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Was sonst noch passiert

Kurznachrichten im Überblick

• Fragezeichen hinter Altreifenverwertungsanlage von Pyrolytech
• Thyssen-Krupp hat angeblich Käufer für Edelstahltochter VDM Metals
• Neuer Gebietsverkaufsleiter bei Anlagenhersteller HSM
• Zusätzliche Förderung von Biokraftstoffen aus Reststoffen
• Ressourcenproduktivität in der EU steigt
> Weitere Kurznachrichten finden Sie hier:

Freitag, 17. April 2015:

  • Die internationale Norm für Umweltmanagementsysteme wird derzeit überarbeitet. Die neue Norm wird verschiedene zusätzliche Anforderungen beinhalten und voraussichtlich im Herbst in Kraft treten. Der TÜV Rheinland sieht besonders bei dem Thema „Lebenszyklusbetrachtung von Produkten und Dienstleistungen“ wichtige neue Aspekte und empfiehlt Unternehmen, sich jetzt schon mit diesen zu befassen. Von der „Wiege bis zur Bahre“ laute die Lebenszyklusbetrachtung, mit der sich Unternehmen verstärkt auseinandersetzen müssten. Informationen über die verschiedenen Anforderungen der neuen ISO 14001:2015 und Tipps zur Vorbereitung auf die neue Version sind auf der TÜV Rheinland-Seite zu finden.
  • David Biderman ist zum neuen Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzenden der Solid Waste Association of North America (SWANA) gewählt worden. Offiziell wird er sein Amt am 1. Mai antreten. Biderman ist der erst dritte Geschäftsführer/ Vorstandsvorsitzender in der 54-jährigen Geschichte der SWANA. Er folgt auf John H. Skinner, der diese Posten seit 1996 innehatte. Biderman war laut SWANA 18 Jahre für die National Waste and Recycling Association und ihrer Vorgängerorganisationen tätig.
  • Die geplante Altreifenverwertungsanlage der Firma Pyrolytech im Hafen Halle könnte zum Scheitern verurteilt sein. Nach Informationen der Mitteldeutschen Zeitung zeichnet sich ab, dass die Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt in Höhe von 2,26 Millionen Euro für den Bau verfallen werden. Denn die Anlage müsste bis zum 30. Juni dieses Jahres in Betrieb gehen, damit die Fördergelder ausgezahlt werden. Dass die Anlage bis dahin steht, scheint ausgeschlossen zu sein. Bisher gebe es noch nicht einmal einen Termin für den Baustart.
  • Der diesjährige „Design for Recycling“-Preis des Institute of Scrap Recycling Industries (ISRI) geht an das Unternehmen LG Electronics. Mit dem Preis zeichnet ISRI die 4K-Ultra-HD-OLED- und LED-TV-Geräte von LG aus. Das Produktdesign dieser Geräte weise viele recyclingfreundliche Merkmale auf, heißt es zur Begründung: quecksilberfreie Bildschirme, Gebrauch von Recyclingplastik, PVC-freie Komponenten, Verzicht auf bromhaltige Flammschutzmittel, Demontagefreundlichkeit sowie die Verwendung genormter Werkstoffe und Anschlüsse. Der Preis wird LG Electronic in der kommenden Woche bei der ISRI-Convention in Vancouver übergeben.
  • Für 2015 geht die Dillinger Hütte Gruppe von einem weiterhin schwierigen Grobblechmarkt aus. Dementsprechend verhalten sind die Aussichten des führenden europäischen Grobblechherstellers. Es herrsche ein aggressiver Verdrängungswettbewerb, niedrige Gas- und Ölpreise erschwerten die Investitionen auf dem Energiemarkt, und die anhaltenden Überkapazitäten und hohen Importe würden stark auf die Preise drücken, teilt die Gruppe mit. Eine signifikante Erhöhung des Preisniveaus für Grobblech werde unter diesen Marktbedingungen nur partiell umsetzbar sein. Bereits die Marktentwicklung im vergangenen Jahr sei enttäuschend gewesen. Trotz der schwierigen Marktsituation konnte die Dillinger Hütte jedoch die Produktions- und Absatzmengen gegenüber 2013 steigern und das Geschäftsjahr mit einem Gewinn abschließen. Die Gruppe habe ihr konsolidiertes EBIT von minus 167 Millionen auf plus 88 Millionen Euro und das EBITDA von minus 66 Millionen auf plus 193 Millionen Euro verbessern können.

Donnerstag, 16. April 2015:

  • Thyssen-Krupp hat offensichtlich einen Käufer für seine Edelstahltochter VDM Metals gefunden. Nach Informationen des Handelsblatt soll VDM Metals an den Finanzinvestor Lindsay Goldberg Vogel verkauft werden, der in Zentraleuropa die Interessen des Private-Equity-Fonds Lindsay Goldberg vertritt. Der Kaufpreis soll bei rund 500 Millionen Euro liegen. Allerdings muss ThyssenKrupp die VDM-Mitarbeiter erst noch von dem Verkauf überzeugen. Stimmt die Belegschaft dagegen, könnte der Deal noch platzen.
  • In Tschechien gilt seit Anfang April die Pflicht zur Getrenntsammlung von Bioabfall. „Das heißt jedoch nicht, dass damit auch die braune Biotonne flächendeckend eingeführt wurde“, heißt es in einem Beitrag von Radio Praha. Laut einer Umfrage würden bereits 70 Prozent der Kommunen in irgendeiner Weise Bioabfälle getrennt einsammeln. Die überwiegende Zahl der Städte über 20.000 Einwohner habe jedoch keine Biotonne. Auch bei der Recyclingquote für Siedlungsabfälle muss das Land noch einiges aufholen. 2012 seien in Tschechien nur 21 Prozent des Hausmülls wiederverwertet worden. In Deutschland sind es mittlerweile bereits 64 Prozent.
  • Mehr als 270 Millionen Tonnen Plastikmüll treiben auf den Weltmeeren. Etwa 80 Prozent des Mülls stammt vom Festland, der Rest aus der Fischerei. Um diese Vermüllung einzudämmen, hat die Bundesregierung mit zehn anderen EU-Ländern ein Forschungsprogramm initiiert. Die globale Datenlage zu Meeresmüll sei noch sehr lückenhaft, erklärt die Bundesregierung. So fehlten belastbare Angaben, auf welchen Wegen das Plastik in die Meere gelangt. Auch über Abfallmengen, deren Zusammensetzung und Auswirkungen auf die Meere fehlten valide Daten. Eine globale Studie soll nun Licht ins Dunkel bringen. Das Forschungsprogramm ist mit einer Gesamtfördersumme von 7,5 Millionen Euro ausgestattet.
  • Der westeuropäische Pkw-Markt setzte im März seinen Erholungskurs fort und wuchs um 11 Prozent. Mit 1,56 Millionen verkauften Neuwagen stellt dies das höchste Absatzvolumen in diesem Monat seit fünf Jahren dar, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilt. Auch China habe mit 12 Prozent ein zweistelliges Wachstum aufgewiesen. Der US-Markt hingegen habe im vergangenen Monat nur Vorjahresniveau erreicht. Im ersten Quartal seien aber alle drei großen Märkte deutlich im Plus gewesen. Weniger Positives berichtet der VDA von den Märkten in Russland und Brasilien. Seit Januar 2015 gingen die Light-Vehicle-Verkäufe in Russland demnach um mehr als 36 Prozent zurück. In Brasilien verringerte sich das Neuzulassungsvolumen im ersten Quartal 2015 deutlich um 16 Prozent.
  • Führende Konjunkturforscher haben ihre Prognose für Deutschland für das laufende Jahr deutlich hochgeschraubt. Sie erwarten laut ifo Institut nun 2,1 Prozent Wachstum der Wirtschaftsleistung, nachdem sie im Herbst nur mit 1,2 Prozent gerechnet hatten. Für das kommende Jahr erwarten die Forschungsinstitute in ihrer Frühjahrsprognose 1,8 Prozent Wachstum. 2015 geht die Arbeitslosenquote demnach zurück auf 6,3 Prozent von 6,7 Prozent, um dann im kommenden Jahr weiter zu sinken auf 5,9 Prozent

Mittwoch, 15. April 2015:

  • Der Außenhandel Chinas ist im März überraschend stark eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Gesamtwert der Ein- und Ausfuhren um 13,5 Prozent gesunken, wie das Nationale Statistische Büro in Peking mitteilt. Die Ausfuhren sind um 14,6 Prozent und die Einfuhren um 12,3 Prozent gefallen. Auch die Zahlen für das gesamte erste Quartal sehen nicht viel besser aus: Beim Gesamtwert der Ein- und Ausfuhren ist laut Statistikbüro ein Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,0 Prozent zu verzeichnen. Zwar sind die Exporte um 4,9 Prozent gewachsen, die Importe jedoch sind um 17,3 Prozent gefallen. Auch das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der größten Handelsnation der Welt ist mit 7,0 Prozent schwach ausgefallen – so schwach wie seit der Finanzkrise nicht mehr.
  • Der Anlagenhersteller HSM hat mit Leo Bronkers einen neuen Gebietsverkaufsleiter für die Niederlande und Belgien gefunden. Dieser hat den Posten am 1. April angetreten und folgt damit auf Anton Hekstra an, der sich einer neuen beruflichen Herausforderung stelle, wie der Hersteller von Ballenpresen, Entsorgungssystemen und PET-Lösungen mittteilt. Bronkers sei seit vielen Jahren im Bereich der Papier- und Verpackungsindustrie tätig. Unter anderem war er laut HSM für die Akquise von Großkunden im Bereich der Spezialpapiere zuständig.
  • In Niedersachsen fallen fast 60 Millionen Tonnen an Dünger und Gärresten pro Jahr an. Das geht aus dem Nährstoffbericht 2013/2014 des Landwirtschaftsministeriums hervor. Damit haben sich nicht nur die Mengen gegenüber der letzten Berichtsperiode erhöht, diese Situation führt nach Darstellung der VKU-Landesgruppe Niedersachsen/Bremen auch zu erhöhten Verbringungsmengen und zu einer Überdüngung der landwirtschaftlichen Flächen. Daher sei es dringend geboten, die Bundesdüngeverodnung umfassend zu reformieren und die Verursacher von Gewässerbelastungen stärker in die Pflicht zu nehmen. Es bedürfe darüber hinaus einer Länderermächtigungsklausel, um düngerelevante Daten zusammenführen zu können. Dabei seien unter anderen feste Obergrenzen für das Ausbringen von Nährstoffen zwingend erforderlich.

Dienstag, 14. April 2015:

  • Die indische Generaldirektion des Außenhandels (DGFT) hat die am 1. April in Kraft getretenen neuen Vorschriften zur Pre-Shipment Inspection (PSI) von Metallschrott vorübergehend ausgesetzt. Das teilt das Bureau of International Recycling (BIR) mit. Die neuen Regelungen hätten gravierende Auswirkungen auf Exporteure und Importeure gehabt. So forderte die DGFT unter anderem Videoaufnahmen von der Versandware. Die DGFT erwägt nun Änderungen und Gespräche mit Vertretern der Industrie, teilt das BIR mit. Die Metal Recycling Association of India (MRAI) erwartet, dass die überarbeiteten Vorschriften Ende des Monats in Kraft treten werden.
  • Der tiefe Eisenerzpreis fordert sein erstes Opfer: Der australische Eisenerzproduzent Atlas Iron hat angekündigt, die verlustreiche Produktion per Ende April bis auf weiteres auszusetzen. Zuvor hatte das Unternehmen bereits den Handel an der Börse ausgesetzt, wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet. Grund ist der starke Preisverfall für Eisenerz. Aber auch andere Eisenerzförderer wie Mount Gibson oder BC Iron hätten mit Problemen und stark gefallenen Aktienkursen zu kämpfen. Derweil würden beiden größten Eisenerzproduzenten BHP und Rio Tinto an ihren „aggressiven Expansionsstrategien“ festhalten.
  • Biokraftstoffe aus Reststoffen wie Stroh und Abfällen sollen zusätzlich gefördert werden. Das ist Teil des Kompromissvorschlags des EU-Ministerrats, dem der Umweltausschuss des EU-Parlaments heute zugestimmt hat. Die jetzt geänderten Regelungen der EU-Richtlinien Erneuerbare Energien und Kraftstoffqualität gelten aber nur bis Ende 2020. Für den Zeitraum danach sind keine konkreten Beschlüsse gefasst worden. Dies habe zur Folge, dass die notwendigen Rahmenbedingungen für Investitionen in die Erzeugung von Biokraftstoffen auch aus Reststoffen und Abfällen fehlen, kritisiert der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe).
  • Die Ressourcenproduktivität in der EU verzeichnet einen starken Anstieg. Wie Zahlen von Eurostat belegen, erhöhte sich die Ressourcenproduktivität in der EU zwischen 2002 und 2013 durchschnittlich um 27 Prozent. Besonders stark war der Anstieg in den Jahren 2008 bis 2010 und 2011 bis 2013, berichtet der Deutsche Naturschutzring (DNR). Der Verband führt diese Entwicklung hauptsächlich auf den Rückgang ressourcenintensiver Industrien während der Wirtschaftskrise zurück.
  • Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) erwartet für die Elektroproduktion in diesem Jahr ein Plus von 1,5 Prozent. Die Erlöse könnten auf knapp 175 Milliarden Euro steigen. Das teilte der ZVEI gestern bei der Eröffnung der Hannover Messe mit. Der Start in das Jahr sei bislang uneinheitlich verlaufen. Auftragseingänge und preisbereinigte Produktion seien in den ersten beiden Monaten in etwa auf Vorjahresniveau geblieben. Gleichzeitig habe der Branchenumsatz aber um 2,4 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro zulegen können. Die Exporte der deutschen Elektroindustrie erhöhten sich im Januar um 3,5 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro.

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