Weniger Kunststoffabfälle

Die EU-Kommission erwägt ein Verbot von Produkten wie Einweggeschirr aus Plastik. Mit solchen Maßnahmen soll die Menge an Kunststoffabfällen verringert werden.

Brüssel prüft Verbot von Einweggeschirr aus Plastik


Die EU-Kommission will nach einem Medienbericht ein Verbot von Einweggeschirr aus Plastik vorschlagen. Wie die Wirtschaftswoche berichtete, soll so die Menge an Kunststoffabfällen verringert werden. Auch Strohhalme und Essstäbchen aus Plastik könnten demnach verboten werden.

Ein Sprecher der EU-Kommission wollte den Bericht am Dienstag weder bestätigen noch dementieren. Er betonte lediglich, dass die Brüsseler Behörde ausschließlich ein Verbot solcher Produkte in Erwägung ziehe, für die es gute und preislich vergleichbare Alternativen gebe.

Nach vorläufiger Kommissionsplanung sollen die neuen Vorschläge zur Vermeidung von Plastikmüll frühestens am 23. Mai präsentiert werden. An ihnen werde noch weiter gearbeitet, sagte der Sprecher. Das Verbot könnte letztlich auch nicht ohne die Zustimmung der Mitgliedstaaten und des Europaparlaments erlassen werden.

Europaweit fallen nach Angaben der EU-Kommission jährlich rund 26 Millionen Tonnen Plastikmüll an. Nur knapp 30 Prozent davon werden zur Wiederverwertung gesammelt, die übrigen 70 Prozent landen auf Müllkippen, in Verbrennungsanlagen oder in der Umwelt.

 

© 320°/dpa | 02.05.2018
Mehr zum Thema
Warum mehr Lkw das Rheinproblem nicht lösen
80 Millionen Euro für Aromaten aus Kunststoffmüll
Chemisches Recycling soll aufsteigen – Verbände bremsen
Altfahrzeuge: Neue EU-Verordnung tritt in Kraft
Union warnt: PPWR fragmentiert den Binnenmarkt
KrWG-Novelle: Was Entsorger am Entwurf stört
PPWR-Konformitätserklärung: Hier gibt es kostenlose Vorlagen
Erema: Umsatz bricht um 28 Prozent ein
KrWG-Novelle: WWF vermisst das Rohstoffziel
BDE will grünen Stahl allein am CO2-Fußabdruck messen