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Was sonst noch passiert

Kurznachrichten im Überblick

• Grünes Licht für EEW Premnitz
• Giftmüll bleibt unter der Erde
• Auszeichnung für Umicore
• Neuer Mindestlohn für Aufträge
• Recyclat aus Schraubverschluss
• Viel Papier bei Bundesbehörden
• Schweden verbietet Benziner
• Schrotthändler demonstrieren
• Aus Tönsmeier wird PreZero
• Award für Zonneveld
> Weitere Kurznachrichten finden Sie hier:


  • Grünes Licht für EEW Premnitz

22.01.2019 | Der MVA-Betreiber EEW kann die Kapazität seiner Müllverbrennungsanlage in Premnitz (Havelland/Brandenburg) wie geplant erweitern. Das Landesamt für Umwelt hat die Genehmigung auf seiner Internetseite veröffentlicht. Da der sofortige Vollzug der Genehmigung angeordnet wurde, ist die Genehmigung nicht mehr anzufechten.

EEW will die Kapazität der neuen Verbrennungslinie auf 150.000 Tonnen pro Jahr auslegen. Die neue Linie soll die bestehende Wirbelschichtfeuerung mit einer Jahreskapazität von 120.000 Tonnen ersetzen. Damit werden künftig zwei Verbrennungslinien à 150.000 Tonnen in Betrieb sein, sodass sich die Gesamtkapazität auf 300.000 Jahrestonnen summiert.


  • Giftmüll bleibt unter der Erde

22.01.2019 (dpa) | Der Großteil des Giftmülls aus einer umstrittenen Deponie im Elsass bleibt unter der Erde und wird nicht geborgen. Stattdessen habe der französische Staat entschieden, mit der Abschirmung der Abfälle an Ort und Stelle fortzufahren, teilte die Präfektur des Départements Haut-Rhin am Montag mit. Umweltschützer kritisierten die Entscheidung.

In der Deponie Stocamine in Wittelsheim wurde seit 1999 gegen den Protest von Umweltschützern und Bürgerinitiativen Giftmüll wie Zyankali, Arsen und Quecksilber gelagert. Am 10. September 2002 brach in 535 Metern Tiefe ein Feuer aus, das erst nach Tagen gelöscht werden konnte. Seither ist die Anlage geschlossen. Die Deponie war auf bis zu 320.000 Tonnen giftigen Mülls ausgelegt, mehrere Zehntausend Tonnen wurden dort vor der Stilllegung eingelagert.

Bislang stand die Frage im Raum, was nach dem Brand mit dem Müll passieren sollte. Es sei riskanter, die Abfälle zu bergen als sie unterirdisch abzuschirmen, teilte die Präfektur nun mit. Außerdem wären hohe Investitionen für die Sicherstellung nötig. 95 Prozent der quecksilberhaltigen Abfälle seien zudem bereits aus der Deponie geholt worden. Das Grundwasser werde geschützt.


  • Auszeichnung für Umicore

22.01.2019 | Der Materialtechnologie- und Recyclingkonzern Umicore erzielte den 7. Platz im diesjährigen Index der weltweit nachhaltigsten Unternehmen („Global 100“). Der Index wird von Corporate Knights, einem Forschungsinstitut mit Fokus auf Nachhaltigkeitsbewertungen, veröffentlicht. Darüber hinaus sei Umicore mit dem 1. Platz im Ranking der metallverarbeitenden Unternehmen ausgezeichnet worden, teilt das Unternehmen mit. Damit sei es das einzige Unternehmenaus dieser Kategorie, das es 2019 in die Top 10 der Global 100-Unternehmen geschafft habe.


  • Neuer Mindestlohn für Aufträge

22.01.2019 (dpa) | Die Landesregierung hat beim Mindestlohn für Unternehmen, die sich um Aufträge des Landes bewerben, nachjustiert. Statt wie bisher beabsichtigt 9,54 Euro sollen diese Unternehmen ihren Beschäftigten künftig 10,04 Euro pro Stunde zahlen. Das sieht die Novelle des Thüringer Vergabegesetzes vor, die das Kabinett am Dienstag (22. Januar) beschloss.

Zur Begründung verwies Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auf den zu Jahresbeginn erhöhten Mindestlohn für Gebäudereiniger von 10,05 Euro. Die Lohnverpflichtung soll nur für Branchen ohne Tarifverträge gelten. Das Vergabegesetz soll noch vor der Sommerpause vom Landtag beschlossen werden.


  • Recyclat aus Schraubverschluss

21.01.2019 | Recyclate statt Neuware: Der Rohrhersteller Fränkische verarbeitet in den Kunststoffblöcken zur Speicherung von Regenwasser seit kurzem Kunststoffrecyclate. Bei den eingesetzten Compounds handelt es sich laut Remondis um ein „mehrfach ausgezeichnetes Polypropylen-Markenprodukt“, das der Recyclingkonzern selbst herstellt.

Wie Remondis mitteilt, entstehen die Compounds mit dem Namen Planodrop aus alten Kunststoffschraubverschlüssen von Flaschen aus dem Hause Coca-Cola: Die Flaschendeckel werden bei Remondis sortiert, zerkleinert, gewaschen und compoundiert – „durch die gute Sortierung bleiben die Materialeigenschaften des Kunststoffs erhalten“, betont der Konzern. Planodrop sei daher besonders geeignet für Produkte, die leicht, stabil und alterungsbeständig sein müssen. Weitere Angaben, etwa zur Menge der verarbeiteten Deckel oder der Dauer der Zusammenarbeit machte Remondis auf Anfrage nicht.

Der Rohrproduzent Fränkische spart laut Remondis mit dem Einsatz der Recyclaten jährlich rund 2.700 Tonnen CO2 gegenüber der Produktion mit Neuware ein. Die sogenannten Rigofill-Blöcke werden unterirdisch bei der Regenwasserversickerung und -speicherung eingesetzt und müssen aufgrund der hohen statischen Anforderungen sehr fest und stabil sein.


  • Viel Papier bei Bundesbehörden

21.01.2019 (dpa) | Die Bundesbehörden haben 2017 rund 1.255 Millionen Blatt Papier verbraucht. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Geht man von normalem DIN A4-Papier (80 Gramm pro Quadratmeter) aus, würde ein Papierstapel aus den verbrauchten Blättern von der Erde rund 120,5 Kilometer hoch bis ins Weltall reichen.

Ein Grund für den hohen Verbrauch könnte sein, dass die Bundesregierung und ihre Behörden bisher kein gemeinsames Intranet zur Verbreitung interner Informationen haben. Alle benutzen bisher getrennte Systeme – im Laufe des Jahres 2019 soll sich das aber ändern.  Der FDP-Abgeordnete Roman Müller-Böhm sagte dazu: „Viele Länder haben bereits eine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur und papierlose Regierungen, während unsere eigene die Umsetzung der elektronischen Akte zelebriert. Das ist bezeichnend.“


  • Schweden will Benziner verbieten

21.01.2019 (dpa) | In Schweden sollen nach dem Jahr 2030 keine Neuwagen mit  Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden. Das kündigte Ministerpräsident Stefan Löfven am Montag in einer Regierungserklärung an, in der er sein neues Kabinett vorstellte. Die Maßnahme sei ein Beitrag dazu, wie Schweden im Transportsektor seine klimawirksamen Emissionen reduzieren und seine Bemühungen zur Einhaltung der Ziele des Pariser Weltklimaabkommens verstärken wolle, sagte er im Reichstag in Stockholm. Außerdem solle ermöglicht werden, fossilfreie Fahrzeuge im ganzen Land laden oder betanken zu können.

Schweden gilt wie der gesamte skandinavische Raum als Vorreiter in Klimafragen und teils auch bei der Abkehr von Fahrzeugen mit Benzin- oder Dieselantrieb. In Norwegen soll bis 2025 kein Neuwagen mehr mit fossilen Brennstoffen laufen. Bereits heute fährt knapp die Hälfte der neu zugelassenen Fahrzeuge in dem Land elektrisch. In Dänemark soll laut Plänen der Regierung ab 2030 der Verkauf von Dieselfahrzeugen verboten werden.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace lobte die Ankündigung der neuen schwedischen Regierung. Schweden sei bereits das zehnte Land, dass ein Ausstiegsdatum für Diesel und Benziner festgelegt habe, erklärte Greenpeace-Verkehrsexpertin Marion Tiemann. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) habe dagegen immer noch keine wirksamen Maßnahmen für mehr Klimaschutz vorgelegt. „Dabei ist klar: Ohne einen Ausstiegsdatum für Diesel und Benziner wird er die Klimaziele nicht einhalten können.“


  • Schrotthändler demonstrieren

21.01.2019 (dpa) | In einem Konvoi von rund 60 Lastwagen haben Schrotthändler in Trier am Freitag gegen verschärfte Auflagen für ihre Branche demonstriert. Seit 1. Januar dürften sie keine großen Haushaltselektrogeräte wie Waschmaschinen mehr einsammeln, sagte Schrotthändler Peter Hutmacher in Trier. Dadurch fielen 30 Prozent der Einnahmen weg, etliche Betriebe würden gefährdet.

Nach Angaben der Polizei kam es wegen der Lastwagen-Demonstration durch die Trierer Innenstadt zu kleineren Verkehrsbehinderungen. Nach Angaben der Polizei fuhren 60 Lastwagen im Konvoi mit, die Schrotthändler sprachen von 74.


  • Aus Tönsmeier wird PreZero

18.01.2019 | Nach der Übernahme der Tönsmeier Gruppe durch GreenCycle erfolgt nun die Umfirmierung. Künftig wird Tönsmeier unter den Namen PreZero am Markt tätig sein. PreZero ist die Vertriebsmarke der GreenCycle Holding, einem Unternehmen der Schwarz Gruppe (Kaufland, Lidl).

„Die Tönsmeier-DNA wird unsere Vorstellung von PreZero optimal ergänzen“, sagt Stephan Garvs, Geschäftsführer der PreZero Group. „PreZero steht für smarte Lösungen, und den Wunsch, Kreisläufe zu schließen und Ressourcen zu schonen: Null Abfall ist unser Ziel. Dabei hilft uns die Herkunft aus der Schwarz Gruppe – einem der größten Handelsunternehmen der Welt. Wir wissen, wie wir Prozesse einfach, effizient gestalten und Produkte bei hoher Qualität günstig anbieten können“, zeigt sich Garvs vom Erfolg überzeugt.

Die Standorte bleiben bestehen, versichert PreZero. Auch hinsichtlich der Ansprechpartner oder der Öffnungszeiten gebe es keine Veränderungen. Alle Dienstleistungen und Angebote können über die Website PreZero.com eingesehen werden.


  • Plastics Recycling Awards

18.01.2019 | Interseroh gehört auch in diesem Jahr zu den Finalisten bei den internationalen Plastics Recycling Awards Europe. Gemeinsam mit dem Technologiehersteller Erema geht der Umweltdienstleister in der Kategorie „Reycling Machinery Innovation of the Year“ mit dem Kaskaden-Extrusionssystem Corema ins Rennen um die begehrte Auszeichnung.

Mit Corema sei es erstmals möglich, maßgeschneiderte Recycling-Compounds für hochwertige Anwendungen in nur einem Verfahrensschritt herzustellen, erklärt Interseroh. Direkt im Herstellungsprozess würden Additive, Modifikatoren und anorganische Füllstoffe in Anteilen von 0,25 bis 40 Prozent beigemischt. Die Qualitätskontrolle der Materialrheologie und Farbstabilität erfolge dabei digital und in Echtzeit. Die innovative Technologie wurde in ihrer Kombination eigens für die Anforderungen von Interseroh entwickelt.

Mithilfe des neuen Verfahrens könne Interseroh individuelle Recompounds für besonders hochwertige Anwendungen herstellen. Zudem senke der One-Extrusion-Process den Energie- und Ressourcenverbrauch. Selbst bei der Herstellung komplizierter Rezepturen spare das neue Verfahren bis zu 50 Prozent der Treibhausgasemissionen im Vergleich zur Verwendung von Neugranulat aus Rohöl ein.


  • Regierung in Hessen steht

18.01.2019 (dpa) | Nach seiner Wiederwahl im Landtag hat der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag den Ministern der schwarz-grünen Regierung ihre Ernennungsurkunden überreicht. Die CDU stellt in der neuen Regierung sieben Minister. Der grüne Koalitionspartner verdoppelt die Zahl seiner Ressortchefs auf vier.

Neu dabei sind die beiden bisherigen Grünen-Landesvorsitzenden Angela Dorn und Kai Klose. Sie haben das Wissenschafts- beziehungsweise Sozialministerium übernommen. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Umweltministerin Priska Hinz (beide Grüne) gehören der Landesregierung weiter an.

Erstmals gibt es in der hessische Landesregierung eine Digitalministerin. Bouffier hat für diese Aufgabe die Darmstädter IHK-Präsidentin Kristina Sinemus (parteilos) an den Kabinettstisch geholt.


  • Award für Zonneveld

16.01.2019 | Der „IERC Honorary Award“ ging in diesem Jahr an Norbert Zonneveld. Der langjährige Executive Secretary der EERA erhielt die Auszeichnung an diesem Mittwoch beim International Recycling Congress IERC in Salzburg. In den letzten 14 Jahren habe Zonneveld maßgeblich zur Entwicklung und Entstehung der WEEE-Richtlinie, zur Entwicklung von Recycling-Standards und -Praktiken beigetragen, hieß es in der Begründung für die Preisverleihung.


  • PreZero Arena in Hoffenheim

16.01.2019 (dpa) | Die Wirsol Rhein-Neckar-Arena der TSG 1899 Hoffenheim heißt ab sofort PreZero Arena. Dies gab der Fußball-Bundesligist am Mittwoch ins Sinsheim bekannt. PreZero löst damit Wirsol als Namensgeber des Stadions ab, der Begriff Rhein-Neckar fällt weg. Über die finanziellen Konditionen machten beide Seiten keine Angaben. Der Vertrag läuft über fünf Jahre mit Option auf weitere fünf Jahre. PreZero Dual ist der Name des geplanten dualen Systems der Lidl-Tochter Greencycle, das im kommenden Jahr an den Markt kommen soll.


  • ReTech BW neu aufgelegt

16.01.2019 | Das baden-württembergische Umweltministerium hat das Förderprogramm „Ressourceneffiziente Technologien Baden-Württemberg – ReTech-BW“ wiederaufgelegt. In der neuen Ausschreibungsrunde stellt das Ministerium insgesamt 600.000 Euro zur Verfügung. Damit werden Unternehmen unterstützt, die in material- und energiesparende Umwelt- und Effizienztechniken für ihre Produktionsanlagen investieren wollen.

„In Zeiten weltweit knapper werdender Rohstoffe gewinnt die Ressourceneffizienz zunehmend an Bedeutung“, sagte Umweltminister Franz Untersteller anlässlich des Starts der Ausschreibung heute (16.01.) in Stuttgart. „Mit unserem Förderprogramm wollen wir innovative Lösungen für nachhaltige Produktionsprozesse initiieren.“

Studien zufolge könnten im Mittel sieben Prozent des Materialverbrauchs in der Produktion eingespart werden, wenn die heute verfügbaren technischen Möglichkeiten zur Rohstoff- und Materialeffizienz optimal angewendet würden, erläuterte der Umweltminister. Das Investitionsprogramm richtet sich an produzierende Unternehmen aller Größenordnungen, die ihren Sitz in Baden-Württemberg haben. Anträge auf Förderung können bis zum 30. März 2019 beim Projektträger Karlsruhe am Karlsruher Institut für Technologie eingereicht werden. Antragsformulare und Hinweise zur Antragstellung stehen auf dem Portal PURE-BW unter www.pure-bw.de/retech-bw und auf der Webseite des Projektträgers Karlsruhe unter www.ptka.kit.edu/ausschreibungen-bwp.html.


  • Schutzzölle auf Stahlprodukte

16.01.2019 (dpa) Die EU führt dauerhaft Sonderabgaben auf Stahlprodukte ein, um europäische Hersteller vor schwerwiegenden Marktverzerrungen durch die neuen US-Zölle zu schützen. Wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte, stimmten die Mitgliedstaaten einem entsprechenden Plan jetzt zu. Er kann damit wie geplant Anfang Februar umgesetzt werden. Die Regelungen sollen vorerst bis Juli 2021 gelten.

Auf vorläufiger Basis erhebt die EU die Sonderabgaben bereits seit dem vergangenen Sommer. Sie umfassen einen Zusatzzollsatz in Höhe von 25 Prozent auf Importe, die wegen der US-Zölle zusätzlich in die EU kommen. An der Verzollung der traditionellen Stahl-Importmengen ändert sich nichts. Sie werden von der EU als die Durchschnittsmengen der vergangenen drei Jahre definiert.

Die US-Sonderabgaben auf Stahl- und Aluminiumprodukte waren im vergangenen Frühjahr eingeführt worden. Präsident Donald Trump begründete sie «mit nationalen Sicherheitsinteressen». Die EU hält das aber für unglaubwürdig und geht davon aus, dass es darum geht, die US-Wirtschaft vor unerwünschter Konkurrenz zu schützen.


  • Brexit: Stahlindustrie besorgt

16.01.2019 | Nach dem Nein des britischen Parlaments zum Brexit-Abkommen sorgt sich die Stahlwirtschaft über den Fortgang der Verhandlungen. „Es ist besorgniserregend, dass das britische Unterhaus dem zwischen Großbritannien und der EU ausgehandelten Brexit-Abkommen nicht zugestimmt hat“, erklärte Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. „Für die Stahlindustrie in Deutschland ist ein geregeltes Ausscheiden Großbritanniens mit einer Übergangsfrist zur Klärung der künftigen Beziehungen des Landes zur EU von großer Bedeutung.“

Ein ungeregelter Austritt hätte gravierende negative Folgen gerade für die stahlbasierten Wertschöpfungsketten, so Kerkhoff. Deutschland exportiert knapp 3 Millionen Tonnen Stahl in Form von stahlhaltigen Gütern nach Großbritannien. Das entspreche knapp 10 Prozent dieser „indirekten Stahlexporte“, erklärt die Wirtschaftsvereinigung. „Es bleibt zu hoffen, dass es am Ende eine Entscheidung der Vernunft für einen geregelten Austritt Großbritanniens oder einen Verbleib des Landes in der EU geben wird“, so Kerkhoff.


  • Rückbau von Offshore-Windparks

16.01.2019 (dpa) | Bislang gibt es nur wenige Erfahrungen, wie Offshore-Windränder am besten zurückgebaut werden können. In einem dreijährigen Forschungsprojekt wollen Wissenschaftler der Hochschule Bremen nun untersuchen, mit welchen Techniken Windräder auf hoher See demontiert werden können, welche Kosten es verursacht und inwieweit es die Umwelt beeinträchtigt.

Am Ende solle ein Handbuch für die Windenergie-Branche entstehen, das die verschiedenen Verfahren bewerte, sagte Projektleiterin Silke Eckardt am Mittwoch zum offiziellen Start des Projekts in Bremen. Rund 1200 Offshore-Windräder stehen ihren Angaben nach in der deutschen Nord- und Ostsee. Spätestens in elf Jahren müssen die ersten davon zurückgebaut werden. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Projekt mit 1,1 Millionen Euro.


  • Neue Justiziarin beim bvse

15.01.2019 | Katharina Walter ist seit Anfang des Jahres die neue Justiziarin des bvse. Die Volljuristin übernimmt die Position von Miryam Denz-Hedlund, die den Verband zum 31.12.2018 verlassen hat und zur Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gewechselt ist. Walter ist bereits seit rund dreieinhalb Jahren in der Rechtsabteilung des bvse tätig.


  • Auffangbecken für Plastikmüll

15.01.2019 (dpa) | An der norwegischen Küste bei Bergen wird von Meeresströmungen so viel Müll anschwemmt wie wohl an kaum einem anderen Ort der Welt. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Forschungsinstituts Norce in Bergen. Am schlimmsten sei es in Øygarden, Sund und Fjell, wo pro Kilometer Küste achtmal mehr Abfall anfalle als im Durchschnitt weltweit, schrieb die Zeitung Bergens Tidende am Donnerstag.

„Die Meeresströmungsmodelle zeigen, dass die norwegische Küste fast zu einem Auffangnetz für Abfälle wird“, wird der Geologe Eivind Bastesen zitiert. Ein Teil treibe weiter nach Norden, aber sehr viel bleibe hier zurück.

Die Forscher hatten die Verschmutzung der Küste mithilfe von Luftaufnahmen ausgewertet und direkt vor Ort untersucht. An 800 Buchten und Stränden fanden sie Plastikabfall mit einer Gesamtmenge von bis zu 1.000 Tonnen.


  • Nominierung für Oliver Riedel

Oliver Riedel, Gründer und CEO der Unternehmensgruppe BIOFABRIK Technologies GmbH, wurde für den diesjährigen Preis “Sachsens Unternehmer des Jahres” nominiert. Der jährlich verliehene wichtigste Wirtschaftspreis Sachsens wird im Mai überreicht.

Riedel hat ein patentiertes Pyrolyseverfahren entwickelt, um Plastikmüll in Öl umzuwandeln. Für die Verölung kommt eine so genannte Kompaktraffinerie namens Wastx Zero zum Einsatz. Die Anlage besteht den Angaben zufolge aus einem patentierten kontinuierlichen Pyrolysereaktor mit Mehrzonen-Heizsystem, einer automatischen Separation, dynamischen Gasreinigung sowie mehrstufigen Kondensation.

Mithilfe des Verfahren soll es möglich sein, bis zu 750 Kilogramm Plastikmüll – am besten HDPE, LDPE, PP und PE – pro Tag zu verarbeiten. Aus einem Kilogramm Plastik könne ein Liter Kraftstoff gewonnen werden.


  • Einwegbecher in der Bundesliga

Bei Spielen der Fußball-Bundesliga sind nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe 11,5 Millionen Einwegbecher in den Stadien angefallen. Vorne mit dabei sei Borussia Dortmund mit 1,5 Millionen Bechern. Der Herbstmeister ist jedoch nach eigenen Angaben bereits im Dialog mit der Umwelthilfe, „an dessen Ende die Umstellung auf ein Mehrwegbecher-System stehen soll“. Auch der FC Bayern München hat zu Beginn der Saison umgestellt. Doch Clubs wie beispielsweise der FC Schalke 04, Hamburger SV, 1. FC Köln oder die TSG 1899 Hoffenheim setzten weiterhin auf Wegwerfbecher.

„Das Anliegen, die Umwelt zu schützen, ist inzwischen auch bei den Bundesligisten angekommen“, sagt Thomas Fischer, Bereichsleiter Kreislaufwirtschaft bei der Deutschen Umwelthilfe. Dennoch gebe es im Profifußball noch viel Luft nach oben. „Insbesondere größere Vereine ziehen erst allmählich nach und tun sich mit der Umsetzung von Umweltaktivitäten schwer“, sagt Fischer. Anders sehe das bei vielen kleinen Vereinen aus.

Ganz vorne mit dabei ist der SC Freiburg. Die Schwarzwälder hatten die erste Solaranlage auf dem Stadiondach, bauen gerade nach eigenen Angaben eine neue weitgehend klimaneutrale Arena und sind sogar kürzlich eine Partnerschaft mit der Umweltorganisation WWF eingegangen. „Ein Pionier der Umweltszene im Fußball“, attestiert Fischer.


  • Alba investiert in Wilhelmshaven

14.01.2019 | Das Metall-Recycling-Unternehmen Alba Metall Nord will am Standort Wilhelmshaven über acht Millionen Euro investieren. Geplant sei der Bau einer neuen Halle in diesem Jahr und eines modernen Shredders im kommenden Jahr, schreibt die Wilhemshavener Zeitung. Alba wolle damit die Produktion leiser und energieeffizienter gestalten. Dazu hat das Unternehmen in der Vergangenheit bereits einige Maßnahmen ergriffen. Unter anderem dürften seit vergangenem Jahr nach 22 Uhr keine Lkw mehr auf dem Gelände fahren. Alba musste dafür eine komplette Schicht streichen.


  • Bußgeld für Georgsmarienhütte

14.01.2019 (dpa) | Das Bundeskartellamt hat gegen den Edelstahlhersteller Georgsmarienhütte wegen verbotener Preisabsprachen ein Bußgeld von 85 Millionen Euro verhängt. Dies sagte ein Sprecher der Behörde in Bonn am Freitag. Bereits im Dezember wurde die Belegschaft nach Angaben eines Unternehmenssprechers informiert. „Das Bußgeld wird uns wirtschaftlich nicht in Bedrängnis bringen“, sagte er.

Im vergangenen Juli hatte das Bundeskartellamt die Namen von sechs Edelstahl-Unternehmen und einem Branchenverband veröffentlicht, gegen die Bußgelder von insgesamt rund 205 Millionen Euro verhängt worden waren. Das Verfahren war Ende 2015 mit einer branchenweiten Durchsuchung nach einem sogenannten Kronzeugen-Antrag des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine ins Rollen gekommen. Laut Kartellamt haben die betreffenden Unternehmen über Jahre hinweg wichtige Preisbestandteile beim Vertrieb von Edelstahl abgesprochen. Demnach ging es dabei um die Berechnung und Anwendung von Schrott- und Legierungszuschlägen.

Der Sprecher des Bundeskartellamts sagte, dass die Verfahren noch nicht alle abgeschlossen seien. „Die Ermittlungen laufen weiter, wir können aber nicht sagen, wie lange das noch dauern wird.“


  • Workshop Metallrecycling

14.01.2019 | Im Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum (CUTEC) findet am 25. Januar 2019 ein „Innovations-Workshop Metzallrecycling“ statt. Veranstalter ist der Recycling-Cluster für wirtschaftsstrategische Metalle REWIMET. Der Workshop richtet sich an Unternehmen, die im Metallrecycling arbeiten und Interesse an Innovationen haben. Die Teilnahme ist kostenfrei, da die Durchführung des Workshops aus EU-Mitteln gefördert wird. Die Anmeldung zum Innovations-Workshop Metallrecycling ist bis zum 18.01.2019 möglich unter https://www.rewimet.de/aktivitaeten/innovations-workshop-metallrecycling.


  • Granate im Sperrmüll

14.01.2019 (dpa) | Ein Unbekannter hat in Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg auf einem Sperrmüllplatz „entsorgt“. Spezialisten des Munitionsbergungsdiensts bargen das explosive Teil am Sonntag, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein Passant hatte die Wurfgranate entdeckt und die Beamten alarmiert. Es werde wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt.


  • Schneefall stoppt Müllabfuhr

10.01.2019 (dpa) | Die starken Schneefälle stellen auch die Abfallentsorgungsunternehmen vor große Probleme. Weil die Mülllaster nicht mehr durchkommen, hat der Landkreis Augsburg am Donnerstag die Entleerung von Tonnen und das Einsammeln von Gelben Säcken in der Stadt Neusäß und acht weiteren Gemeinden abgesagt. Die beauftragten Unternehmen hätten mitgeteilt, dass die Müllwagen nicht fahren könnten, berichtete ein Sprecherin des Landratsamtes.


  • Fettberg verstopft Kanalisation

09.01.2019 (dpa) | Ein monströser Fettberg ist in einer Kanalisation in Großbritannien entdeckt worden. Das 64 Meter lange Ungetüm verstopft einen Abwasserkanal in der Nähe der Küstenstadt Sidmouth in der südenglischen Grafschaft Devon. Es soll rund acht Wochen dauern, das steinharte zu Gebilde entfernen. Nach Angaben des zuständigen Wasserunternehmens South West Water handelt es sich um den größten Fettberg, der bislang in der Grafschaft gefunden wurde.

Er sei so lang wie sechs Doppeldeckerbusse hintereinander. Der bei dem Unternehmen für Abwasserangelegenheiten zuständige Direktor Andrew Roantree sagte britischen Medien am Dienstag, der Fund zeige, dass solche Fettberge nicht nur in den britischen Großstädten auftauchten, sondern auch in Küstenorten.

Im Herbst 2017 war in London ein monströser Fettberg entdeckt worden, der die Kanalisation verstopfte. Er war 250 Meter lang, satte 130 Tonnen schwer und bestand hauptsächlich aus Windeln, Wischlappen, Kondomen und hartem Kochfett. Das Abtragen des Kolosses dauerte Wochen. Ein kleiner Rest wurde später in einem Museum ausgestellt.

Fettberge wie dieser sind das Ergebnis, wenn Verbraucher ihre Abfälle unachtsam die Toilette herunterspülen. Viele Briten entsorgen auch heißes Fett in der Kanalisation, das den Unrat dann zu einer steinharten Masse verklebt. Auch in Deutschland gibt es das Phänomen, allerdings nicht in dem Ausmaß wie in Großbritannien.


  • Autoverkauf in China bricht ein

09.01.2019 (dpa) | Chinas Automarkt ist inmitten des Handelsstreits mit den USA erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten geschrumpft. Der Absatz von Personenwagen sackte 2018 um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab, berichtete Generalsekretär Cui Dongshu vom Branchenverband China Passenger Car Association (PCA) am Mittwoch in Peking. Somit seien nur noch 22,7 Millionen Autos verkauft worden.

Ursachen sind nach Angaben von Experten die Zollerhöhungen auf Importe von US-Autos, die Verunsicherung über den Handelskrieg zwischen den USA und China sowie das langsamere Wirtschaftswachstum in China. Der Verkaufsrückgang trifft auch die großen deutschen Autokonzerne, für die China der größte Markt ist.


  • Viel Müll in der Nordsee

09.01.2019 | In der Nordsee schwimmt nach wie vor viel Plastikmüll. Der Müll sei überall an der Küste vorhanden und am Meeresboden weit verbreitet, teilte das niedersächsische Umweltministerium bei der Vorstellung des Zustandsberichts zur Nordsee mit. Pro 100 Meter Strandabschnitt seien bis zu 389 Müllteile zu finden, knapp 90 Prozent davon seien aus Plastik.

„Der gute Umweltzustand ist nicht erreicht“, erklärt das Ministerium. Bislang gebe es keine Anzeichen für eine Abnahme der Belastung. 60 Prozent der untersuchten Eissturmvögel hätten mehr als 0,1g Kunststoffe im Magen.


  • Kein Interesse am Lohnvergleich

09.01.2019 | Das Entgelt-Transparenz-Gesetz hat bislang kaum Wirkung erzielt. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts bei deutschen Personalleitern hervor, die im Auftrag von Randstad Deutschland erstellt wurde. Demnach haben nur wenige Arbeitnehmer von ihrem neuen Auskunftsanspruch Gebrauch gemacht.

Seit Anfang 2018 dürfen Arbeitnehmer nach dem Gehalt eines Kollegen oder einer Kollegin mit vergleichbaren Tätigkeiten und in vergleichbarer Position fragen, sofern er oder sie anderen Geschlechts ist. In nur knapp 10 Prozent aller Unternehmen holten Beschäftigte Erkundigungen ein, und auch dort nur vereinzelt. Selbst wenn die Mitarbeiter Auskunft verlangten, hatte dies eher selten eine Auswirkung: Nur rund jede siebte Auskunft bewirkte eine Anpassung des Gehalts. Das Gesetz gilt für Firmen ab 200 Mitarbeitern.


  • Schwächere Euro-Konjunktur

08.01.2019 | Die Konjunktur im Euro-Gebiet schwächt sich ab. In den ersten beiden Vierteljahren des Jahres 2019 wird die Wirtschaft nur noch um jeweils 0,3 Prozent wachsen, ebenso im vierten Quartal 2018. Das sagen die drei Forschungsinstitute ifo, KOF und Istat aus München, Zürich und Rom voraus. Die Binnen-Nachfrage wird dabei der Haupttreiber der Entwicklung sein.

Die Industrie-Produktion des Euro-Gebietes dürfte in den ersten beiden Quartalen 2019 nur um jeweils 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal wachsen, erklären die Institute. Für das zurückliegende Gesamtjahr 2018 veranschlagen sie eine Wachstumsrate von 1,9 Prozent. Zuletzt lasteten im dritten Quartal 2018 die Produktionsausfälle der deutschen Auto-Hersteller auf dem Euro-Gebiet.


  • Dämpfer für deutsche Industrie

07.01.2019 (dpa) | Die deutsche Industrie hat erstmals seit drei Monaten wieder einen Dämpfer beim Auftragseingang einstecken müssen. Im November seien die Bestellungen im Monatsvergleich um 1,0 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Ausschlaggebend war ein starker Order-Rückgang aus der Eurozone.

Vor dem November-Minus waren die Auftragseingänge zuletzt im Juli im Monatsvergleich gesunken. Das Bundeswirtschaftsministerium wies darauf hin, dass der Auftragseingang in den Monaten Oktober und November etwa ein halbes Prozent über dem Durchschnitt des dritten Quartals gelegen habe. Vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestands in Unternehmen geht das Ministerium davon aus, dass die Industriekonjunktur wieder etwas Fahrt aufnimmt.


  • Asbestfund im C&A-Gebäude

07.01.2019 (dpa) | Im C&A-Gebäude in der Hamburger Innenstadt ist in Teilbereichen der Zwischendecken Asbest entdeckt worden. Für die Kunden sowie für die Mitarbeiter des Bekleidungshauses bestehe keine Gefahr, betonte eine Pressesprecherin am Montag. Bei einem Sachverständigengutachten seien keine gesundheitsgefährdende Asbestfasern in der Raumluft gemessen worden.

Nun würden Gespräche mit der Stadt und dem Bauamt über die weitere Vorgehensweise stattfinden, teilte das Unternehmen weiter mit. Mögliche Optionen seien eine Sanierung oder ein kompletter Abriss des 1964 erbauten Gebäudes. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen. Auch der Zeitpunkt einer möglichen vorübergehenden Schließung der Filiale in der Mönckebergstraße für eine Sanierung oder für einen Abriss stehe noch nicht fest.


  • Verpackungssteuer in Tübingen

03.01.2019 | Die Stadt Tübingen hat vor Weihnachten beschlossen, eine kommunale Steuer auf den Verkauf von Einwegverpackungen einführen zu wollen: „Die Entscheidung ist ein wichtiges Signal gegen die zunehmende Vermüllung unserer Umwelt mit Einwegverpackungen“, kommentiert Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) die Entscheidung. Die Beseitigung von achtlos entsorgten Verpackungen verursache hohe Kosten für die Städte und Gemeinden, so der Minister. „Ich kann es daher nachvollziehen, wenn die Kommunen versuchen, zumindest einen Teil der Kosten von den Verursachern wieder zu erlangen.“

Bisher sei es allerdings juristisch umstritten, ob Kommunen eine solche Steuer überhaupt erheben dürften, sagte Untersteller. Er wünsche sich, dass die Stadt Tübingen einen gangbaren Weg findet, ihren „mutigen Grundsatzbeschluss“ rechtlich umzusetzen, damit auch andere Städte und Gemeinden diesen Weg begehen könnten.

Nach den Plänen des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Plamer (Grüne) soll die Steuer auf Verpackungen von Speisen und Getränken erhoben werden, die zum Verzehr unterwegs bestimmt sind, wie beispielsweise Nudelboxen oder Becher für Coffee to go. Die Verpackungssteuer soll bei einem Euro pro Stück liegen und Einwegprodukte so verteuern. Nach Angaben der Tübinger Stabsstelle für Umwelt und Klimaschutz sind die städtischen Kosten für die Beseitigung von Müll aus dem öffentlichen Raum von 2016 auf 2017 um 50.000 Euro gestiegen.


  • Hoher Goldpreis

03.01.2019 (dpa) | Der Goldpreis ist nach dem Jahreswechsel auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr geklettert. Am 2. Januar kostete eine Feinunze des Edelmetalls (circa 31,1 Gramm) an der Börse in London zeitweise 1.288,83 US-Dollar. Das war der höchste Preis seit Juni. Aktuell liegt der Preis noch immer bei 1.288,30 US-Dollar.

Experten führen den Wertanstieg auf enttäuschende Konjunkturdaten aus China zurück, die auf ein Abflauen der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hindeuten. Schlechte Aussichten für die globale Wirtschaft lassen die Nachfrage nach Gold tendenziell steigen, weil das Edelmetall unter Anlegern als „sicherer Hafen“ in unsicheren Zeiten gilt.


  • UBA für mehr Wertstofftonnen

03.01.2019 | Das Umweltbundesamt spricht sich dafür aus, dass mehr Kommunen die Wertstofftonne einführen. „Aus Umweltsicht ist eine Wertstofftonne sinnvoll“, sagt Matthias Fabian, der beim Umweltbundesamt für das Verpackungsgesetz zuständig ist, der Zeitung Welt am Sonntag. „Einige Kommunen haben die Wertstofftonne bereits eingeführt – es wäre aus Sicht des Umweltbundesamtes wünschenswert, wenn zahlreiche weitere Kommunen dem Beispiel folgen.“ In Städten wie Hannover, Braunschweig und Leipzig oder auch im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen gibt es die Wertstofftonne schon.

Vertreter von Recyclingfirmen hingegen sehen die Wertstofftonne skeptisch. Grund sind die hohen Fehlwürfe, die die Sortierung immens erschweren und damit die Sortierkosten in die Höhe treiben.


  • Aus für Biowerk in Hamburg

03.01.2019 | Die Biogasanlage auf dem Betriebsgelände der Stadtreinigung Hamburg (SRH) an der Schnackenburgallee 100 wurde zum Ende des Jahres 2018 stillgelegt. Grund der Stilllegung sei ein altersbedingt hoher Verschleiß der fast 13 Jahre alten Anlage, teilt die SRH mit. Nach dem Rückbau der Biogasanlage werde das Gelände für das geplante Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) genutzt, das ebenfalls Biogas aus Abfällen erzeugen wird.

Betreiberin der Biogasanlage ist die Biowerk GmbH, an der neben der Stadtreinigung Hamburg auch die ETH Umwelttechnik Hamburg und die BioCycling Hamburg GmbH beteiligt sind. ETH und BioCycling haben ihre Geschäftsanteile zum 31.12.2018 an die SRH verkauft, sodass die SRH den Rückbau der Anlage in Eigenregie übernehmen und mit den Planungen des ZRE koordinieren kann. Das Unternehmen BioCycling baut an einem anderen Standort Kapazitäten auf, um weiterhin aus den in Hamburg gesammelten gewerblichen Bioabfällen, z. B. Speisereste aus der Gastronomie, Biogas zu erzeugen.


  • Wertstofftone für Augsburg?

20.12.2018 | Die Stadt Augsburg will aus der Gelben Tonne eine Wertstofftonne machen. Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) verspricht sich davon, dass der Recyclingedanke in den Vordergrund rücken würde, schreibt die Augsburger Allgemeine. Allerdings müsse die Stadt zunächst mit den dualen Systemen verhandeln. Das dürfte nicht einfach werden, so Erben.


  • Schulze plant Branchendialog

20.12.2018 (dpa) | Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat das EU-Verbot von Wegwerfplastik als „ganz wichtigen Schritt“ begrüßt. Sie sei „sehr froh», dass viele Wegwerfprodukte aus Plastik ab 2021 in der EU verboten würden, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch. Sie sei sicher, dass das Verbot zu innovativeren und umweltfreundlicheren Produkten führen werde.

Aus Umweltsicht sei Mehrweg, also wiederverwertbare Artikel, das Mittel der Wahl, betonte die Ministerin. „Hersteller, Handel, Gastronomie wissen jetzt, wo die Reise hingeht.“ Fürs kommende Jahr sei ein Branchendialog ins Auge gefasst, um Alternativen zu finden.


  • Keine UVP für Göppingen

20.12.2018 | Für die geplante Kapazitätserweiterung des MHKW Göppingen ist keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig. Dies habe das Stuttgarter Regierungspräsidium (RP) bekannt gegeben, schreibt die Stuttgarter Zeitung. Nach Ansicht der Behörde bringe das Vorhaben keine Veränderungen oder Verschlechterungen gegenüber dem derzeit genehmigten Zustand mit sich. Das Regierungspräsidium wird nun prüfen, ob es die immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt werden kann. Betreiber des MHKW Göppingen ist die EEW Energy from Waste GmbH. Sie will die Jahreskapazität von derzeit 158.000 auf 180.000 Tonnen erhöhen.


  • Pop fordert 11,30 Euro für Berlin

20.12.2018 (dpa) |  Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) will eine Erhöhung des Vergabemindestlohns von aktuell 9,00 Euro die Stunde auf 11,30 Euro. Das geht aus dem Referentenentwurf für ein neues Vergabegesetz hervor, der am Donnerstag bekannt wurde.

Bei dem Mindestlohn handelt es sich um den Tarif, den Unternehmen ihren Mitarbeitern als Voraussetzung für öffentliche Aufträge des Landes Berlin zahlen müssen. Er soll Lohn- und Sozialdumping bei solchen Aufträgen unterbinden und Arbeitnehmern existenzsichernde Einkommen sichern. In dem neuen Gesetz werden auch andere Kriterien für die Vergabe von Landesaufträgen neu bestimmt.


  • Zweiter Geschäftsführer für Knettenbrech + Gurdulic

19.12.2018 | Bertram Scholtes wird zum 1. Januar 2019 kaufmännischer Geschäftsführer bei Knettenbrech + Gurdulic. Er wird damit neben Firmengründer Steffen Gurdulic zweiter Geschäftsführer und verantwortet die Bereiche Finanzen, Personal, IT, Einkauf, Controlling und Recht. „Ich freue mich, mit Bertram Scholtes einen erfahrenen und versierten Kollegen an meiner Seite zu haben. Wir werden gemeinsam das erfolgreiche Wachstum des Unternehmens fortsetzen“, sagt Steffen Gurdulic. Gurdulic wird sich zukünftig verstärkt auf das operative Geschäft konzentrieren.

Bertram Scholtes war fast 20 Jahre im Firmenkundengeschäft der Landesbank Baden-Württemberg tätig. Im Jahr 2016 wechselte er zu K+G, wo er zuletzt den Bereich Finanzen leitete. Der 42-jährige gebürtige Badener aus Waghäusel-Kirrlach ist verheiratet und hat drei Kinder.


  • Neuer Recyclinghof in Hamburg

18.12.2018 | Die Stadtreinigung Hamburg hat am Dienstag (18. Dezember) einen neuen Recyclinghof in Hamburg-Wandsbek Hamburgs eröffnet. Der neue Recyclinghof ersetzt den Recyclinghof in Hamburg-Tonndorf und ist mit 7.500 Quadratmeter Fläche mehr als dreimal so groß. Nach Angaben der Stadtreinigung hat der neue Hof montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr und sonnabends von 8 bis 14 Uhr geöffnet. Die Kunden könnten die Container bequem von oben befüllen, weil die Container unterhalb der Fläche platziert sind, auf denen die Kunden stehen.

Auf den neuen Recyclinghof stehen 29 Container zur Verfügung. Platz für weitere, neue Wertstofffraktionen sei vorhanden. Die Stadtreinigung erwartet mindestens 135.00 Kunden im Jahr. Ende des nächsten Jahres wird der Hof mit einem Elektro-Mobil-Bagger ausgestattet. Für das Projekt hat die Stadtreinigung Hamburg Fördermittel vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Höhe von 75 Prozent der Mehrkosten erhalten.


  • „Motor abstellen“ wörtlich genommen

18.12.2018 (dpa) | Wenn das Schild so freundlich dankt, braucht man sich eigentlich nicht zu wundern: Ein Scherzbold oder Umweltsünder hat in Bayern einen Automotor entsorgt – direkt neben dem Hinweisschild an einem Bahnübergang: „Bei geschlossener Schranke: Bitte Motor abstellen. Danke!“

Ein Polizeisprecher sagte am Dienstag, da habe wohl jemand lieber den ausrangierten Motor schnell loswerden wollen, anstatt ihn kostenfrei bei einem Werkstoffhof zu entsorgen. „Da hätte er vielleicht sogar noch Geld für gekriegt.“ Nun droht eine Strafe – die Beamten ermitteln wegen einer Ordnungswidrigkeit. Für die Beseitigung des Schrotts muss die Gemeinde Dörfles-Esbach bei Coburg aufkommen.


  • Hauschulte in Senat berufen

18.12.2018 | Klaus Hauschulte, Geschäftsführer der Scholz Recycling GmbH in Essingen, ist in den Senat der Wirtschaft Deutschland berufen worden. Anfang Dezember habe Hauschulte seine Urkunde verliehen bekommen, berichtet die Schwäbische Zeitung. Der Senat der Wirtschaft Deutschland hat unter anderem die Förderung des Wirtschaftsstandorts Deutschland zum Ziel sowie die Förderung der ökosozialen Marktwirtschaft auf nationaler und internationaler Ebene. Als Chef von Scholz Recycling hatte sich Hauschulte in der jüngeren Vergangenheit für eine Rohstoffwende stark gemacht. Zuletzt forderte Hauschulte gemeinsam mit TSR einen Nationalen Rat für Recycling.


  • Genehmigung für EEW Premnitz

17.12.2018 | Der MVA-Betreiber EEW kann die Kapazität der Müllverbrennungsanlage in Premnitz wie geplant erweitern. Das Landesumweltamt habe die Erweiterung mit Schreiben vom 10. Dezember genehmigt, berichtet die Märkische Allgemeine. Dabei handele es sich um eine Teilgenehmigung zur Errichtung der Anlage. Die Betriebsgenehmigung sei Bestandteil eines gesonderten Verfahrens.

EEW will die Kapazität der MVA in Premnitz von aktuell 270.000 Tonnen auf 300.000 Tonnen pro Jahr erweitern. Dazu plant der Anlagenbetreiber eine neue Verbrennungslinie für 150.000 Tonnen. Sie soll die zirkulierende Wirbelschichtfeuerung mit einer Kapazität von 120.000 Tonnen ersetzen.


  • Gegen illegale Sammelcontainer

17.12.2018 | Der Entsorgerverband bvse hat in Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden eine Handlungsempfehlung gegen die Aufsteller illegaler Altkleider-Container erarbeitet. In der 5-seitigen „Handlungsempfehlung für Kommunen gegen illegal aufgestellte Altkleidercontainer“ wird erklärt, wie die kommunalen Behörden rechtlich zulässig und mit praktisch einfach umsetzbaren Mitteln gegen illegale Containergestellungen vorgehen können, teilt der bvse mit.

Die Broschüre gebe genaue Anleitungen, wie mit fehlenden Sammlungsanzeigen nach Paragraf 18 KrWG sowie bei Verstößen gegen Eigentums- bzw. Straßenrecht trotz Sammlungsanzeige umzugehen ist, heißt es. Außerdem biete die Broschüre detaillierte Orientierungsschritte zur rechtsgemäßen Untersagung bei Unzuverlässigkeit und gebe den Behördenvertretern in den Vollzugsstellen ein Formularmuster mit Hinweisen über die amtliche Versiegelung an die Hand. Im Anhang enthalten ist weiterhin ein Formularmuster, das Grundstückseigentümern zur Meldung illegaler Container auf privaten Grundstücken zur Verfügung gestellt werden soll.

Die Handlungsempfehlung steht auf der Webseite des bvse-Fachverbands Textilrecycling kostenfrei zum Download zur Verfügung.


  • Konjunkturprognose deutlich gesenkt

13.12.2018 (dpa) | Die deutsche Wirtschaft wird aus Sicht des ifo-Instituts im kommenden Jahr deutlich an Schwung verlieren. „Wir sind in eine Phase der Abkühlung eingetreten“, sagte Konjunkturchef Timo Wollmershäuser am Donnerstag in Berlin. Das Münchner Institut senkte seine Wachstumsprognose für das kommende Jahr auf 1,1 Prozent. Im Herbst hatten die Forscher noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,9 Prozent erwartet. Die Gefahr einer Rezession bestehe aber nicht.

Das ifo-Institut ist damit für 2019 deutlich pessimistischer als andere Forschungsinstitute. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft erwartet für das nächste Jahr 1,8 Prozent Wachstum, das Berliner DIW 1,6 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet das ifo-Institut ähnlich wie andere Ökonomen mit einem Plus von 1,5 Prozent, für 2020 mit einem Anziehen auf 1,6 Prozent – aber dann gibt es deutlich mehr Arbeitstage.


  • UBA-Publikation zu Recycling

12.12.2018 | Kunststoffe werden in Deutschland immer noch zu wenig recycelt. Dies zeigt die aktuelle Publikation des Umweltbundesamts (UBA) „Schwerpunkt: Recycling“, die die gesamte Kreislaufwirtschaft in Deutschland beleuchtet. 2017 wurden nur knapp 46 Prozent der Kunststoffe dem werkstofflichen Recycling zugeführt. Daraus wurden 1,9 Millionen Tonnen Recyclat gewonnen.

Um das Recycling zu fördern, braucht es nach Auffassung des UBA nicht nur recyclingfähige Produkte, sondern auch eine stärkere Nachfrage nach Kunststoffrecyclaten. Auf der Angebotsseite spiele ein recyclingfreundliches Produktdesign die zentrale Rolle. Auf der Nachfrageseite könnten Vorgaben in der öffentlichen Beschaffung die Nachfrage ankurbeln. Die Verwaltungen sollten daher bei der Beschaffung von Kunststoffprodukten solche mit einem Recyclatanteil bevorzugen.


  • Zahlen zur Klärschlammentsorgung

12.12.2018 | In Deutschland sind im vergangenen Jahr 1,7 Millionen Tonnen Klärschlamm aus kommunalen Kläranlagen angefallen. Damit ist das Aufkommen in den vergangenen 10 Jahren um 17 Prozent gesunken. Ursache für den Rückgang sind unter anderem verbesserte Verfahren bei der Abwasser- und Klärschlammbehandlung in den Kläranlagen, durch die die Menge des zu entsorgenden Klärschlamms vermindert wurde.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist im selben Zeitraum der Anteil der Klärschlammmenge, die thermisch entsorgt wurde, um 20 Prozentpunkte von 50 Prozent auf 70 Prozent gestiegen.

Die stoffliche Verwertung von kommunalem Klärschlamm zum Beispiel in der Landwirtschaft oder beim Landschaftsbau hat sich in den letzten zehn Jahren von gut 1,0 Millionen Tonnen (2007) auf rund 0,5 Millionen Tonnen (2017) nahezu halbiert. Dabei sank der Anteil der in der Landwirtschaft ausgebrachten Menge von 29 auf 18 Prozent. Für landschaftsbauliche Maßnahmen wurden 2017 noch 10 Prozent des Klärschlamms verwendet (2007: 18 Prozent).


  • Umfrage zu Altlampen

11.12.2018 | Dieses Ergebnis macht Hoffnung: 76 Prozent aller Deutschen kennen die richtigen Entsorgungsorte für ausgediente LED- und Energiesparlampen und würden dort ihre Altlampen zurückbringen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes KANTAR Emnid im Auftrag Rücknahmesystem Lightcycle hervor. „Die Umfrage zeigt den Erfolg unserer jahrelangen aktiven Informations- und Aufklärungsarbeit“, freut sich Stephan Riemann, Geschäftsführer von Lightcycle.

Demnach wissen die Deutschen, dass ausgediente Lampen nicht in den Hausmüll gehören. Auf dem ersten Platz aller Entsorgungsmöglichkeiten für Altlampen landet erneut der Wertstoffhof (56 Prozent). Es folgt die Abgabe im stationären Handel: Seit etwas mehr als einem Jahr sind Handelsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern dazu verpflichtet, Elektrokleingeräte und Altlampen kostenfrei zurückzunehmen. 20 Prozent der Deutschen wissen um diesen Entsorgungsort und würden daher ihre ausgedienten Altlampen als erstes im Handel fachgerecht entsorgen.


  • BMU will DUH weiter fördern

11.12.2018 (dpa) | Trotz Kritik aus der CDU will das Bundesumweltministerium die Deutsche Umwelthilfe weiter fördern. Über die Gemeinnützigkeit der Organisation entschieden ausschließlich die Finanzbehörden, sagte ein Ministeriumssprecher der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Montag). „Wir werden wie immer die Fördermittel projektbezogen anschauen und wie in der Vergangenheit bewilligen.“

Die CDU hatte auf dem Parteitag in Hamburg beschlossen, prüfen zu lassen, ob die Umwelthilfe weiter als gemeinnützige Organisation anerkannt werden sollte. Würde dieser Status aberkannt, wären unter anderem Spenden an den Verein nicht mehr steuerlich absetzbar.

Die Umwelthilfe hat vor Gerichten in mehreren deutschen Städten Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge erstritten. Die Organisation spielte auch eine entscheidende Rolle bei der Aufdeckung des Abgas-Betrugs verschiedener Autokonzerne. Kritiker bezeichnen sie wegen der zahlreichen Verfahren als „Abmahnverein“, der Bußgelder kassiere.

Der 1975 gegründete Verein hat rund 100 Mitarbeiter und Geschäftsstellen in Radolfzell am Bodensee, Berlin und Hannover. Der Jahresetat liegt früheren Angaben zufolge bei rund 8 Millionen Euro. Das Geld kommt zum einen von Projektzuschüssen – etwa von der EU-Kommission, von Bundes- und Landesministerien, nationalen und internationalen Stiftungen. Daneben gibt es Förderer und Spender.


  • Saubermacher testet intelligente Glascontainer

10.12.2018 | Nächster Schritt zu einem smarten Entsorgungs-Management: Saubermacher und Austria Glas Recycling statten im niederösterreichischen Bezirk Horn 25 Glascontainer mit 100 Sensoren aus. Die Sensoren messen den aktuellen Befüllungsgrad eines jeden Glascontainers. Ist er voll, wird automatisch die Leerung veranlasst. Ist er nur wenig befüllt, wird angezeigt, dass eine Leerung noch nicht notwendig ist.

„Da es gerade bei der Altglassammlung sehr starke Schwankungen gibt, helfen diese Daten, die Routenplanung zu optimieren“, sagt Andreas Opelt, Direktor Vertrieb Regionalkunden der Saubermacher AG. „Unnötige Fahrten fallen weg, was CO2  einspart und Lärm vermeidet.“ Durch die automatische Datenerfassung und –meldung der Sensoren sollen auch überquellende Sammelcontainer der Vergangenheit angehören, da die Leerung rechtzeitig veranlasst wird. Der Testbetrieb läuft bis Mai 2019.


  • Interseroh stellt auf Ökostrom um

10.12.2018 | Ab Januar 2019 stellt der Umweltdienstleister Interseroh den Energieeinkauf sukzessive auf zertifizierten Ökostrom um. Die Maßnahme sei Teil der Klimastrategie des Unternehmens und soll dazu beitragen, die Standortemissionen bis 2025 um die Hälfte zu reduzieren, teilt das Unternehmen mit. Interseroh wird den Ökostrom vom Anbieter DB Energie GmbH beziehen. Der Strom stamme zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen und werde nur von Stromanbietern bezogen, die nicht an Atom- oder Kohlekraftwerken finanziell beteiligt sind.

Interseroh rechnet für 2019 mit einem Stromverbrauch von etwa 10 Millionen Kilowattstunden. Damit sei der gesamte Energiebedarf des Hauptverwaltungsstandorts von Interseroh in Köln sowie der zum Interseroh-Portfolio gehörenden Sortieranlage in Walldürn gedeckt.


  • Neue Energiezentrale am RZR Herten

10.12.2018 | Am vergangenen Donnerstag (6. Dezember) haben die Unternehmen AGR, Hertener Stadtwerke, STEAG Fernwärme und Uniper die neue Energiezentrale am Abfallkraftwerk RZR in Herten in Betrieb genommen. Von dort aus wird ab Januar klimafreundliche Fernwärme für umgerechnet 25.000 Haushalte in die Fernwärmeschiene Ruhr der STEAG fließen. Die Bauzeit der Energiezentrale hat inklusive Vorlauf rund zwei Jahre betragen, teilt AGR mit. Für Turbinen, Pumpen, Heizkondensatoren, Dampfumformstationen sowie Leit- und Elektrotechnik und weitere Bauteile seien zusammen mit dem Gebäude über 20 Millionen Euro investiert worden.

Das AGR-eigene RZR Herten wird damit in den kühleren Monaten Wärme liefern und in den warmen Sommermonaten schwerpunktmäßig weiter Strom über seinen exklusiven Energie-Vertragspartner Hertener Stadtwerke bereitstellen. Bei der Fernwärme werden es bis zu 600 Gigawattstunden pro Jahr sein.


  • „knettenbrech-Prime“ für Gewerbekunden

10.12.2018 | Knettenbrech + Gurdulic bietet seinen Gewerbekunden einen neuen Service: Über das neue Online-Portal „knettenbrech-PRIME“ können sie ab sofort rund um die Uhr Container bestellen. „knettenbrech-PRIME lässt sich in nur wenigen Sekunden einfach und unkompliziert bedienen“, sagt Patrick Gurdulic, Bereichsleiter Vertrieb.

Das Portal biete zahlreiche Vorteile: Die Kunden können ihre Aufträge selbstständig verwalten und erhalten damit einen guten Überblick über alle Kosten. Wichtige Dokumente stünden zum Download zur Verfügung, dadurch entfalle lästiger Papierkram. Darüber hinaus bestehe auch die Möglichkeit, mit wenigen Klicks Dokumentationen gemäß der Gewerbeabfallverordnung anzufertigen. Außerdem sei „knettenbrech-PRIME“ auch für mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets optimiert.


  • „Plastikumhüllung verbieten“

10.12.2018 | Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) geht gegen die Plastikumhüllungen von sogenannten Posteinwurfsendungen mit Discounterwerbung vor. „Mein Ziel ist es, die Plastikumhüllung von Postwurfsendungen zu verbieten“, sagte die CDU-Politikerin der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Das Thema ärgere sie seit Jahren.

„Ich finde, es gibt Vorgänge, da muss man klar sagen: Da kann man es auch anders machen. Hier muss sich die Wirtschaft umwelt- und verbraucherfreundliche Alternativen einfallen lassen“, forderte die Ministerin. Jede Woche würden plastikumhüllte Posteinwurfsendungen an bundesweit rund 20 Millionen Haushalte gesendet.


  • Flasbarth bewirbt sich für UN

10.12.2018 (dpa) | Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth will neuer Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen werden. Das Bundeskabinett habe einer Kandidatur des 56-Jährigen zugestimmt, sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Samstag. Flasbarth war bereits 2016 für den Posten angetreten, hatte aber gegen den Norweger Erik Solheim verloren. Im November trat Solheim nach Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung von Dienstreisen zurück.

Über seine Nachfolge dürfte UN-Generalsekretär António Guterres noch vor der nächsten Sitzung der Umweltversammlung im März 2019 entscheiden. Das UN-Umweltprogramm, kurz Unep, mit Sitz in Nairobi ist die einzige Einrichtung der Vereinten Nationen, die sich ausschließlich mit Umwelt befasst. Es koordiniert die Umweltaktivitäten der UN, entwickelt politische Instrumente für den internationalen Umweltschutz und berät Länder.

In der Vergangenheit standen bereits zwei Deutsche an der Spitze: der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer und der jetzige Leiter des UN-Entwicklungsprogramms, Achim Steiner.


  • Türkische Wirtschaft wächst langsamer

10.12.2018 (dpa) | Das Wirtschaftswachstum in der Türkei hat sich im dritten Quartal dieses Jahres verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur noch um 1,6 Prozent, wie das Statistikamt in Ankara am Montag mitteilte. Im zweiten Quartal hatte die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr noch um 5,2 Prozent zugelegt. In den ersten drei Monaten dieses Jahres war das BIP verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sogar um 7,4 Prozent gestiegen.

Die Türkei kämpft mit einer hohen Inflation. Zwar sank die Teuerungsrate zuletzt leicht, allerdings liegt sie noch immer bei 21,6 Prozent. Im Oktober war sie zum ersten Mal seit 15 Jahren auf mehr als 25 Prozent geklettert. Die türkische Lira war im August stark abgestürzt, was die Inflation steigen ließ. Inzwischen hat sich die Landeswährung aber wieder leicht erholt.

Ein politischer Streit mit den USA hatte den Absturz der Währung befeuert. Inzwischen ist der Streit beigelegt. Die Türkei kämpft jedoch auch mit einem hohen Leistungsbilanzdefizit – sie importiert also mehr Waren als sie ausführt.

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