Elektromobilität

Die Transformation zu umweltfreundlichen Antrieben macht auch vor der Schifffahrt nicht halt. Der Motorenhersteller Volvo Penta reagiert darauf und holt sich die Kompetenz mit einer Übernahme ins Haus.

Volvo Penta übernimmt Hersteller von Schiffsbatterien


Volvo Penta ist bislang eher bekannt als Hersteller von Schiffsdieselmotoren und -benzinmotoren. Künftig wird er aber auch als Anbieter der maritimen Elektromobilität auftreten. Die schwedische Firma hat die Mehrheit an ZEM übernommen, einem norwegischen Anbieter von Marinebatterien und elektrischen Antriebslösungen.

„Die Elektromobilität in der Schifffahrt stellt besondere Anforderungen“, erklärt Peter Granqvist, Chief Technology Officer bei Volvo Penta, die Beweggründe für die Akquisition. Zu beachten seien beispielsweise die Installationsumgebung, die Sicherheit und die derzeit fehlende Ladeinfrastruktur. Hinzu komme, dass sich die Vorschriften auf See von denen auf der Straße unterscheiden.

Volvo Penta und ZEM wollen Komplettpakete anbieten

Das Portfolio von ZEM umfasst Fähren, Offshore-Versorgungsschiffe sowie Hochgeschwindigkeits-Passagierschiffe und Rettungsboote. Nach der Übernahme durch Volvo Penta wird das Unternehmen unter der Marke ZEM weitergeführt. ZEM werde sein Batterie- und komplettes Antriebsstranggeschäft weiter ausbauen, teilt Volvo Penta mit. Künftig wollen beide Unternehmen auch gemeinsam Komplettpakete für den Schiffsantrieb anbieten.

Volvo Penta hatte erst kürzlich sein Zero-Emission-Ziel angekündigt. Die Netto-Null-Emissionen will der Motorenhersteller durch fossilfreie, erneuerbare Kraftstoffe aber auch durch Elektro- und Hybridtechnologie kommen. „Der Wechsel von der dieselbasierten Technologie zur Elektrifizierung wird ein Schlüsselelement unserer Transformation sein“, betonte Volvo-Penta-Präsidentin Heléne Mellquist.

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