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Elektromotoren und Motoranker

Rotorshredder schließt Meatballs selektiv auf

Meatballs so vereinzeln, dass eine anschließende sortenreine Trennung möglich ist – woran Hammermühlen für gewöhnlich scheitern, soll nun mit einem Rotorshredder möglich sein. Der Hersteller stellt damit eine höhere Kupferausbeute und bessere Qualität in Aussicht.

Die klassische Hammermühle beißt sich an Meatballs quasi die Zähne aus. Denn die zerkleinerten Teile dieser kupferhaltigen Schrott-Restfraktion kommen unweigerlich wieder miteinander in Kontakt. Das Resultat: Die resultierenden neuen Metallverbunde machen eine sortenreine Trennung fast unmöglich.

Woran die Hammermühle scheitert, soll nun ein Rotorshredder schaffen: In einem optimierten Rotorshredder des Anlagenhersteller BHS-Sonthofen sollen sich Meatballs nun selektiv aufschließen lassen. Mit Meatballs wird gemeinhin die bei der Müllverbrennung oder im Großshredder entstehenden Restfraktion der Elektromotoren und Motoranker bezeichnet.

Der Shredder funktioniert laut BHS-Sonthofen so, dass die an einer vertikalen Welle befestigten Hämmer Schlagkräfte ausüben, die auf das Aufgabematerial übertragen werden. Die entstehenden Teile prallen daraufhin auf die Öffnungen der Rostsegmente in den Türen, die wie Stator-Elemente wirkten.

Dank Neuerungen: Material verhakt sich nicht mehr

Neu ist dabei die Anordnung der Bandagen. Diese seien senkrecht angebracht anstatt wie üblich waagerecht. Damit soll verhindert werden, dass sich Material hinter den Rostöffnungen ansammelt. Der Auswurf ist den Angaben zufolge so konzipiert, dass die zerkleinerten Teile auf voller Breite und ohne sich nochmals zu berühren auf das Austragsband fallen. Dies stelle sicher, dass sich das Material nicht mehr verhaken kann.

Nach dem Materialauswurf passiert das geshredderte Metall einen Überbandmagneten, der die ferritische Fraktion vom restlichen Material abtrennt. Auch hier findet sich eine Neuerung: Laut BHS-Sonthofen ist der Überbandmagneten nämlich längs zum Austragsband ausgerichtet.

Wäre der Überbandmagnet wie sonst üblich quer angebracht, würden längere Eisenteile über das Band schleifen und sich mit anderen Stücken verhaken, wie der Anlagenhersteller erklärt. Dank der neuen Anpassung soll das nun nicht mehr der Fall sein. Ein Querstromsichter separiere anschließend Edelstahlteile und erhitzte, unmagnetische Eisenteile aus der Kupferfraktion.

Zwei Anlagen dieses Typs laufen bereits

Um die so gewonnene Kupferfraktion von Unreinheiten zu befreien, setzt BHS-Sonthofen seine Rotorprallmühle RPMX ein. Der Hochleistungszerkleinerer wurde speziell für Recyclinganwendungen entwickelt.

Mit diesem Verfahren soll sich die Kupferausbeute aus Meatballs deutlich erhöhen lassen. Diese enthalten mit einem Anteil von bis zu 22 Prozent besonders viel Kupfer. Aber nicht nur was die Quantität angeht, verspricht der Hersteller eine Verbesserung. Das entstehende Metallkonzentrat soll zudem qualitativ auf einer Stufe mit aus Kabeln recyceltem Kupfer stehen.

Zwei Anlagen dieses Typs sind laut BHS-Sonthofen bereits in Betrieb. Eine sei in den Niederlanden im Einsatz. Die zweite stehe in Westfrankreich.

 

© 320° | 24.06.2019

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