Entwicklung im vergangenen Jahr
Auch wenn bei einzelnen Sorten die Produktion variiert: Die Papierfabriken haben in den ersten elf Monaten des Jahres 2014 etwa genauso viel Papier hergestellt wie im Vorjahreszeitraum. Der Konsolidierungsprozess bei grafischen Papieren dürfte abgeschlossen sein.
Stabile Papierproduktion in Deutschland
Die Schwierigkeiten der globalen Papierindustrie scheinen an Deutschland derzeit vorüberzugehen. Während in vielen Ländern vor allem die Herstellung von grafischen Papieren einbricht, bleibt die Produktion in Deutschland weitgehend stabil. Wie aus aktuellen Zahlen des Verbands Deutscher Papierfabriken (VDP) hervorgeht, wurden von Januar bis einschließlich November 2014 mit 8,012 Millionen Tonnen etwa rund 25.000 Tonnen weniger grafische Papiere hergestellt als im Vorjahreszeitraum. Das ist zwar ein leichtes Minus von 0,3 Prozent, führt aber nach Angaben des VDP-Sprechers Gregor Geiger zu keinen Überkapazitäten mehr. „Der Konsolidierungsprozess in Deutschland dürfte weitgehend abgeschlossen sein“, so der Sprecher.

Noch stärker zog die Produktion von Hygienepapieren an. Hier vermeldet der VDP ein Plus von 1,9 Prozent auf 1,320 Millionen Tonnen. Ebenfalls im Plus ist die Herstellung von Papier und Pappe für technische und spezielle Verwendungszwecke. Hier wurden mit 1,309 Millionen Tonnen in den ersten elf Monaten 2014 etwa 0,9 Prozent mehr produziert.
Alle Sorten zusammengerechnet haben die deutschen Papierfabriken von Januar bis einschließlich November des vergangenen Jahres rund 20,817 Millionen Tonnen Papier hergestellt. Das ist ein leichtes Plus von 0,7 Prozent im Vergleich zu Vorjahreszeitraum. Gleich geblieben ist hingegen der Gesamtabsatz mit 20,811 Millionen Tonnen.
Der Altpapierverbrauch ist leicht um 0,4 Prozent auf 15,261 Millionen Tonnen gestiegen. Engpässe gibt es hier laut Geiger keine: „Die Versorgungslage ist ausgeglichen“. Auch die Altpapierpreise befänden sich seit Monaten auf gleichbleibend hohem Niveau.




