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Entwicklung in der NE-Metallindustrie

Anteil von Recyclingaluminium sinkt

Quelle: Sims Metal Management

Quelle: Sims Metal Management

Die deutsche NE-Metallindustrie entwickelt sich bislang erwartungsgemäß. Für 2014 wird voraussichtlich ein einstelliges Produktionswachstum erreicht. Das gilt auch für Aluminium, wenngleich der Anteil von Recyclingaluminium leicht rückläufig ist.

Die deutsche Nichteisen(NE)-Metallindustrie entwickelt sich im ersten Halbjahr 2014 robust. Nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVM) erreichte die Produktion 4 Millionen Tonnen und damit 4 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2013. Der Umsatz ging aufgrund der niedrigeren Metallpreise um 7 Prozent auf 22 Milliarden Euro zurück. Rund zehn Milliarden Euro (-7 Prozent) erwirtschaftete die Branche dabei im Ausland. 58 Prozent der Ausfuhren wurden in die Euroländer geliefert – das sind gut zehn Prozentpunkte weniger als 2011.

Konjunkturelle Impulse kommen laut WVM vor allem aus den USA und dem Inland. Die aktuelle Geschäftslage wird von über 85 Prozent der befragten Unternehmer mit gut oder saisonüblich beurteilt. Die Geschäftserwartungen für die folgenden sechs Monate sind, ausgehend von einem hohen Niveau, leicht gesunken. Aber dennoch prognostizieren etwa 87 Prozent der Befragten aus der Branche bessere oder gleich gute Geschäfte. Für 2014 rechne die NE-Metallindustrie weiter mit einem einstelligen Produktionsplus, teilt die WVM mit.

2 Prozent weniger Produktion von Recyclingaluminium

Produktion von NE-Metallen Januar bis Juni 2014Die deutsche Aluminiumindustrie produzierte von Januar bis Juni rund 566.000 Tonnen Rohaluminium. Damit stieg die Produktion um drei Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Laut WVM teilte sich die Herstellung von Rohaluminium in diesem Zeitraum auf 258.000 Tonnen Hüttenaluminium und 308.000 Tonnen Recyclingaluminium auf. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Produktion von Hüttenaluminium um elf Prozent. Die Produktion von Recyclingaluminium sank um zwei Prozent.

Die Erzeugung von Aluminiumhalbzeug belief sich nach den WVM-Daten im ersten Halbjahr 2014 auf 1,3 Millionen Tonnen. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 bedeutet dies einen Anstieg um zwei Prozent. In der Aluminiumweiterverarbeitung wurden von Januar bis Juni 176.000  Tonnen hergestellt. Das Produktionsvolumen stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ein Prozent an. Während die Produktion von Folien und dünnen Bändern um 3 Prozent auf 138.000 Tonnen zurückging, stieg sie bei Tuben, Aerosol- und sonstigen Dosen um 2 Prozent auf 22.000 Tonnen an. Insgesamt wird für das zweite Halbjahr 2014 eine weitgehend stabile Mengenkonjunktur erwartet.

Buntmetallindustrie etwas schwächer

Die deutsche Buntmetallindustrie (Kupfer, Zink, Blei, Zinn und Nickel) entwickelt sich im zweiten Quartal 2014 etwas schwächer als im ersten Quartal, erzielte im ersten Halbjahr aber dennoch eine Produktion von 1,6 Millionen Tonnen. Das waren laut WVM vier Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2013. Die Fertigung der Buntmetallerzeuger sank von Januar bis Juni um zwei Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 63.000 Tonnen. Dabei ging die Produktion von raffiniertem Kupfer und Kupfergusslegierungen um vier Prozent auf 354.000 Tonnen zurück. Die Ausbringungsmenge von Zink, Blei, Zinn und deren Legierungen blieb hingegen stabil bei 309.000 Tonnen.

In der deutschen NE-Metallgießerei-Industrie gab die Fahrzeugbauindustrie den Takt vor, berichtet die Wirtschaftsvereinigung. Der Anteil von Komponenten für den Straßenfahrzeugbau lag stabil bei 82 Prozent. Die Produktion belief sich von Januar bis Juni auf etwa 587.000 Tonnen. Dies entsprach einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Der Metallverband tritt allerdings Erwartungen entgegen, die Aluminiumgießereien könnten 2014 ein neues Rekordniveau ansteuern. Denn im Juni hätten die Auftragseingänge bei den NE-Metallgießereien zwar auf gutem Niveau gelegen, doch seit dem Peak im April sinke das Bestellvolumen kontinuierlich. Die Aluminiumgießereien verbuchten mit 506.000 Tonnen einen um 9 Prozent höheren Auftragseingang als in den ersten sechs Monaten 2013. Die Magnesiumgießereien registrierten demgegenüber ein Auftragsplus von 19 Prozent bei einem Volumen von 11.000 Tonnen. Die Gießereien, die Kupferlegierungen verarbeiten, meldeten laut WVM einen Nachfrageanstieg von 17 Prozent auf 47.000 Tonnen. Die Nachfrage bei den Zinkgießereien legte um sieben Prozent auf 28.000 Tonnen zu.

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