRH) an der Schnackenburgallee 100 wurde zum Ende des Jahres 2018 stillgelegt. Grund der Stilllegung sei ein altersbedingt hoher Verschleiß der fast 13 Jahre alten Anlage, teilt die SRH mit. Nach dem Rückbau der Biogasanlage werde das Gelände für das geplante Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) genutzt, das ebenfalls Biogas aus Abfällen erzeugen wird.

Betreiberin der Biogasanlage ist die Biowerk GmbH, an der neben der Stadtreinigung Hamburg auch die ETH Umwelttechnik Hamburg und die BioCycling Hamburg GmbH beteiligt sind. ETH und BioCycling haben ihre Geschäftsanteile zum 31.12.2018 an die SRH verkauft, sodass die SRH den Rückbau der Anlage in Eigenregie übernehmen und mit den Planungen des ZRE koordinieren kann. Das Unternehmen BioCycling baut an einem anderen Standort Kapazitäten auf, um weiterhin aus den in Hamburg gesammelten gewerblichen Bioabfällen, z. B. Speisereste aus der Gastronomie, Biogas zu erzeugen.


  • Wertstofftone für Augsburg?

20.12.2018 | Die Stadt Augsburg will aus der Gelben Tonne eine Wertstofftonne machen. Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) verspricht sich davon, dass der Recyclingedanke in den Vordergrund rücken würde, schreibt die Augsburger Allgemeine. Allerdings müsse die Stadt zunächst mit den dualen Systemen verhandeln. Das dürfte nicht einfach werden, so Erben.


  • Schulze plant Branchendialog

20.12.2018 (dpa) | Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat das EU-Verbot von Wegwerfplastik als „ganz wichtigen Schritt“ begrüßt. Sie sei „sehr froh», dass viele Wegwerfprodukte aus Plastik ab 2021 in der EU verboten würden, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch. Sie sei sicher, dass das Verbot zu innovativeren und umweltfreundlicheren Produkten führen werde.

Aus Umweltsicht sei Mehrweg, also wiederverwertbare Artikel, das Mittel der Wahl, betonte die Ministerin. „Hersteller, Handel, Gastronomie wissen jetzt, wo die Reise hingeht.“ Fürs kommende Jahr sei ein Branchendialog ins Auge gefasst, um Alternativen zu finden.


  • Keine UVP für Göppingen

20.12.2018 | Für die geplante Kapazitätserweiterung des MHKW Göppingen ist keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig. Dies habe das Stuttgarter Regierungspräsidium (RP) bekannt gegeben, schreibt die Stuttgarter Zeitung. Nach Ansicht der Behörde bringe das Vorhaben keine Veränderungen oder Verschlechterungen gegenüber dem derzeit genehmigten Zustand mit sich. Das Regierungspräsidium wird nun prüfen, ob es die immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt werden kann. Betreiber des MHKW Göppingen ist die EEW Energy from Waste GmbH. Sie will die Jahreskapazität von derzeit 158.000 auf 180.000 Tonnen erhöhen.


  • Pop fordert 11,30 Euro für Berlin

20.12.2018 (dpa) |  Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) will eine Erhöhung des Vergabemindestlohns von aktuell 9,00 Euro die Stunde auf 11,30 Euro. Das geht aus dem Referentenentwurf für ein neues Vergabegesetz hervor, der am Donnerstag bekannt wurde.

Bei dem Mindestlohn handelt es sich um den Tarif, den Unternehmen ihren Mitarbeitern als Voraussetzung für öffentliche Aufträge des Landes Berlin zahlen müssen. Er soll Lohn- und Sozialdumping bei solchen Aufträgen unterbinden und Arbeitnehmern existenzsichernde Einkommen sichern. In dem neuen Gesetz werden auch andere Kriterien für die Vergabe von Landesaufträgen neu bestimmt.


  • Zweiter Geschäftsführer für Knettenbrech + Gurdulic

19.12.2018 | Bertram Scholtes wird zum 1. Januar 2019 kaufmännischer Geschäftsführer bei Knettenbrech + Gurdulic. Er wird damit neben Firmengründer Steffen Gurdulic zweiter Geschäftsführer und verantwortet die Bereiche Finanzen, Personal, IT, Einkauf, Controlling und Recht. „Ich freue mich, mit Bertram Scholtes einen erfahrenen und versierten Kollegen an meiner Seite zu haben. Wir werden gemeinsam das erfolgreiche Wachstum des Unternehmens fortsetzen“, sagt Steffen Gurdulic. Gurdulic wird sich zukünftig verstärkt auf das operative Geschäft konzentrieren.

Bertram Scholtes war fast 20 Jahre im Firmenkundengeschäft der Landesbank Baden-Württemberg tätig. Im Jahr 2016 wechselte er zu K+G, wo er zuletzt den Bereich Finanzen leitete. Der 42-jährige gebürtige Badener aus Waghäusel-Kirrlach ist verheiratet und hat drei Kinder.


  • Neuer Recyclinghof in Hamburg

18.12.2018 | Die Stadtreinigung Hamburg hat am Dienstag (18. Dezember) einen neuen Recyclinghof in Hamburg-Wandsbek Hamburgs eröffnet. Der neue Recyclinghof ersetzt den Recyclinghof in Hamburg-Tonndorf und ist mit 7.500 Quadratmeter Fläche mehr als dreimal so groß. Nach Angaben der Stadtreinigung hat der neue Hof montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr und sonnabends von 8 bis 14 Uhr geöffnet. Die Kunden könnten die Container bequem von oben befüllen, weil die Container unterhalb der Fläche platziert sind, auf denen die Kunden stehen.

Auf den neuen Recyclinghof stehen 29 Container zur Verfügung. Platz für weitere, neue Wertstofffraktionen sei vorhanden. Die Stadtreinigung erwartet mindestens 135.00 Kunden im Jahr. Ende des nächsten Jahres wird der Hof mit einem Elektro-Mobil-Bagger ausgestattet. Für das Projekt hat die Stadtreinigung Hamburg Fördermittel vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Höhe von 75 Prozent der Mehrkosten erhalten.


  • „Motor abstellen“ wörtlich genommen

18.12.2018 (dpa) | Wenn das Schild so freundlich dankt, braucht man sich eigentlich nicht zu wundern: Ein Scherzbold oder Umweltsünder hat in Bayern einen Automotor entsorgt – direkt neben dem Hinweisschild an einem Bahnübergang: „Bei geschlossener Schranke: Bitte Motor abstellen. Danke!“

Ein Polizeisprecher sagte am Dienstag, da habe wohl jemand lieber den ausrangierten Motor schnell loswerden wollen, anstatt ihn kostenfrei bei einem Werkstoffhof zu entsorgen. „Da hätte er vielleicht sogar noch Geld für gekriegt.“ Nun droht eine Strafe – die Beamten ermitteln wegen einer Ordnungswidrigkeit. Für die Beseitigung des Schrotts muss die Gemeinde Dörfles-Esbach bei Coburg aufkommen.


  • Hauschulte in Senat berufen

18.12.2018 | Klaus Hauschulte, Geschäftsführer der Scholz Recycling GmbH in Essingen, ist in den Senat der Wirtschaft Deutschland berufen worden. Anfang Dezember habe Hauschulte seine Urkunde verliehen bekommen, berichtet die Schwäbische Zeitung. Der Senat der Wirtschaft Deutschland hat unter anderem die Förderung des Wirtschaftsstandorts Deutschland zum Ziel sowie die Förderung der ökosozialen Marktwirtschaft auf nationaler und internationaler Ebene. Als Chef von Scholz Recycling hatte sich Hauschulte in der jüngeren Vergangenheit für eine Rohstoffwende stark gemacht. Zuletzt forderte Hauschulte gemeinsam mit TSR einen Nationalen Rat für Recycling.


  • Genehmigung für EEW Premnitz

17.12.2018 | Der MVA-Betreiber EEW kann die Kapazität der Müllverbrennungsanlage in Premnitz wie geplant erweitern. Das Landesumweltamt habe die Erweiterung mit Schreiben vom 10. Dezember genehmigt, berichtet die Märkische Allgemeine. Dabei handele es sich um eine Teilgenehmigung zur Errichtung der Anlage. Die Betriebsgenehmigung sei Bestandteil eines gesonderten Verfahrens.

EEW will die Kapazität der MVA in Premnitz von aktuell 270.000 Tonnen auf 300.000 Tonnen pro Jahr erweitern. Dazu plant der Anlagenbetreiber eine neue Verbrennungslinie für 150.000 Tonnen. Sie soll die zirkulierende Wirbelschichtfeuerung mit einer Kapazität von 120.000 Tonnen ersetzen.


  • Gegen illegale Sammelcontainer

17.12.2018 | Der Entsorgerverband bvse hat in Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden eine Handlungsempfehlung gegen die Aufsteller illegaler Altkleider-Container erarbeitet. In der 5-seitigen „Handlungsempfehlung für Kommunen gegen illegal aufgestellte Altkleidercontainer“ wird erklärt, wie die kommunalen Behörden rechtlich zulässig und mit praktisch einfach umsetzbaren Mitteln gegen illegale Containergestellungen vorgehen können, teilt der bvse mit.

Die Broschüre gebe genaue Anleitungen, wie mit fehlenden Sammlungsanzeigen nach Paragraf 18 KrWG sowie bei Verstößen gegen Eigentums- bzw. Straßenrecht trotz Sammlungsanzeige umzugehen ist, heißt es. Außerdem biete die Broschüre detaillierte Orientierungsschritte zur rechtsgemäßen Untersagung bei Unzuverlässigkeit und gebe den Behördenvertretern in den Vollzugsstellen ein Formularmuster mit Hinweisen über die amtliche Versiegelung an die Hand. Im Anhang enthalten ist weiterhin ein Formularmuster, das Grundstückseigentümern zur Meldung illegaler Container auf privaten Grundstücken zur Verfügung gestellt werden soll.

Die Handlungsempfehlung steht auf der Webseite des bvse-Fachverbands Textilrecycling kostenfrei zum Download zur Verfügung.


  • Konjunkturprognose deutlich gesenkt

13.12.2018 (dpa) | Die deutsche Wirtschaft wird aus Sicht des ifo-Instituts im kommenden Jahr deutlich an Schwung verlieren. „Wir sind in eine Phase der Abkühlung eingetreten“, sagte Konjunkturchef Timo Wollmershäuser am Donnerstag in Berlin. Das Münchner Institut senkte seine Wachstumsprognose für das kommende Jahr auf 1,1 Prozent. Im Herbst hatten die Forscher noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,9 Prozent erwartet. Die Gefahr einer Rezession bestehe aber nicht.

Das ifo-Institut ist damit für 2019 deutlich pessimistischer als andere Forschungsinstitute. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft erwartet für das nächste Jahr 1,8 Prozent Wachstum, das Berliner DIW 1,6 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet das ifo-Institut ähnlich wie andere Ökonomen mit einem Plus von 1,5 Prozent, für 2020 mit einem Anziehen auf 1,6 Prozent – aber dann gibt es deutlich mehr Arbeitstage.


  • UBA-Publikation zu Recycling

12.12.2018 | Kunststoffe werden in Deutschland immer noch zu wenig recycelt. Dies zeigt die aktuelle Publikation des Umweltbundesamts (UBA) „Schwerpunkt: Recycling“, die die gesamte Kreislaufwirtschaft in Deutschland beleuchtet. 2017 wurden nur knapp 46 Prozent der Kunststoffe dem werkstofflichen Recycling zugeführt. Daraus wurden 1,9 Millionen Tonnen Recyclat gewonnen.

Um das Recycling zu fördern, braucht es nach Auffassung des UBA nicht nur recyclingfähige Produkte, sondern auch eine stärkere Nachfrage nach Kunststoffrecyclaten. Auf der Angebotsseite spiele ein recyclingfreundliches Produktdesign die zentrale Rolle. Auf der Nachfrageseite könnten Vorgaben in der öffentlichen Beschaffung die Nachfrage ankurbeln. Die Verwaltungen sollten daher bei der Beschaffung von Kunststoffprodukten solche mit einem Recyclatanteil bevorzugen.


  • Zahlen zur Klärschlammentsorgung

12.12.2018 | In Deutschland sind im vergangenen Jahr 1,7 Millionen Tonnen Klärschlamm aus kommunalen Kläranlagen angefallen. Damit ist das Aufkommen in den vergangenen 10 Jahren um 17 Prozent gesunken. Ursache für den Rückgang sind unter anderem verbesserte Verfahren bei der Abwasser- und Klärschlammbehandlung in den Kläranlagen, durch die die Menge des zu entsorgenden Klärschlamms vermindert wurde.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist im selben Zeitraum der Anteil der Klärschlammmenge, die thermisch entsorgt wurde, um 20 Prozentpunkte von 50 Prozent auf 70 Prozent gestiegen.

Die stoffliche Verwertung von kommunalem Klärschlamm zum Beispiel in der Landwirtschaft oder beim Landschaftsbau hat sich in den letzten zehn Jahren von gut 1,0 Millionen Tonnen (2007) auf rund 0,5 Millionen Tonnen (2017) nahezu halbiert. Dabei sank der Anteil der in der Landwirtschaft ausgebrachten Menge von 29 auf 18 Prozent. Für landschaftsbauliche Maßnahmen wurden 2017 noch 10 Prozent des Klärschlamms verwendet (2007: 18 Prozent).


  • Umfrage zu Altlampen

11.12.2018 | Dieses Ergebnis macht Hoffnung: 76 Prozent aller Deutschen kennen die richtigen Entsorgungsorte für ausgediente LED- und Energiesparlampen und würden dort ihre Altlampen zurückbringen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes KANTAR Emnid im Auftrag Rücknahmesystem Lightcycle hervor. „Die Umfrage zeigt den Erfolg unserer jahrelangen aktiven Informations- und Aufklärungsarbeit“, freut sich Stephan Riemann, Geschäftsführer von Lightcycle.

Demnach wissen die Deutschen, dass ausgediente Lampen nicht in den Hausmüll gehören. Auf dem ersten Platz aller Entsorgungsmöglichkeiten für Altlampen landet erneut der Wertstoffhof (56 Prozent). Es folgt die Abgabe im stationären Handel: Seit etwas mehr als einem Jahr sind Handelsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern dazu verpflichtet, Elektrokleingeräte und Altlampen kostenfrei zurückzunehmen. 20 Prozent der Deutschen wissen um diesen Entsorgungsort und würden daher ihre ausgedienten Altlampen als erstes im Handel fachgerecht entsorgen.


  • BMU will DUH weiter fördern

11.12.2018 (dpa) | Trotz Kritik aus der CDU will das Bundesumweltministerium die Deutsche Umwelthilfe weiter fördern. Über die Gemeinnützigkeit der Organisation entschieden ausschließlich die Finanzbehörden, sagte ein Ministeriumssprecher der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Montag). „Wir werden wie immer die Fördermittel projektbezogen anschauen und wie in der Vergangenheit bewilligen.“

Die CDU hatte auf dem Parteitag in Hamburg beschlossen, prüfen zu lassen, ob die Umwelthilfe weiter als gemeinnützige Organisation anerkannt werden sollte. Würde dieser Status aberkannt, wären unter anderem Spenden an den Verein nicht mehr steuerlich absetzbar.

Die Umwelthilfe hat vor Gerichten in mehreren deutschen Städten Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge erstritten. Die Organisation spielte auch eine entscheidende Rolle bei der Aufdeckung des Abgas-Betrugs verschiedener Autokonzerne. Kritiker bezeichnen sie wegen der zahlreichen Verfahren als „Abmahnverein“, der Bußgelder kassiere.

Der 1975 gegründete Verein hat rund 100 Mitarbeiter und Geschäftsstellen in Radolfzell am Bodensee, Berlin und Hannover. Der Jahresetat liegt früheren Angaben zufolge bei rund 8 Millionen Euro. Das Geld kommt zum einen von Projektzuschüssen – etwa von der EU-Kommission, von Bundes- und Landesministerien, nationalen und internationalen Stiftungen. Daneben gibt es Förderer und Spender.


  • Saubermacher testet intelligente Glascontainer

10.12.2018 | Nächster Schritt zu einem smarten Entsorgungs-Management: Saubermacher und Austria Glas Recycling statten im niederösterreichischen Bezirk Horn 25 Glascontainer mit 100 Sensoren aus. Die Sensoren messen den aktuellen Befüllungsgrad eines jeden Glascontainers. Ist er voll, wird automatisch die Leerung veranlasst. Ist er nur wenig befüllt, wird angezeigt, dass eine Leerung noch nicht notwendig ist.

„Da es gerade bei der Altglassammlung sehr starke Schwankungen gibt, helfen diese Daten, die Routenplanung zu optimieren“, sagt Andreas Opelt, Direktor Vertrieb Regionalkunden der Saubermacher AG. „Unnötige Fahrten fallen weg, was CO2  einspart und Lärm vermeidet.“ Durch die automatische Datenerfassung und –meldung der Sensoren sollen auch überquellende Sammelcontainer der Vergangenheit angehören, da die Leerung rechtzeitig veranlasst wird. Der Testbetrieb läuft bis Mai 2019.


  • Interseroh stellt auf Ökostrom um

10.12.2018 | Ab Januar 2019 stellt der Umweltdienstleister Interseroh den Energieeinkauf sukzessive auf zertifizierten Ökostrom um. Die Maßnahme sei Teil der Klimastrategie des Unternehmens und soll dazu beitragen, die Standortemissionen bis 2025 um die Hälfte zu reduzieren, teilt das Unternehmen mit. Interseroh wird den Ökostrom vom Anbieter DB Energie GmbH beziehen. Der Strom stamme zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen und werde nur von Stromanbietern bezogen, die nicht an Atom- oder Kohlekraftwerken finanziell beteiligt sind.

Interseroh rechnet für 2019 mit einem Stromverbrauch von etwa 10 Millionen Kilowattstunden. Damit sei der gesamte Energiebedarf des Hauptverwaltungsstandorts von Interseroh in Köln sowie der zum Interseroh-Portfolio gehörenden Sortieranlage in Walldürn gedeckt.


  • Neue Energiezentrale am RZR Herten

10.12.2018 | Am vergangenen Donnerstag (6. Dezember) haben die Unternehmen AGR, Hertener Stadtwerke, STEAG Fernwärme und Uniper die neue Energiezentrale am Abfallkraftwerk RZR in Herten in Betrieb genommen. Von dort aus wird ab Januar klimafreundliche Fernwärme für umgerechnet 25.000 Haushalte in die Fernwärmeschiene Ruhr der STEAG fließen. Die Bauzeit der Energiezentrale hat inklusive Vorlauf rund zwei Jahre betragen, teilt AGR mit. Für Turbinen, Pumpen, Heizkondensatoren, Dampfumformstationen sowie Leit- und Elektrotechnik und weitere Bauteile seien zusammen mit dem Gebäude über 20 Millionen Euro investiert worden.

Das AGR-eigene RZR Herten wird damit in den kühleren Monaten Wärme liefern und in den warmen Sommermonaten schwerpunktmäßig weiter Strom über seinen exklusiven Energie-Vertragspartner Hertener Stadtwerke bereitstellen. Bei der Fernwärme werden es bis zu 600 Gigawattstunden pro Jahr sein.


  • „knettenbrech-Prime“ für Gewerbekunden

10.12.2018 | Knettenbrech + Gurdulic bietet seinen Gewerbekunden einen neuen Service: Über das neue Online-Portal „knettenbrech-PRIME“ können sie ab sofort rund um die Uhr Container bestellen. „knettenbrech-PRIME lässt sich in nur wenigen Sekunden einfach und unkompliziert bedienen“, sagt Patrick Gurdulic, Bereichsleiter Vertrieb.

Das Portal biete zahlreiche Vorteile: Die Kunden können ihre Aufträge selbstständig verwalten und erhalten damit einen guten Überblick über alle Kosten. Wichtige Dokumente stünden zum Download zur Verfügung, dadurch entfalle lästiger Papierkram. Darüber hinaus bestehe auch die Möglichkeit, mit wenigen Klicks Dokumentationen gemäß der Gewerbeabfallverordnung anzufertigen. Außerdem sei „knettenbrech-PRIME“ auch für mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets optimiert.


  • „Plastikumhüllung verbieten“

10.12.2018 | Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) geht gegen die Plastikumhüllungen von sogenannten Posteinwurfsendungen mit Discounterwerbung vor. „Mein Ziel ist es, die Plastikumhüllung von Postwurfsendungen zu verbieten“, sagte die CDU-Politikerin der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Das Thema ärgere sie seit Jahren.

„Ich finde, es gibt Vorgänge, da muss man klar sagen: Da kann man es auch anders machen. Hier muss sich die Wirtschaft umwelt- und verbraucherfreundliche Alternativen einfallen lassen“, forderte die Ministerin. Jede Woche würden plastikumhüllte Posteinwurfsendungen an bundesweit rund 20 Millionen Haushalte gesendet.


  • Flasbarth bewirbt sich für UN

10.12.2018 (dpa) | Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth will neuer Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen werden. Das Bundeskabinett habe einer Kandidatur des 56-Jährigen zugestimmt, sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Samstag. Flasbarth war bereits 2016 für den Posten angetreten, hatte aber gegen den Norweger Erik Solheim verloren. Im November trat Solheim nach Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung von Dienstreisen zurück.

Über seine Nachfolge dürfte UN-Generalsekretär António Guterres noch vor der nächsten Sitzung der Umweltversammlung im März 2019 entscheiden. Das UN-Umweltprogramm, kurz Unep, mit Sitz in Nairobi ist die einzige Einrichtung der Vereinten Nationen, die sich ausschließlich mit Umwelt befasst. Es koordiniert die Umweltaktivitäten der UN, entwickelt politische Instrumente für den internationalen Umweltschutz und berät Länder.

In der Vergangenheit standen bereits zwei Deutsche an der Spitze: der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer und der jetzige Leiter des UN-Entwicklungsprogramms, Achim Steiner.


  • Türkische Wirtschaft wächst langsamer

10.12.2018 (dpa) | Das Wirtschaftswachstum in der Türkei hat sich im dritten Quartal dieses Jahres verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur noch um 1,6 Prozent, wie das Statistikamt in Ankara am Montag mitteilte. Im zweiten Quartal hatte die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr noch um 5,2 Prozent zugelegt. In den ersten drei Monaten dieses Jahres war das BIP verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sogar um 7,4 Prozent gestiegen.

Die Türkei kämpft mit einer hohen Inflation. Zwar sank die Teuerungsrate zuletzt leicht, allerdings liegt sie noch immer bei 21,6 Prozent. Im Oktober war sie zum ersten Mal seit 15 Jahren auf mehr als 25 Prozent geklettert. Die türkische Lira war im August stark abgestürzt, was die Inflation steigen ließ. Inzwischen hat sich die Landeswährung aber wieder leicht erholt.

Ein politischer Streit mit den USA hatte den Absturz der Währung befeuert. Inzwischen ist der Streit beigelegt. Die Türkei kämpft jedoch auch mit einem hohen Leistungsbilanzdefizit – sie importiert also mehr Waren als sie ausführt.

Kommentar verfassen

Anzeige
Anzeige

Mehr auf 320°

Mehr auf 320°