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Was sonst noch passiert

Kurznachrichten im Überblick

• Wertstofftonne im Kreis Minden-Lübbecke scheitert erneut
• Haushalte haben 100 Million alte Handys
• AWM holen Elektrogroßgeräte direkt von Zuhause ab
• Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster beschließt Bioabfallkonzept
• MVA-Hersteller Martin erhält weitere Aufträge für China
> Weitere Kurznachrichten finden Sie hier:

Donnerstag, 2. April 2015:

  • Der Kreis Minden-Lübbecke kann die Wertstofftonne nicht wie geplant zum 1. Januar 2016 einführen. Die Einführung scheitert am ablehnenden Votum der Stadt Porta Westfalica. Alle anderen Städte und Gemeinden des Kreises hatten für die Einführung einer Wertstofftonne gestimmt, wie es in einer Mitteilung heißt. Um die Wertstofftonne einzuführen, ist jedoch eine einstimmige Entscheidung der Städte und Gemeinden im Kreis erforderlich. Damit scheitert die Wertstofftonne im Kreis Minden-Lübbecke zum zweiten Mal. Vor vier Jahren waren zwar alle elf Kommunen einstimmig dafür gewesen, nur der damalige Systembetreiber nicht.
  • Rund 100 Million alte Mobiltelefone liegen derzeit ungenutzt in deutschen Haushalten herum. Das ist weniger als im vergangenen Jahr (105 Millionen) aber deutlich mehr als im Jahr 2010 (72 Millionen Althandys). Die aktuellen Zahlen hat der Digitalverband Bitkom auf Basis einer repräsentativen Befragung errechnet. Demnach haben 84 Prozent der Bundesbürger mindestens ein unbenutztes Handy oder Smartphone zu Hause (2014: 75 Prozent). Insgesamt 41 Prozent hätten zwei, drei oder sogar noch mehr Altgeräte zu Hause. Nicht mal die Hälfte der Befragten (47 Prozent) habe überhaupt schon einmal ein Mobiltelefon entsorgt. Davon hätten 46 Prozent das Gerät weiterverkauft, 30 Prozent es verschenkt. Nur 23 Prozent hätten es zu einer Sammelstelle für Elektronikmüll gebracht.
  • Die Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (ear) ersetzt ihr auf Java basierendes System durch ein neues webbasiertes System. Das teilt die ear in ihrem aktuellen Newsletter mit. Durch das neue System benötigten öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger keine Handhelds mehr, um abholbereite Sammelcontainer ins System der ear einzugeben. Künftig könnten diese Meldungen und alle weiteren Aktionen über Internet abgegeben werden – mit einem Desktop-PC aber ebenso gut auch per Tablet oder Smartphone. Auch Hersteller sollen vom neuen System profitieren: Registrierungen und Mengenmeldungen sollen damit schneller, einfacher und effizienter zu erledigen sein.
  • Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) holen Elektrogroßgeräte von nun an auch direkt aus der Wohnung, aus der Garage oder aus dem Keller ab. Dieser Service ist jedoch nicht umsonst zu haben. Für das erste Gerät fallen laut AWM pauschal 20 Euro an, jedes weitere Gerät wird mit 10 Euro berechnet. Dieser Service gelte für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Herde, Spülmaschinen, Wäschetrockner, Computer-Monitore, Fernseher, Radiatoren und Öfen (ohne Öl). Grundsätzlich ausgenommen von diesem Service seien Nachtspeicheröfen, da diese oftmals Asbest-haltige Materialien enthalten und nur von speziell ausgebildetem Personal abgebaut werden dürften.

Dienstag, 31. März 2015:

  • Die ZDF-Sendung Frontal 21 zeigt heute Abend einen Beitrag über illegale Altautoexporte. Im Vorfeld weist das ZDF bereits darauf hin, dass jedes zweite Auto, das in Deutschland stillgelegt wird, nicht in der Schrottpresse landet, sondern in dunklen Kanälen verschwindet. Experten der deutschen Recyclingindustrie vermuten dem Sender zufolge, dass jährlich rund 1,4 Millionen Altautos nach Afrika und Osteuropa verschifft werden. Nach Frontal-21-Recherchen stecken kriminelle Banden hinter dem grenzüberschreitenden Schrotthandel. Die Sendung strahlt das ZDF heute Abend um 21 Uhr aus.
  • Der TÜV Süd berät die Stadtwerke Japan, eine neu gegründete Tochter des japanischen Unternehmens West Holdings. Ein entsprechender Vertrag sei im März in Tokio abgeschlossen worden, teilt TÜV Süd mit. Die Beratung sei zunächst auf ein Jahr angelegt. Ausgerichtet am deutschen Stadtwerke-Modell habe West Holdings die Stadtwerke Japan gegründet, um mehr infrastrukturelle Leistungen auf regionaler Ebene erbringen zu können. TÜV Süd soll das junge Unternehmen zunächst bei der Realisierung von modernen, dezentralen Infrastrukturen zur Energieversorgung beraten. Weitere Infrastrukturen wie die Abfallbeseitigung sollen folgen.
  • Die international anerkannte Standardisierungsorganisation ASTM International will einen Standard für reclaimed Carbon Black (rCB) erarbeiten. Das beim Committee on Carbon Black angesiedelte Subkomitee für Nachhaltigkeit untersucht dazu eine lange Liste verschiedener Parameter, wie ASTM-Manager Joe Koury bei der Altreifenkonferenz der European Tyre Recycling Association (ETRA) in Brüssel berichtete. Dazu gehöre auch die Erarbeitung von eindeutigen Definitionen und einer Standardterminologie. „Wir brauchen dazu noch den Input der Branche für den Entwurf einer Terminologie.“ ASTM will zudem Standard-Testmethoden für rCB etablieren. „Es gibt zwar sehr viele Methoden, aber die sind noch nicht perfekt auf rCB ausgelegt“, erläuterte Koury. Nicht zuletzt sollen auch Standardverfahren identifiziert werden.
  • Der WEEE- und ElektroG-Dienstleister take-e-way baut seine Serviceleistung in der Qualitätssicherung im internationalen Wareneinkauf sowie in der Zulassung von Produkten weiter aus. Die Dienstleistung werde in Zusammenarbeit mit TMK Retail Service & Consulting angeboten, teilt take-e-way mit. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits im Bereich der Produktsicherheit/Produktprüfung zusammen. Durch die Kooperation zwischen TMK und take-e-way könnten Servicedienstleistungen der beiden Unternehmen wechselseitig den jeweiligen Kunden angeboten werden. Der Gründungsgesellschafter von take-e-way, die Buhck-Gruppe, istnun auch zu 50 Prozent an TMK beteiligt.
  • Die Verbandsversammlung des Abfallentsorgungsverbandes „Schwarze Elster“ (AEV) hat ein Bioabfallkonzept beschlossen. Kernpunkte sind laut Verbandsmitteilung die Einführung einer freiwilligen Biotonne sowie eine Intensivierung der Grünguterfassung. Durch Umbau der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage in Freienhufen zur Vergärung von Küchenabfällen sowie dem Aufbau einer Kompostierungsanlage könne dies ohne eine Erhöhung der Grundgebühr erfolgen. Geplant sei, die Biotonne ab 2018 im Verbandsgebiet einzuführen. Das Verbandsgebiet erstreckt sich über den brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster mit den Altkreisen Bad Liebenwerda, Finsterwalde und Herzberg sowie den südlichen Teil des Landkreises Oberspreewald-Lausitz mit dem Altkreis Senftenberg.

Montag, 30. März 2015:

  • Der chinesische Lizenznehmer der Martin GmbH für Umwelt- und Energietechnik hat Ende März den Auftrag zur Lieferung einer Abfallverbrennungsanlage erhalten. Die Chongqing Sanfeng Covanta Environmental Industry werde eine Gesamtanlage mit vier Verbrennungslinien in Nanning in der Provinz Guanxi errichten, wie der Münchner Anlagenbauer mitteilt. Die in China gefertigten Roste mit Martin-Sity-2000-Technologie haben den Angaben zufolge eine Durchsatzleistung von 500 Tonnen pro Tag. Daneben habe der Lizenznehmer zwei Aufträge zur Lieferung von Rostsystemen erhalten. Je zwei Feuerungen werden an die Müllverbrennungsanlagen in Zhanjiang (Provinz Guangdong) und in Zhaoyuan (Provinz Shangdong) geliefert. Die Roste für die Anlage in Zhanjiang haben eine Durchsatzleistung von je 500 Tonnen pro Tag, und die Roste für die Anlage in Zhaoyuan sollen je 250 Tonnen Müll pro Tag durchsetzen können.
  • Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) vermeldet enorme Zuwächse bei der Elektromobilität: Nach Berechnungen der Wissenschaftler waren Anfang 2015 mehr als 740.000 Elektroautos weltweit unterwegs. Voriges Jahr seien etwa 320.000 Fahrzeuge neu zugelassen worden. Damit habe der Zulieferermarkt für Fahrzeug-Akkus einen Umsatz von über 2 Milliarden Euro erzielen können. Gemessen am Bestand sind international nach wie vor die USA führend. Deren Bestand an Elektroautos ist laut ZSW um 69 Prozent auf insgesamt rund 290.000 gewachsen. Japan hat die Marke von 100.000 E-Autos überschritten und liegt damit auf Rang zwei. Knapp hinter Japan belegt China im Vergleich der Bestandszahlen Rang drei. Hier sei ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, und zwar um fast 54.000 auf knapp 100.000 E-Fahrzeuge, was einer Erhöhung von etwa 120 Prozent entspreche, so das ZSW. Fehlende Marktanreize hätten dazu geführt, dass Deutschland beim Bestand (ca. 29.600) nur auf Platz sieben und bei den Neuzulassungen (ca. 11.700) nur auf Platz acht landet.
  • Das freiwillige Rücknahmesystem Pamira (Packmittel-Rücknahme Agrar) hat im vergangenen Jahr eine Rücklaufmenge von über 3.000 Tonnen leerer Pflanzenschutzmittelkanister verzeichnet. Wie der Industrieverband Agrar berichtet, seien insgesamt 3.035 Tonnen Verpackungsmaterial mit Pamira-Zeichen an bundesweit 339 Sammelstellen zurückgenommen worden. Das entspricht einem Plus von 14 Prozent. Bei der Rücknahme der Verpackungen seien auch 40 Tonnen unbrauchbarer Pflanzenschutzmittel einer sicheren Entsorgung zugeführt worden.

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