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Organische Reststoffe

So viel CO2-Emissionen spart der Pöttinger Hoffermenter ein

Ein Gutachten hat ermittelt, wie hoch die CO2-Einsparungen des Hoffermenters des Herstellers Pöttinger sind. Die Ergebnisse seien vor allem für Landwirte interessant. Mit der Trockenfermentation könnte das Problem der Methanemissionen von Wirtschaftsdüngern gelöst werden.

Ein Gutachten der Kommunalkredit Public Consulting (KPC) hat dem Fermenter des österreichischen Herstellers Pöttinger ein hohes Einsparungspotenzial von Treibhausgasen bescheinigt. Bewertet wurde dabei das Einsparungspotenzial von klimarelevantem CO2 durch den Einsatz der Trockenfermentation. Anhand der Ergebnisse wurde auch die Höhe der staatlichen Umweltförderung ermittelt, mit der Landwirte und Pferdehöfe, die den sogenannten „Pöttinger Hoffermenter“ einsetzen, rechnen können.

Wie Pöttinger erklärt, ist der Fermenter ist für die Trockenfermentation von kommunalen organischen Reststoffen konzipiert, wie sie beispielsweise in der Biotonne und beim Grünschnitt anfallen. Zusätzlich wurde er speziell für die Verwertung von festem Wirtschaftsdünger und landwirtschaftlichen Reststoffen – etwa Rinder- und Pferdemist – zum Pöttinger Hoffermenter weiterentwickelt.

Dabei basiert der Fermenter auf einer diskontinuierlichen Trockenvergärung von biogenen Reststoffen (Bio- und kommunale Abfälle sowie organische Reststoffe der Lebensmittelindustrie und der Landwirtschaft) unter Sauerstoffabschluss. Dabei wird CO2-neutral Methan produziert. Dieses kann wiederum in Ökostrom und Wärme umgewandelt oder zu Biogas in Erdgasqualität aufbereitet werden bzw. als Treibstoff (LNG) für Nutzfahrzeuge dienen. Fossile Energieträger können somit eingespart werden.

Das Verfahren beschleunigt laut Pöttinger auch die Kompostierung. Anstelle der Hauptrotte werden die organischen Abfälle in die Fermenterboxen mit einem Arbeitsvolumen von ca. 45 m³ gefüllt. Anschließend wird in einem dreistufigen Verfahren Biogas erzeugt. Das verbleibende Material wird dann in einer Nachrotte zu Kompost weiterverarbeitet und als Humusdünger verwertet.

30 Prozent Förderung

Wie das Gutachten ermittelt hat, erzielt der Pöttinger Hoffermenter mit drei Fermenterboxen (Substrat: Rinderfestmist) im Vergleich zu fossilen Erdgas eine CO2-Reduktion von 63,6 Tonnen pro Jahr. „Gerade in der Substitution von fossilem Erdgas durch Biogas sehen wir eine große Zukunftschance, für unser Klima aber auch für eine dezentralisierte Energiewirtschaft“, erläutert Pöttinger Entsorgungstechnik -Geschäftsführer Guntram Bock.

Für Landwirte und Pferdehofbetreiber könnte das attraktiv sein. Denn sie könnten einerseits die Kosten für fossiles Erdgas und Heizöl sparen, sofern sie die gewonnene Energie aus dem Biogas unmittelbar für den eigenen Betrieb nutzen. Zum anderen stünden ihnen Förderungen im Höchstmaß von 30 Prozent für einen Pöttinger Hoffermenter zu, sofern die Einzelprüfung des beantragten Projektes positiv ausfalle.

Rückführung von Gärresten in den Boden

Darüber hinaus erziele der Fermenter auch indirekte Umwelteffekte, wie Pöttinger betont. So reduzierten sich Emissionen zusätzlich in hohem Maß, weil Wirtschaftsdünger nicht über mehrere Monate offen gelagert werden muss, sondern die Gärreste aus der Trockenfermentation in Form von Rohkompost direkt den landwirtschaftlichen Nutzflächen als wertvoller Dünger zugeführt werden können.

„Die Trockenfermentation mit dem Pöttinger Fermenter löst das Problem der unkontrollierten Methanemissionen von Wirtschaftsdüngern und ersetzt fossile Brennstoffe durch die klimaneutrale Gewinnung von Biogas“, erklärt Firmeninhaber Klaus Pöttinger. „Gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 45 bis 50 Prozent anheben will, sind wir mit unserer Lösung auf dem besten Weg für eine lebenswerte Zukunft.“


Video: So funktioniert der Pöttinger Fermenter

 

© 320° | 21.08.2019

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