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Branchenbarometer für Waste-to-Energy

MVA-Hersteller schöpfen Hoffnung

Die europäischen Hersteller von Abfallverbrennungsanlagen leiden unter einem niedrigen Auftragsbestand. Doch für 2014 sind die Anlagenbauer optimistischer. Anlass ist die internationale Marktentwicklung.

Geschäftserwartungen IndustrieDie Stimmung unter den Anlagenbauern und Zulieferern in der Waste-to-Energy-Branche (WtE-Branche) hat sich 2014 etwas aufgehellt. Der Geschäftsklimaindex ist leicht angestiegen, wie das Beratungsunternehmen ecoprog in seinem jährlichen Branchenbarometer ermittelt hat. Ein Drittel der Befragten erwartet eine bessere Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten.

Hinter der zurückkehrenden Zuversicht steht nicht nur der europäische Markt, der aus Sicht der Industrie auch in den kommenden Jahren der wichtigste Markt weltweit bleiben wird. Insgesamt erwartet die Branche eine international besser ausgeglichene Nachfrage. Schon heute schätzen die Anlagenbauer vor allem Asien (ohne China) und den Mittleren Osten als wichtig ein. Aktuelle Vergabeverfahren in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait oder Malaysia dürften sich auf diese Einschätzung ausgewirkt haben.

Preisentwicklung IndustrieFür die Zukunft verknüpfen die Anlagenhersteller auch mit Nord- und Südamerika hohe Erwartungen. China hingegen, seit einigen Jahren WtE-Boommarkt, bleibt für die überwiegend europäische WtE-Industrie von nur geringer Attraktivität. Hier spiegelt sich nach Einschätzung von ecoprog das schwierige Marktumfeld im Reich der Mitte wider, in dem etablierte Anbieter wiederkehrend intransparente Strukturen, einen geringen Ausbaustandard, eine hohen Preisdruck und Patentrechtsverletzungen durch heimische Wettbewerber beklagen.

Im Hinblick auf die Novellierung der EU-Politik ist die WtE-Industrie etwas positiver gestimmt als die Betreiber von Abfallverbrennungsanlagen. Immerhin fast 20 Prozent der Befragten erwarten eine Zunahme der thermischen Abfallverwertung, über 40 Prozent erwarten ein Deponieverbot.

Schlechte aktuelle Geschäftslage

aktuelle Geschäftslage IndustrieDie derzeitige Geschäftslage hingegen wird von der Industrie sehr negativ beurteilt. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage ist abermals gesunken und befindet sich nur noch knapp im positiven Bereich. Für rund ein Drittel aller Unternehmen hat sich die Nachfrage in den vergangenen Monaten verschlechtert. Rund die Hälfte aller Teilnehmer der Befragung berichtet von einem zu niedrigen Auftragsbestand. Somit haben sich die negativen Geschäftserwartungen aus dem vergangenen Jahr für die Branche bestätigt.

Die schwierige Geschäftslage ist nach Einschätzung von ecoprog eine unmittelbare Folge des rückläufigen Vergabegeschäftes, vor allem in Europa. Nach dem Auf- und Ausbau der Abfallbehandlung in Mittel- und Nordeuropa ist die weitere Umsetzung der EU-Abfallpolitik vor allem in Südeuropa ins Stocken geraten und die Zahl der WtE-Projekte ist dementsprechend zurückgegangen.

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